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Thema: wie geht es weiter?

  1. #1
    Neuling
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    Standard wie geht es weiter?

    hallo,
    ich habe mich mit meinen sozialen ängsten usw mittlerweile in ärztliche beratung begeben wo mir gesagt wurde dass es sich warscheinlich um eine soziale phobie handele. nun halte ich es einfach nicht mehr aus.
    ich müsste am mittwoch in der schule ein referat halten (schon mehrere wochen überfällig). Ich hab nur solche panik davor dass ich das nicht kann. die letzten wochen habe ich mich immer irgendwie davor gedrückt indem ich gesagt habe ich habe es nicht dabei oder indem ich garnicht erst in die schule ging weil ich vor angst krank wurde. und überhaupt denke ich immer jeder guckt mich böse an und lacht über mich. ich denke ich sehe dumm und lächerlich aus. in solchen situationen zittere ich immer,schwitze und meine beine werden schwach..
    nun zu meiner frage: wäre es möglich die schule für ein jahr zu unterbrechen um mich auf die therapie konzentrieren zu können und um neuen lebensmut zu finden? ich bin in der 10ten klasse einer realschule in nrw falls das wichtig dafür ist.

    danke im vorraus,
    sweet-dreams

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Rhett66
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    Hallo sweet-dreams,
    möglich ist fast alles, aber darüber sprichst Du am besten mit dem Arzt und der Schulleitung. Die Therapie müßte aber sehr umfassend sein, wenn Du deswegen so kurz vor den Prüfungen die Schule unterbrechen willst. Hast Du denn schon einen Ausbildungsplatz? Wenn nicht, wäre es ja vom rein Praktischen her sinnvoller, die Therapie auf die Zeit nach dem Schulabschluß zu legen. Mit Deiner Angst vor Referaten bist Du übrigens nicht allein - die Hälfte Deiner Mitschüler hat auch Angst davor und sicher bist Du (auch in Deiner Klasse) nicht die erste, die sich deswegen krankschreiben läßt. Trotzdem mußt Du ja früher oder später mal da durch. Daran ändert auch die Therapie nichts. Ich würde Dir nicht empfehlen, die Schule abzubrechen, eher käme ein Schulwechsel in Frage. Hatten wir Dir das nicht schonmal vorgeschlagen?
    Gruß Rhett

  3. #3
    Neuling
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    hallo,
    also wie umfangreich die therapie genau sein wird erfahre ich erst morgen.
    es geht ja aber auch nicht nur um die therapie sondern auch darum, dass ich es nicht mehr so lange aushalten werde bis ende des schuljahrs..ich weiß jeder sagt es sind doch nur noch 3 monate aber wenn ich noch 3 monate dahin gehe dann geh ich innerlich kaputt..ich habe noch keinen festen ausbildungsplatz aber ich hatte ein vorstellungsgespräch (was mir allerdings auch sehr schwer gefallen ist) und warte jetzt auf eine antwort. ich denke nicht dass ich mit der therapie bis nach dem schuljahresende warten kann da ich diesen druck nicht aushalte. ein schulwechsel wurde mir schon öfter vorgeschlagen,kommt aber nicht wirklich in frage da es dort sicher nicht besser wäre mit meiner angst und meine eltern stimmen nicht zu für 3 monate die schule noch einmal zu wechseln.

    gruß jessy

  4. #4
    Gast784
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    hallo jessy,

    hach, wie sage ich es jetzt nur - tut mir leid, aber wir lesen hier ja relativ oft ähnliche Probleme, und jedes mal krieg ich Bauchschmerzen..

    Warum? Nun, wenn ich mich an meine Schulzeit zurück erinnere, da kannte ich auch niemanden, der bei Referat nicht geschwitzt hätte, ich als introvertierter Mensch war da natürlich keine Ausnahme. Auch hat sich vermutlich die Mehrheit blöd angeguckt und ausgelacht gefühlt bzw hatte Angst davor usw. Also, diese Symptome sind vermutlich so alt wie die Zivilisation, nur, das Wort Sozialphobie gabs halt vor ein paar Jahren noch nicht, d.h. es musste sich eine Vielzahl junger Menschen durch diese Misere beißen. War teilweie heftig, aber es half.

    Therapie ist kein Ersatz für gelebtes Leben, bestenfalls Unterstützung. d.h. sie kann nur was bringen, wenn das Leben weiter gelebt wird. Denn, sry, sooo gravierend ist Dein Fall noch nicht, dass man Dich stationär komplett aus Deinem Umfeld nehmen müsste, oder?

    Wenn Du in mehreren Gebieten Probleme hast, mag Therapie ja ok sein. Dafür muss man aber nicht die Schule unterbrechen.
    Selbstsicherheits- und/oder Rhetoriktraining kannste aber in wesentlich kürzerer Zeit und erfolgreicher mit div. Kursen zumindest ansatzweise erlernen. Es gibt auch tolle Jugendkurse, oder Theaterarbeit ist ein gutes Übungsfeld für den Ausdruck insgesamt. Und da kriegst Du auch Bestätigung, ein sehr gutes Mittel für mehr Lebensmut.

    Wenn Du anfängst, Dich auszuklinken, wird es vermutlich nicht leichter werden, wenn die Zeit um ist. Wenn Du Dich auf Deine "Sozialphobie" konzentrierst, wird die Dich und Dein Leben auch entsprechend prägen, weil Du ihr dann alle Energie gibst.

    Erlaube Dir Fehler zu machen, gestehe Dir die Aufregung zu, pack das alles in einen Sack und nimms Huckepack in Dein Referat. Wenn Du fachlich gut vorbereitet bist, kannst Du das ruhig riskieren. Es wird nur leichter, wenn Du in Übung bleibst, und dazu brauchts halt Hartnäckigkeit. Aber dann wird Dir auch keiner mehr so schnell die Butter vom Brot nehmen in Zukunft. Ist doch viel besser, ansstatt schon als junger Mensch sich aufs "kranksein" zu spezialisieren, oder?
    Geändert von Gast784 (26.04.2010 um 15:39 Uhr)

  5. #5
    Neuling
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    hallo,
    also von krankheiten kann ich euch ein lied singen ich habe nämlich seit freitag eine bronchitis mit fieber und allem..mal ausnahmsweise keine krankheit die von meinem kopf aus geht. glaubt mir wenn mein fall nicht soo schlimm wäre würde ich hier nicht sitzen und schreiben. ich bin auf empfehlung meiner hausärztin zu der therapeutin gegangen weil die nämlich glaubt mein häufiges krank sein kommt vom unterbewusstsein. sie erklärt das so, dass mein körper diese krankheiten "produziert" um solchen paniksituationen aus dem weg zu gehen. und ich habe noch probleme in anderen bereichen aber das soziale ist das größte aller probleme. diese ganze sache hat bei mir sogar schon depressionen ausgelöst..ich kriege regelmäßig heulkrämpfe wenn ich nur an den nächsten tag denke. und das soll nicht so schlimm sein?

    gruß, sweet-dream

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    ich hab nie gesagt, dass es nicht schlimm ist, oder dass es einfach wäre. Nur - Du bist auf dem besten Weg Dich in Deinen Krankheiten häuslich einzurichten, d.h. vor dem Leben zu fliehen. Wenn Du nicht aufpasst, wirst Du immer eine Krankheit haben, die Du vorschieben kannst. Natürlich existiert die dann wirklich. Weil Du ihr mit Deiner Einstellung Tür und Tor geöffnet hast.

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