Hallo,
ich habe mich vor ca. 2,5 Jahren von meiner Frau getrennt. Mein Sohn war damals gerade 4 Jahre alt geworden. Da ich jemand bin, der sehr schwer oder gar nicht allein sein kann, habe ich ziemlich schnell eine neue Partnerin gehabt, mit der ich ein halbes Jahr später zusammengezogen bin.
Mein Sohn ist jedes zweite Wochenende bei uns. Ich versuche, ihn ab und an auch ausser der Reihe zu besuchen, was mir aber rein finanziell und organisatorisch oft nur zwei Mal im Monat gelingt. Wir telefonieren aber jeden zweiten oder dritten Tag miteinander.
Mein Sohn läßt mich ganz deutlich merken, wie sehr er mich vermisst und wie sehr er sich wünscht, dass wir wieder eine Familie sind. Er versucht laufend, mich zu überreden, zu meiner Frau und ihm zu kommen, um mit ihm zu spielen. Wenn ich danach wieder fahre, scheint alles gut zu sein. Er weiß also, daß ich nur zum Spielen komme und dann wieder fahre. Meine Frau und ich haben übrigens ein ziemlich freundschaftliches Verhältnis. Aber eine Versöhnung ist nicht drin.
Tja, und das ist eigentlich mein Problem. Dass er sich die heile Familie wünscht, ist mir klar. Ich bin jedoch gegangen, weil ich es für besser hielt, dass er nicht in täglichem Zank und Streit aufwächst. Naja, der Abstand zu meiner Frau hat zwischen ihr und mir ja den gewünschten Erfolg gebracht
Und dann ist da noch meine Partnerin. Auch geschieden. Wenn mein Sohn bei uns ist, schleicht sie durch die Wohnung und führt ihr eigenes Dasein. Sie sagt, es sei nicht so, aber es macht den Eindruck, als wenn sie uns aus dem Weg geht. Wir führen ansonsten eine tolle, harmonische Beziehung!
Sie sagt, sie habe lange genug eine Familie gehabt und heile Welt gespielt. Es habe nichts mit uns zu tun, aber sie will kein Familienleben. Sie isst nicht mit uns, unternimmt fast nichts mit uns und vermeidet alles, was nach Familienleben riecht. Somit bin ich das ganze Wochenende mit meinem Sohn allein auf Tour. Was er natürlich gut findet und irgendwie auch genießt. Nur ich mache mir Sorgen um seine Entwicklung. Wie soll er später eine Beziehung führen, wenn ich sie ihm nicht vorleben kann und er ein ganz falsches Bild davon bekommt?
Wie kann ich ihm den Alltag erleichtern? Was kann ich machen, wenn er mich so vermisst? Wie kann ich ihm helfen, die Trennung zu verkraften? Denn er leidet am meisten darunter. Kann ich ihm trotzdem das Gefühl einer intakten "Beziehung" zwischen meiner Frau und mir vermitteln, auch wenn wir 30 km voneinander entfernt leben?
Ich weiß nicht, was wir tun können, um ihm die Trennung zu erleichtern...


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