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Thema: [Weiterbildung] Psychotherapeuten Ausbildung

  1. #1
    Neuling
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    Standard [Weiterbildung] Psychotherapeuten Ausbildung

    Hallo zusammen,
    ich habe vor ca. 2 Jahren mein Psychologie-Studium abgeschlossen und bin jetzt am ueberlegen, ob ich eine Psychotherapeuten-Ausbildung beginnen soll oder nicht. Wuerde mich sehr ueber Eure Erfahrungen diesbezueglich freuen (worauf sollte man achten, wenn man ein Institut sucht, wie hoch sind die Kosten, wie sind die Berufsaussichten nach Abschluss der Ausbildung,etc.).
    Will eigentlich eine Ausbildung zur Kinder-und Jugendtherapeuting machen, weiss aber nicht genau, wie "sinnvoll" das ist und wie gefragt Kinder-und Jugendtherapeuten sind oder ob es doch besser ist, die Erwachsenen-Ausbildung zu machen und dann eine Zusatzausbildung zur Kinder-und Jugendtherapeuting zu machen.
    Wuerde mich sehr ueber Eure Erfahrungen freuen!!!!
    DANKE!!!!!!

  2. #2
    Schreiberling
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    hallo White,
    vom Bedarf her: Kijup! Es gibt ein topaktuelles Urteil vom Bundessozialgericht, daß die Bedarfsplanung von Kijups und Erwachsenen anders bewertet werden muß und daß Kijups eine bedarfsabhängige Sonderzulassung erhalten könnten. Wie das die Politik umsetzt, bleibt natürlich abzuwarten. Aber das ist ein formales Argument. Höre auf Dein Herz. Arbeitest du eher mit schreienden, Hyperaktiven Monstern oder mit reifen, gebildeten, intelligenten, humorvollen, Erwachsenen (hey ist ironisch gemeint). Beide Asubildungen dauern 3 Jahre, Vollzeit, oder 5 jahre berufsbegleitend. Kosten: grobe 50.000 Eier, plus 30.000 Eier für einen Kassensitz, au weia. und 3 jahre kaum ein Einkommen. Welche Richtung, mußt Du wissen. Du hast doch in Deinem Studium sicher einiges über Therapieverfahren mitgekriegt. Wohin zieht es Dich denn? Anfangs dachte ich ja, man könnte auch ohne Kassenzulassung mit Kijup überleben, weil Eltern ALLES für Ihre Minnies tun. Aber das sehe ich jetzt anders. Das Geld ist einfach nicht mehr da.
    Noch Fragen, Kienzle?
    LG
    Peter

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Peter,
    danke fuer die Info. Mein Herz sagt mir eigentlich, dass ich eine KJP-Ausbildung machen moechte (ich habe auch im Studium nur mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet), aber der Verstand sagt mir, dass es vielleicht 'sinnvoller' waere, die Erwachsenenausbildung zu machen und dann noch die KJP dranzuhaengen, weil ich mir dann alle Moeglichkeiten offen halte.
    Ich bin aber eigentlich an der Erwachsenenausbildung nicht so interessiert und bei einer 3-5 jaehrigen Ausbildung sollte ich wahrscheinlich eher das machen, was mich interessiert.
    Du meinst also, dass der Bedarf an KJ-Therapeuten gross ist?
    Bin etwas stutzig geworden, als du meintest, dass die Ausbildung 50000 Euro kostet. Wuerde gerne in Berlin die KJP-Ausbildung machen und da heisst es bei den Instituten immer 20000 Euro. Wie kommst du da auf 50.000 Euro????
    Hilfe, das ist ja wirklich wahnsinnig viel und dann sind die Berufsaussichten auch nicht super....

    Wuerde mich ueber eine Antwort seeeehr freuen!

    Danke!

    Whitefeather

  4. #4
    Schreiberling
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    Hey WF.
    Das ist so mit der Statistik: Wer sie halt aufstellt. Neben den reinen Ausbildungskosten kommt ja noch Supervision, Verdienstausfall, Lit. etc. pp dazu. Wenn Du beide Ausbildungen machen willst, heißt dann 2 mal 3-5 jahre (zumindest für die KVB). Bei den Kosten mußt Du eben GENAU kucken, was die Ausbildungsinstitute nehmen. Was man untereinander (Gruppensupervision) regeln kann und was wirklich vorgeschrieben ist. Alleine das 1 Jahr in der Psychiatrie für (fast) umsonst reist einen ja rein. Dann ist die Einzelsupervision ein echter Brocken. Rund 100-120 € pro Stunde. Wieviel sind denn Pflicht? Und dann, wenn Du einen Kassensitz willst, mußt Du den auch kaufen. Keine Ahnung, was der in Berlin kostet. Dazu kommen Mitgliedsbeiträge für Kammer (hier in Bayern 390 Eier, Schweinerei) usw, usw. Die 20000 zweifle ich stark an. Wenn Dein Herz für KiJup schlägt, dann mach das doch. Allerdings habe ich gelesen, das Belin angeblich(!) um 200 % überversorgt sein soll. Aber da ist alles im Fluß. Außerdem ist die Frage, ob es die KVB in 3-5 Jahren überhaupt noch gibt. Jedenfalls ist der Bedarf an Kijups ECHT immens. Aber wer will Dich bezahlen? Also: Bange machen gilt nicht, aber die kalkulation muß schon stimmen. Ich habe mit Rudi Bittner gesprochen, der ist Vorstand der KV in Bayern und der sagt, er würde jedem abraten, die Kassenzulassung anzustreben, weil es noch nie so unsicher war, wie momenten. Denke an Arztausstieg, Kassenverträge etc. Und letztens: man muß schon auch betriebswirtschaftlich denken, wenn man mit Kassenzulassung überleben will. (so wie ich). Aber: ich würde auch niemals tauschen. Mein Tip: PP für Kjp und dann eine schöne Anstellung suchen. Aber frag Dein Herz.
    LG
    Peter

  5. #5
    Neuling
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    Hi, ich würde dir auch empfehlen, erst die Erwachsenenausbildung zu machen und im Anschluss den KJP dran zu hängen.
    Ich selbst habe eine Ausbildungs zum HP beschränkt auf das Gebiet der PSychotherapie gemacht - das geht super an den Wochenenden oder im Fernlehrgang, sodass du überlegen könntest, dies zusätzlich / nebenher zum KJP machen könntest. Hier mal der Link zu meinem Institut http://www.integrio-muenchen.de/ausb...aechstherapie/

    Alles Gute & Viel Erfolg!!

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