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Thema: Weiß nicht was mit mir los ist

  1. #1
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    Standard Weiß nicht was mit mir los ist

    Hallo Leute, ich weiß in letzter Zeit echt nicht mehr was mit mir los ist. Ich bin in letzter Zeit einfach nicht mehr ich selbst. Ich hab Minderwertigkeitskomplexe und Depressionen. Ich bin zwar schon immer ein etwas zurückhaltender Mensch, aber ich hatte noch nie wirklich Probleme, eine Zeit lang war ich sogar richtig selbstbewusst. Doch in letzter Zeit hab ich echte Komplexe, wenn ich unter anderen Menschen bin, also auch einfach nur im Bus oder auf der Straße, sogar in der Schule. Ich versteh das nicht, weiß nicht mal wovor ich eigentlich Angst habe. Ich bin eigentlich sonst nicht so. Ich glaub das ganze hat mit der Pille angefangen. Ich hab mich total verändert, grüble über sinnlose Dinge nach. Ich bin unzufrieden, warum auch immer. Außerdem habe ich oft Kopfschmerzen und bin müde. Ich denke die Depressionen sind bestimmt von der Pille, hab sie auch schon abgesetzt (sind aber immer noch nicht weg). Aber können Minderwertigkeitskomplexe und Ängste (vor allem vor anderen Menschen, wie sie über mich denken..)auch davon kommen? Mein größtes Problem ist aber meine Mimik. Finde das selbst total dämlich, aber immer wenn ich irgendwo bin muss ich überlegen wie ich grad gucke. Hört sich echt dämlich an, aber ich habe keine natürliche Mimik mehr. Gucke nur noch ernst, extrem traurig, schüchtern, ängstlich und wenn ich versuche zu lachen wirkt das künstlich und auch irgendwie traurig, find ich guck auch irgendwie so unsympathisch. Am schlimmsten ist es wenn ich im Bus bin. Wenn ich rede hab ich kein Problem, habe eher Probleme wenn ich einfach nur dastehe oder dasitze wegen meiner Mimik. Zuhause hab ich damit keine Probleme, dafür bin ich zuhause dann nur umso deprimierter wie komisch ich mich in der Öffentlichkeit verhalte. Ich komm mir so dämlich vor. Ich mach mir über so einen ****** Gedanken, das hemmt mich total, das kann so nicht weitergehen. Ich war noch nie so. Das bin nicht ich. Meint ihr das kommt alles von Depressionen? Meine eigentliche Frage, meint ihr ich sollte vielleicht über eine kurze Zeit Antidepressiva nehmen, um davon erstmal irgendwie wieder weg zu kommen. Wisst ihr ob das Nebenwirkungen hat? Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen... Danke schon mal im Vorraus, dass ihr meinen ellenlangen Text gelesen habt..^^ Würde mich über Ratschläge freuen.

  2. #2
    Schreiberling Avatar von Osterinsel
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    Hallo dubistsnur

    erstmal willkommen im Forum!


    Die Pille kann Depressionen als Nebenwirkung haben. Dann ist aber Dein Hormonhaushalt gestört. Vielleicht wird die Serotonin-Ausschüttung gestört (Glücklichmacher), bin aber medizinisch nicht fit genug, um da Zusammenhänge mit dem Sexualhormonhaushalt herstellen zu können. Dies wäre dann eine Indikation für Antidepressiva, die Dir ein Psychiater verschreiben könnte.
    Auch Dein Hausarzt könnte das tun, ich würde Dir aber wirklich empfehlrn, da einen Fachmann für psychische Erkrankungen zuzuziehen und nicht bloß den Hausarzt. Es gibt auch Psychiater, die zusätzlich Psychotherapie machen, an so jemanden würde ich mich auch angesichts Deiner anderen Symptome (Mimik usw.) wenden, denn da könnte eine leichte Soziale Phobie dahinterstecken.

    Beides könnte durch die Pille ausgelöst werden (stoffliche Ursache),das würde auch eine stoffliche Therapie (AD) rechtfertigen.
    Beides könnte aber auch psychische Ursachen haben, da wäre Psychotherapie angebracht.

    Ich wünsch Dir ganz viel Mut und Kraft, gut, daß Du es angehst!


    Liebe Grüße von der Osterinsel!
    "Life is intrinsically, well, boring and dangerous at the same time. At any given moment the floor may open up. Of course, it almost never does; that’s what makes it so boring.” ~Edward Gorey

  3. #3
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    Hi,

    ichbinsnur hört sich nach einem Menschen an, der gezwungen wurde sein Leben lang hinter anderen da zu sein!
    Vll hat die Pille was verändert, ich bezweifle aber das es der alleinige Grund ist. Vll ist "ichbinsnur" deine Lebenseinstellung die unweigerlich zur Depression führen muss!

  4. #4
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    Ich hab aber eigentlich keine negative Einstellung und vorher hatte ich auch nie Probleme. Doch in letzter Zeit bin ich irgendwie nur noch traurig, oft auch ihne Grund, ja das mit dem Selbstbewusstsein denk ich ist auch ne Nebenfolge davon, denn ich war vorher einfach nicht so. Außerdem bin ich ständig müde und hab Kopfschmerzen.. @Osterinsel Eine soziale Phobie? Das klingt irgendwie ziemlich krass, aber zurzeit könnte es echt so etwas sein, aus welchen Gründen auch immer..oO Ich bin eigentlich mit mir selbst zufrieden und alles, seit neuem hab ich halt nur das Problem unter anderen Menschen und das bedrückt mich ziemlich. Unter Freunden gehts, bin trotzdem nicht mehr ich selbst. Ich möchte dass schnell überwinden, bevor das andere Leute bemerken. Ist mir schon ziemlich peinlich. Gleich eine Psychotherapie? Mh aber vielleicht sollte ich mich echt mal überwinden zum Psychiater zu gehen, klingt zwar irgendwie krass aber einfach mal zum Gespräch, vielleicht kennen die sich besser mit sowas aus oder können was verschreiben falls nötig.. Danke für eure Antworten!

  5. #5
    Schreiberling Avatar von Osterinsel
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    Hallo ichbinsnur,

    Soziale Phobien müssen nicht so krass sein, wie das Wort klingt - es ist nur ein Fachausdruck. Auch ganz normale Schüchternheit, oder wenn man zB gehemmt ist, einen Vortrag zu halten oder leicht rot wird, wird darunter eingeordnet. Und sehr viele Menschen haben sowas!

    Es geht nur darum, daß man etwas fürchtet, das nicht real ist. Denn normalerweise haben die Leute im Bus besseres zu tun, als sich über die Gesichtsausdrücke anderer Gedanken zu machen. Die Angst ist also unbegründet.
    Ich kann das übrigens sehr gut nachvollziehen, ich hatte sowas früher auch.

    Und mal beim Psychotherapeuten vorbeizuschauen, ist nix Schlimmes - wenn´s anderswo wehtut, geht man ja auch zum Arzt.
    Und ob eine Therapie wirklich notwendig ist, kann der Therapeut ja einschätzen.

    Ich hab auch nicht den Eindruck, daß Du total einen an der Waffel hast - Dir bereitet nur etwas völlig berechtigterweise Sorgen.
    Du merkst selbst, daß Du Dich nicht wohl fühlst - und einfach mal zum Therapeuten stiefeln, kann das schnell wieder in Ordnung bringen.
    Es ist einfach nur unnötig, diese Sorgen mit sich rumzuschleppen, wenn man was daran ändern kann.
    Als ich mich damals entschieden habe, eine Therapie zu machen, war ich proppenstolz auf mich, daß ich so cool bin, etwas gegen meine Probleme zu unternehmen - ganz im Gegenteil zu denen, die lieber ihr ganzes Leben mit ihren Problemen rumlaufen, als sich der "Schmach" auszusetzen, zum Therapeuten zu gehen...
    Wenn dann mal ein komischer Blick oder Kommmenter von jemandem kam, (den ich ungefähr so interptertiert hab: "Iiiihh, die geht zum Therapeuten, was ist denn DAS für eine, die muß ja total einen an der Waffel haben!") hab ich mir gedacht: "nee nee, DU bist hier der Loser von uns beiden, da du auf mich runterschaust, weil ich mir Hilfe hole und zugebe, daß ich´s allein nicht packe. Und wenn ich damit fertig bin, bin ich weiter als du..."


    Ernsthaft-wenn ich Dich hier so lese, glaub ich nicht, daß Deine Schwierigkeiten so übel sind - aber sie sind es (und Du bist es) wert, daß man sich drum kümmert.


    Liebe Grüße von der Osterinsel!
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  6. #6
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    ich hab mich heute mal genauer beobachtet und zu dem Entschluss gekommen, dass es wahrscheinlich doch eine leichte soziale Phobie ist, ich hab manchmal ohne Grund regelrechte kleinere "Panikattacken", hoffe man sieht mir dass nicht an, ist immer so ein innerer Kampf mit mir selbst.. Ich hab im Internet gelesen, dass antidepressiva nicht nur gegen depressionen (die ich anscheinend auch habe), sondern auch gegen Angstzustände helfen.. klingt erstmal übertrieben, aber kann dass nicht anders definieren als kleine angstzustände, für die es eigentlich keinen Grund gibt. Nun bin ich doch stark davon überzeugt, dass es von der Pille gekommen ist, passt zeitlich alles so gut zusammen.. ich glaub nicht, dass es psychisch ist (bin wie gesagt zufrieden mit mir), muss mit den hormonen zusammenhängen.. ich habe den entschluss gefasst auf jeden fall zu einem psychologen zu gehn, um mir helfen zu lassen, oder eine zeit lang antidepressiva zu nehmen um erstmal aus diesem zustand herauszukommen.. ich mein hab die hormone schon abgesetzt, aber depressionen gehen nunmal nicht so einfach wieder weg.. hab auch immer noch jeden tag kopfschmerzen und bin hundemüde und mir gehts einfach schlecht.. hab auch schon von anderen gelesen, die von der pille depressionen hatten und danach erstmal eine zeit lang antidepressiva zu sich genommen haben..
    @ osterinsel danke für deine aufmunternden worte

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