Nehmen wir mal folgende Situation:
Ein Person hat in ihrer Kindheit etwas ziemlich Schreckliches erlebt. Ich will gar nicht so spezifisch werden. Heute hat sie aber eigentlich ein schönes Leben. Sie hat Freunde, denen die Vertrauen kann, eventuell sogar einen festen Partner. Sie ist nicht blöd und hätte sogar Chancen einen guten Job zu bekommen.
Trotzdem lässt sie sich durch die Erlebnisse in ihrer Kindheit ihr eigentliches Leben vermiesen. Sie macht sich selbst schlecht, ist traurig, obwohl sie eigentlich glücklich sein sollte, und kann nicht mal einen konkreten Grund dafür nennen. Sie kriegt auch keinen Job, aber nicht weil die Qualifikation fehlt, sondern weil sie sich einfach nicht positiv präsentieren kann. Kommt dann in Foren wie diese und sagt, wie schlecht es ihr geht und dass sie am liebsten sterben würde, obwohl, objektiv betrachtet, ihr aktuelles Leben eigentlich sehr positiv ist.
Ich frage mich immer, wieso tun die Menschen sich das selbst an? Wieso genießen sie nicht einfach ihr jetziges Leben. Klar das was passiert war, war extrem schrecklich. Aber ist das nicht egal? Das war Vergangenheit und ist vorbei. Wieso lassen sich Menschen so stark davon beeinflussen? Ist es eine Art chemisches Problem im Körper? Also ist der Körper so defekt, dass er depressive-machende Stoffe produziert, anstatt gut-fühlende?
Das beschäftigt mich schon eine ganze Zeit, denn ich sehe immer wieder Leute, die aus meiner Sicht ein noch viel besseres Leben haben als ich (manchmal bin ich sogar neidig), aber trotzdem total unglücklich zu scheinen, während ich eigentlich ziemlich glücklich bin. Das ist doch seltsam.


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