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Thema: Wie den richtigen Psychiater für Zwangsstörung finden?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wie den richtigen Psychiater für Zwangsstörung finden?

    Hallo, ich habe nun nach fast 20jahren endlich den Entschluß gefasst, mich in psychiatrische Behandlung zu begeben.
    Ich leide seit beinahe 20 Jahren (mit Unterbrechungen durch "Betäubung") an einer Zwangsstörung (Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, Zählen, etc.)

    Nun suche ich nach einem geeigneten Psychiater in meiner Nähe, was sich aber anscheinend nicht so einfach gestaltet?

    -Gibt es irgendwo Empfehlungen oder ähnliches zu dem Thema?
    -Woher weiß ich, dass der gewählte Psychiater auch der richtige für meine Zwänge ist?
    -Was ist, wenn ich mit dem Psychiater nicht zurechtkomme?

    Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Hinweise zu meinem Fragen geben.

    Vielen Dank und Grüße, Marc

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Ich würde Dir zum Psychotherapeuten raten, nicht zum Psychiater, es sei denn, er ist auch mit auf Psychotherapie spezialisiert und behandelt psychotherapeutisch. Viele Psychiater verschreiben ja lediglich Medikamente. Bei der Auswahl der Person würde ich mich von der Sympathie leiten lassen, man sollte grundsätzlich mit jemandem klarkommen können.

  3. #3
    Neuling
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    Ah, siehste, da gehts schon los...
    Von den Unterscheidungen hat man als Laie ja gar keine Ahnung. Gut zu wissen, danke für den Tipp.
    Also Psychotherapeut, ok, alles nochmal von vorne

  4. #4
    Roman Verfasser
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    ...und mehr Wissen ist auch eigentlich gar nicht erforderlich. Wenn der menschliche Kontakt stimmt und die Person sich das zutraut und nicht nur nebenbei macht, ist viel möglich.

    Alles was Dir vermittelt daß Du ok und gesund bist, auch mit Deiner Störung, und was Dir Verständnis eröffnet, ist ok. Es ginge darum die Hintergründe zu verstehen sich zu akzeptieren. Das ist der Schlüssel zur Linderung.

  5. #5
    Neuling
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    OK, danke erstmal. Ich habe auch tatsächlich schon jemanden in meiner Nähe gefunden, der zumindest einen sympathischen Eindruck hinterlässt, da habe ich jetzt mal einen ersten Kontakt hergestellt.

    Trotzdem bin ich neugierig, was du mit "Es ginge darum die Hintergründe zu verstehen sich zu akzeptieren. Das ist der Schlüssel zur Linderung. " gemeint hast?

    Ich mache mir ja schon länger Gedanken über das Thema und ich habe auch schon das eine oder andere Buch in der Bücherei durchgeblättert. Es könnte sein, dass das mit dem nie richtig be- und verarbeitetenden Tod meines Opas zusammenhängt, denn seit damals hat sich das entwickelt. Ich hatte zwar eine längere Phase, die relativ beschwerdefrei verlief, jedoch steht die damals helfende "Dauermedikation" heute nicht mehr zur Debatte.

    Grundlegend bei den Zwängen sind (anscheinend relativ typisch) Ängste und Verlustängste bzgl geliebten Individuen

  6. #6
    Roman Verfasser
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    Naja, das Problem beim Zwang sehe ich darin, daß man einen Gedanken nicht haben will und ihn wegdrücken will. Das läßt das Gehirn aber nicht mit sich machen und bringt den Gedanken dann ständig. Ähnlich einem Kind, dem man etwas verbietet, und das das Verbotene denn erst recht und nur noch will. Nur daß im Falle des Zwanges man sich das Verbot wieder und wieder ausspricht und die Wiederkehr somit vorprogammiert wird.

    Es geht aber darum daß man sich im Grunde vor seinen Gedanken nicht wehren kann. Wozu schockiert vor etwas sein, man denkt es doch längst.

    Das ist für viele trotzdem aber so nicht annehmbar, und da kommt die Therapie ins Spiel.

    Und daß Du von der Medikamentation wegwillst ist verständlich.

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