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Thema: Wer kennst so was?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wer kennst so was?

    Hallo!

    Der Sohn meiner besten Freundin ist letztes Jahr tödlich verunglückt. Sie fiel damals verständlicherweise in ein tiefes schwarzes Loch. Anfang dieses Jahres war sie soweit stabil, dass sie wieder stundenweise zur Arbeit gehen konnte. Mitte Februar hatte sie dann auf einmal große Probleme mit dem Darm und ihrer Verdauung. (sie leidet seit Jahren an Zöliakie, hat dies aber gut um Griff). Sie kam mit Verdacht auf Darmkrebs ins Krankenhaus...Befund war aber negativ...von Tag zu Tag hatten die Ärzte ein andere Krebszentrum in Verdacht...jedes Mal aber negativ...dann hatte sie eine Totaloperation...(auf Verdacht) wieder alles negativ...sie wurde aus dem KH entlassen...
    Seither geht es mit ihr stämdig auf und ab. Mal geht es ihr ein paar Tage gut, dann wieder schlecht, so wie heute. Sie liegt wieder mal mit extrem starken Magenschmerzen, Durchfall und Erbrechen im Bett. Der Arzt hat ihr eine Infusion gemacht, wegen ihrem Flüssigkeitsverlust...

    Diese Symptome treten meist auf, wenn sie einen Termin hat, bei dem sie mit andern Menschen zusammenkommen würde (so auch heute).
    Sie freut sich immer sehr darauf...organisiert alles...mit dem Ergebnis, dass sie wieder Schmerzen bekommt und ein bis zwei Tage im Bett bleiben muss...

    Ach, es ist zum Heulen...wie kann dies denn kommen? Wir alle (ihr Mann, und ihre Freunde) wollen ihr so gerne helfen, aber wie? Ich habe Angst, dass sie sich bald aufgibt...denn sie wird immer schwächer.

    Eigentlich ist sie eine Kämpferin, aber lange hält sie das nicht mehr aus!!

    Sie nimmt seit dem Tod ihres Sohnes Antidepressiva ein...das brauchst sie auch noch, das ist klar...aber wie soll das denn weitergehen?

    Ich bin um jede Antwort und um jeden Rat dankbar!!!!!!!!!!!!

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Lilla,

    klingt so, als wäre sie in der Trauerarbeit stecken geblieben oder als hätte sie die noch gar nicht angegangen (AD). Ihr könntet mal bei der Hospizbewegung anrufen, die bieten Trauerbegleitung an.

    Das üble bei solchen Sachen ist leider, dass es oft eine Kettenreaktion gibt und dann die körperlichen Symptome und die Folgesymptome der Behandlungen immer schlimmer werden. z.B. "Total-OP" ist ja auch heftig, je nachdem in den hormonellen Auswirkungen, aber auch in den psychischen. Also Verlust des Kindes, und dann in Folge Verlust der Organe, welche mit der Mutterschaft zu tun haben, da wird mir ganz schlecht.. Naja.

    Ich bin selber Mutter und ich stelle mir das schlimm vor, wenn man bei einem so ungeheuerlichen Verlust einfach mit AD "ruhiggestellt" wird, um weiter zu funktionieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein solcher Schmerz einfach so wegdämmen lässt und das klingt danach, als käme er eben dann zu allen anderen Poren raus. Und mal wieder guckt keiner auf das ganze

    Sry, ist jetzt vll mein Film, aber vll wäre manchmal der Schaden geringer, und der betroffene Mensch eher wieder im Leben, wenn man diesem ganzen Schmerz auch mal Raum und angemessene Begleitung geben würde.
    Geändert von Gast784 (01.04.2011 um 17:06 Uhr)

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