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Thema: Wie baue ich Ängste vor negativen Emotionen ab? (bin für jeden Rat dankbar)

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wie baue ich Ängste vor negativen Emotionen ab? (bin für jeden Rat dankbar)

    Hallo,

    ich habe ein sehr ungewöhnliches Problem. Bei dessen Lösung ich dringend Hilfe brauche.


    Mein Problem ist, dass ich Angst davor habe mich in negative Emotionen hinein zu steigern.

    Das läuft beispielsweise folgendermaßen ab: Ich empfinde Unruhe, kriege dann Angst mich in die Unruhe hinein zu steigern und werde noch nervöser. Dann erscheint es mir so als würde die Unruhe irgendwie festhängen und wird immer quälender.

    Teilweise kann dann z.B. die Unruhe in ein anderes negatives Gefühl umschlagen, das mich ebensosehr belastet.



    Zu einem gewissen Grad konnte ich dieses Problem schon abbauen indem ich mir die betreffende empfindung angesehen habe und festgestellt habe, dass sie sich eigentlich völlig normal anfühlt (und mich normalerweise nie stören würde)

    Aber irgendwie redet mir mein Unterbewusstsein dennoch ein, dass diese Empfindung absolut furchtbar wäre und ich sie dringend loswerden muss.


    Teilweise gelingt es mir die Angst vor der betreffenden Empfindung abzubauen indem ich sie mir ansehe und mit meinem Unterbewusstsein wie mit einem kleinen Kind spreche. Z.B. in dem ich sage: "siehst Du, diese Empfindung ist völlig harmlos, da brauchst Du keine Angst davor zu haben".

    Teilweise funktioniert es, aber teilweise ist es so als wenn mein Unterbewusstsein sich völlig abweisend verhält und mir weiszumachen versucht, dass diese Empfindung eben doch "grauenvoll, unangenehm und nervend" wäre.



    Jetzt weis ich einfach nicht wie ich diese Ängste abbauen soll.

    Wäre es eine Angst die sich auf etwas außerhalb meines Körpers beziehen würde wie z.B. Höhenangst. Wäre das alles kein Problem. Da könnte ich selbst die Distanz bestimmen und mich schrittweise desensibilisieren.

    Aber in dem Fall bin ich einfach ratlos.



    Andererseits will ich dieses Problem dringend loswerden. (ich will nicht für den Rest meines Lebens ein seelischer Krüpel bleiben)

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Wobei ich das Problem teilweise auch schon gelöst habe.

    Z.B. kann ich die Distanz variieren indem ich mich mit etwas anderem beschäftige. Dadurch lenke ich mich ab und die Angst ist etwas weniger intensiv.



    Teilweise ist es mir auch schon gelungen mich zu desensibilisieren.

    Z.B. habe ich die Angst vor bestimmten Empfindungen schon komplett abgebaut.


    Aber bei anderen Empfindungen habe ich den Eindruck, dass die Angst von Zeit zu Zeit immer wieder kommt.


    Zudem ist das merkwürdige daran, dass das ganze pyramidenartig abläuft.

    Erst ist es nur eine leichte Angst vor der betreffenden Empfindung und wird dann irgendwie schlimmer. (so als würde ich während ich die Angst kriege empfindlicher gegenüber der Angst werden)

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Suchender,

    da das jetzt der 2. Fred in kurzer Folge ist, den Du zu dem Thema aufmachst, hier kein Rat, jedoch Eindrücke, die ich gerade habe:

    Willst Du nur "Oberflächenkosmetik" betreiben, oder den Dingen auch mal auf den Grund gehen?

    Emotionen sind weder positiv noch negativ, sondern werden zu diesen erst durch unsere Bewertung gemacht und werden sich dann entsprechend auswirken.

    Emotionen haben ihre Ursachen und ihre Wechselwirkungen mit der körperlichen Ebene. Damit kann man konstruktiv arbeiten. Das bedarf aber der Fähigkeit der inneren Distanz und des wertfreien Wahrnehmens. Dinge, die man sehr gut mit therapeutischer Begleitung lernen kann. DANN kann man sehr viel über sich erfahren und vieles, das sich (noch) negativ anfühlt auflösen. Weil es dann entweder nicht mehr von der Psyche als Signal gesendet werden muss, oder weil man es anders bewerten kann.

    Du scheinst Dich in einem Kreislauf von (Zwangs-)Gedanken zu befinden Dieser Struktur oder diesem Verhalten kommt das Internet sehr entgegen. Du kannst hier auf einer oberflächlichen Ebene DARÜBER schreiben, ohne Dich - mit entprechender kompetenter Begleitung - mit dem DARUNTER konfrontieren zu müssen. Du verlierst Dich deshalb in Symptomen, verstärkst die noch durch Deine Schreiberei und durch den oberflächlichen Austausch, der i.d.R. in diesem Medium statt findet.

    Es erscheint mir fast so wie ein hassliebgewonnenes "Hobby", in diesen Gedanken- und Wahrnehmungsspiralen zu kreisen, das Du mit Hilfe des Netztes wunderbar bedienen und pflegen kannst. Und es "hilft" Dir eben diese Oberflächenkosmetik zu betreiben, welche nichts anderes als eine Vermeidung ist, die Falten zu vertuschen.

    Übrigens zu Deinem Nick fällt mir immer wieder der Satz ein: wer dauernd sucht, wird nicht finden.
    Und ich weiss ja nicht, ob Du Dich selbst mal gefragt hast, ob Du noch suchend bist oder schon süchtig

    Was willst Du als Suchender eigentlich finden?
    Geändert von Gast784 (06.01.2011 um 08:36 Uhr)

  4. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (06.01.2011),Suchender (06.01.2011)

  5. #4
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    Hallo Suchender,

    ... so als würde ich während ich die Angst kriege empfindlicher gegenüber der Angst werden
    Ist es dann nicht eher die Angst vor der Angst ...

    Deine "Lösungsstrategie" läuft doch momentan eher auf Vermeidung oder Unterdrückung hinaus, als auf Annehmen und Auflösen (hierzu: sie Gabys Post) - und damit verstärkst Du alles nur noch ...

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Suchender (06.01.2011)

  7. #5
    Neuling
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    Hallo Gabiannarele

    Ich hoffe eine Lösung für mein Problem zu finden. Zudem versuche ich die Wartezeit für meine Verhaltenstherapie zu überbrücken.

    Emotionen sind weder positiv noch negativ, sondern werden zu diesen erst durch unsere Bewertung gemacht und werden sich dann entsprechend auswirken.

    Emotionen haben ihre Ursachen und ihre Wechselwirkungen mit der körperlichen Ebene. Damit kann man konstruktiv arbeiten. Das bedarf aber der Fähigkeit der inneren Distanz und des wertfreien Wahrnehmens. Dinge, die man sehr gut mit therapeutischer Begleitung lernen kann. DANN kann man sehr viel über sich erfahren und vieles, das sich (noch) negativ anfühlt auflösen. Weil es dann entweder nicht mehr von der Psyche als Signal gesendet werden muss, oder weil man es anders bewerten kann.
    Danke für die Beschreibung der Funktionsweise von Emotionen (genau danach habe ich gesucht)

    Demzufolge muss ich mehr an der Bewertung meiner Emotionen arbeiten.


    Und ich weiss ja nicht, ob Du Dich selbst mal gefragt hast, ob Du noch suchend bist oder schon süchtig
    Ich glaube es ist einfach die verzweifelte Suche nach einem Ausweg aus meinem derzeitigen Problem.



    Willst Du nur "Oberflächenkosmetik" betreiben, oder den Dingen auch mal auf den Grund gehen?

    Wenn die Lösung darin liegt, dem Problem auf den Grund zu gehen. Dann will ich das auf jeden Fall tun. (ich weis nur noch nicht wie - und bis ich eine Verhaltenstherpie kriege dauert es noch einige Zeit)

  8. #6
    Neuling
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    Hallo Darkstar,

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Deine "Lösungsstrategie" läuft doch momentan eher auf Vermeidung oder Unterdrückung hinaus, als auf Annehmen und Auflösen (hierzu: sie Gabys Post) - und damit verstärkst Du alles nur noch ...
    Dann sag mir bitte was ich falsch mache. (ist nicht negativ gemeint - ich will nur endlich wissen wie ich wieder gesund werden kann)

    Oder sag mir wie ich diese Ängste wirklich auflösen kann.


    Zurzeit gelingt mir das am besten indem ich mir die Empfindungen die mir Angst machen ansehe und mir klar mache, dass sie eigentlich harmlos sind.



    Insgesamt versuche ich zurzeit sehr viel damit zu arbeiten, dass ich meinen Körper beobachte und mir klar mache, dass alle Empfindungen die in mir ablaufen ihre Richtigkeit haben und nur meine Bewertung fehlerhaft ist.
    Geändert von Suchender (06.01.2011 um 09:19 Uhr)

  9. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich hoffe eine Lösung für mein Problem zu finden.
    Die Aussage hat keinen Schmackes. Weisst Du warum? Weil Du dabei wieder alle Aufmerksamkeit, alle Energie auf das Problem lenkst. Wie sieht die Welt nach der Lösung konkret aus? Was tritt anstelle des Problems?


    Was ich meine ist: schaffst Du es den Blick weg von Deinem Problem zu lenken? Hast Du eine Vorstellung, eine Idee davon, wie Dein Leben sein sollte, damit Du darin zufrieden sein könntest und eine gute Lebensqualität hättest?

    Ich kenn ja Deine Geschichte nicht. So was fällt natürlich leichter, wenn man schon mal eine gewisse Lebensqualität hatte, die man mindestens wieder erreichen will.

    Viele Menschen halten (unbewusst natürlich) auch ihre Krankheiten fest, weil sie nichts anderes haben. Sie würden erstmal vor dem Nichts stehen.

    Finden kannst Du aber auch Dinge, die Du schon längst hast, aber die Du nicht mehr beachtest, weil Du nur noch auf Dein Problem fixiert bist. Interessen, Fähigkeiten, Menschen, Orte etc, , bei oder an welchen Du Dich in Deiner Kraft fühlst. Diese Dinge wollen gepflegt werden, um uns Kraft spenden zu können.

    Es ist immer wichtig, ausser nach den Ursachen für unsere Probleme zu forschen, auch unsere Ressourcen zu pflegen. Wir leben leider in einer Kultur, in der es immer beliebter wird, nur auf das zu gucken, was schei.. läuft. Den Blick kann aber jeder in seinem Leben individuell steuern.

    Zudem versuche ich die Wartezeit für meine Verhaltenstherapie zu überbrücken.
    Anstatt irgend etwas zu versuchen, was Dir - soweit ich das hier mitverfolgen kann - in keiner Weise hilft - kannst Du die Wartezeit konkret überbrücken, indem Du z.B. zu einer psychologischen Beratungsstelle gehst. Damit wirkst Du Deiner Gedankenspirale bestimmt effektiver entgegen als hier. Ganz einfach schon deshalb, weil Du dann im RL was tust. Und LEBEN heisst das Gegengewicht zu dem ganzen - sry- "Mindf..ck."

    Demzufolge muss ich mehr an der Bewertung meiner Emotionen arbeiten
    Nein, Du hast den ersten Schritt überlesen, was gerne geschieht, da der weniger in unserer Kultur gepflegt wird und praktisch erst in jüngerer Zeit aus dem Buddhismus kommend in unsere Therapiemethoden verstärkt einfließt:

    WAHRNEHMUNG.

    lernen, wahrzunehmen. Und das ohne zu bewerten.
    Die Fähigkeit zur Be- wertung ergibt sich im übernächsten Schritt dann praktisch "von selbst"

    Die eigene Wahrnehmung im nichttherapeutischen Bereich schulen kann man in fernöstlichen Kampf- Bewegungs- und Meditationstechniken, Körperarbeit, kreativen Tätigkeiten wie Malen, Musizieren etc. Genau genommen überall. Nur wirst Du Erfahrungsräume brauchen, in denen Du speziell darauf aufmerksam gemacht wirst. Das kenne ich z.B. aus Tai-Chi, Qui-Gong, Yoga, Körperarbeiten im weiteren Sinne. Auch Kunsttherapie (die man ohnehin selber bezahlen muss) ist dafür gut geeignet. Vermutlich auch Musiktherapie, welche ich aber nicht aus eigener Erfahrung kenne.
    Geändert von Gast784 (06.01.2011 um 09:31 Uhr)

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Suchender (06.01.2011)

  11. #8
    Neuling
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    Was ich tun werde wenn ich wieder gesund bin weis ich bereits.

    Ich hatte zwischendurch immer wieder Phasen in denen ich dachte wieder vollständig gesund zu sein. In diesen Phasen hatte ich mein Leben genauso weitergelebt wie in der Zeit bevor ich dieses Problem bekommen hatte.


    Eine psychologische Beratungsstelle aufzusuchen klingt recht intressant. Was ist das genau?

    Bisher war ich bei mehrenren Nervenärzten, mehreren Notaufnahmen und habe schon mit mehreren Psychologen telefoniert.

    (hat mir alles nichts gebracht)


    Das einzige was mir bisher etwas gebracht hat ist, dass ich mir die Empfindunge die mir Angst machen angesehen habe und mir klar gemacht habe, dass ich sie nur falsch werte. (zudem arbeite ich viel mit autogenem Training und Ausdauersport)

    Dadurch habe ich schon gewisse Besserungen erreicht.

    Allerdings würde ich gerne wissen was ich noch tun kann.




    Z.B. würde ich gerne wissen wie ich dem Problem auf den Grund gehen kann oder wie ich meine Ängste systematisch und nachhaltig abbauen kann.

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