Nachdem ich mir jetzt die Augen ausgeheult habe, schreib ich einfach mal meinen Kummer hier rein.
Ich kenn das Gefühl wertlos für andere zu sein, bzw. dass mir andere dieses Gefühl geben schon seit meiner Kindheit.
Ich hab im Sport versagt, seitdem setzt sich mein Vater nicht mehr wirklich mit mir außeinander.
Meine Mutter hat sich, wie sie es selbst zugibt, in meiner Kindheit nicht wirklich um mich gekümmert, nachdem mein Bruder geboren wurde und er ihre und die Aufmerksamkeit meines Vaters in Anspruch nahm.
Ich will nicht sagen, dass beide schlechte Eltern wärn, schließlich finanzieren sie mich, mein Studium und ich kann bei ihnen wohnen. Aber ich hab nicht das Gefühl, dass sie mich als Mensch lieben würden, da es immer wieder sso viel ist was Ihnen an mir nicht gefällt.
Erst letztens bezeichneten sie mich als Schande, da ich, den Kopf voller anderer Sachen, nicht merkte, dass eine Bekannte meiner Mutter auf der anderen Strassenseite war und sie nicht gegrüßt habe.
In solchen Sachen sind sie sehr streng und strikt.
Mein Bruder hat schon so viele andere Dinge ausgechekt und trotzdem heist es bei ihm, er sei halt ein Junge... und anders als ich ist er im Moment im Sport erfolgreich.
Aber nungut, das ich hinter meinem Bruder stehe und schon als Erwachsen gelte und deswegen meine Eltern mein Studium finanzieren mich aber sonst mir selbst überlassen war und bin ich gewohnt.
Doch... im Studium fand ich nicht wirklich Leute mit denen ich mich wohl fühlte. Meine Beziehungen endeten damit, dass ich scheinbar nicht gut genug war oder zu schwer.
Man machte mit mir vor der Vorlesung schluss oder auch mal über ICQ.
Im Nachhinein muss ich selbst eingestehen, dass ich diese Leute nie liebte, sondern nur glücklich war, dass jemand sich mit mir abgab.
Und jetzt, heute meinte z.B. jemand, dass ich doch scheinbar nutzlos für die Gruppe sei, weil ich noch keine praktischen Erfahrungen vorzuweisen hätte und ein andere Freund, der Mo noch meinte man könne Fr was gemeinsam unternehmen teilte mir eben mit, das ich früher hätte sagen sollen was, jetzt hätte er sich mit zwei anderen Mädchen verabredet.
Früher hab ich krampfhaft versucht irgendwie dazu zu gehören, irgendwie Menchen zu finden die mich als Mensch mögen und vielleicht dann irgendjemanden zu finden, bei dem ich einmal im Leben endlich nicht allein in meinem dunklen Zimmer wie jetzt weinen muss.
Ich hab in Gruppen mitgearbeitet bzw. mitgewirkt, hab übers Internet versucht Kontakte zu knüpfen oder auch auf andere Mitstudenten offen zu zu gehen, ich war aufs Partys, was ich eigentlich nicht ausstehen kann.
Am Ende jedoch bleib ich immer allein.
Früher sagte ich mir, dass das in Ordnung sei, dass eine starke Frau alles allein schaffen könnte. Doch scheinbar bin ich keine dieser starken Frauen, da ich selbst einsehen muss, dass ich immer häufiger und stärker an Depressionen leide.
Danke, dass ich mich hier aussprechen durfte.


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Das, was nun passiert, ist, dass Du alle Begebenheiten in Beziehungen ebenfalls als persönliche Kränkung erfährst. Und dabei könnte Dir da ein Therapeut schon etwas auf die Sprünge helfen, diese Vorkommnisse anders zu bewerten. Alleine ist das wahrscheinlich schwierig, weil Du zu sehr in diesen Denkmustern gefangen bist und noch nix anderes kennen gelernt hast.

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