Hallo, liebe Forumleser und Fachleute!
Ich mache mir seit einiger Zeit große Sorgen um einen Bekannten. Er hat keine Kraft für einen Neuanfang bzw. um Entscheidungen zu treffen.
Er betreut seine gehbehinderte Mutter in seiner Wohnung und sein Vater liegt schwer pflegebedürftig im Heim. Weitere Verwandte hat er nicht-auch keine eigene Familie. Die Wohnung, die er derzeit nutzt, ist zugemüllt, weil ihm die Haushaltsführung über den Kopf wächst und er vieles hortet. Zusätzlich sind noch 2 andre Wohnungen vorhanden, die er seit Jahren nicht mehr bewohnt aber noch vollmöbiliert sind. Meinen Vorschlag, die aktuelle Wohnung aufzuräumen und bei den andren ihm zu helfen, diese nach und nach aufzulösen, lehnt er ab. Ihm fällt es schwer, sich von der Wohnungseinrichtung zu trennen. Er klammert sich regelrecht daran (=Sicherheit?) Bin die einzige Vertrauensperson und der einzige Kontakt nach außen. Wir stehen täglich in Verbindung (Telefon). Er gibt selbst zu, dass er nicht mehr kann und zeigt stark depressive Auffälligkeiten. Außerdem bestehen seit langem Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit sowie extreme Schlafstörungen. Wie ich es so einschätze, zeigt er sozialphobische Züge, da er sich gar nicht mehr aus dem Haus traut (Einkäufe werden geliefert).
Wie kann ich ihm helfen, ohne ihn in die Enge zu treiben? Meines Erachtens wäre es fast erforderlich, soziale Beratungsstellen einzuschalten. Doch das lehnt er definitiv ab. Bin für eure Ratschläge sehr dankbar. Ich kann und will einfach nicht mehr tatenlos zusehen! Mir zerreisst es jedesmal das Herz, ihn so zu sehen! Meine Vorschläge, für die Mutter (ebenfalls depressiv) eine ambulante Pflegestufe zu beantragen und zur Kurzzeitpflege eine vorübergehende Heimaufnahme in Betracht zu ziehen, will er ebenfalls nicht umsetzen, obwohl ihm klar ist, dass die Betreuung daheim immer schwieriger wird und sich mangels Platz sowie fehlender Dusche (nur Badewanne) noch verkompliziert. Eine ambulante Psychotherapie schlug ich mit Fingerspitzengefühl ebenfalls vergeblich vor.
Dankeschön, liebe Grüße - Katarina


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Aber ich kenns eh nur vom hörensagen und habs selber noch nie gelesen. Hier im Forum wurde es schon öfters erwähnt.
Mir ist so was zwar schon ungewollt passiert, aber was veranlasst frau dazu, dies bewusst, also gewollt zu machen, wenn sie schon weiss, dass es zu viel Gefühl sein wird?

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