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Thema: wie kann ich meinem Mann helfen wegen seinem Agressiven Verhalten

  1. #1
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    Standard wie kann ich meinem Mann helfen wegen seinem Agressiven Verhalten

    Hallo zusammen,

    hatte eben schon einmal einen schönen langen Text getippt und dann war er weg :-(Also fang ich jetzt nochmal an. Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren zusammen und haben einen 2,5 jährigen Sohn. Mein Mann zeigt seit 3 Jahren ein sehr auffälliges Verhalten auf; er ist motziger, seine Geduld ist sehr sehr weniger geworden, er ist auch agressiver geworden. Ich hoffe, dass ich hier eine Antwort darauf bekomme ob ich es überdrammatisiere oder doch ein Grund vorliegt etwas zu tun. Mein Mann war bis April 2009 vier Monate im Auslandseinsatz von der Bundeswehr aus. Als er wieder Zuhause war konnte er am Anfang nich wohin gehen wo viele Menschen waren. Es hat damit angefangen, dass seine Gedut noch weniger geworden ist und er schneller an der Decke war wie vorher. Auch einem befreundeten Pärchen ist dieses aufgefallen. Natürlich verändern sich Menschen im Laufe der Jahre und durch ein kleines Kind wird man auch oft an seine Grenzen gebracht aber was ist wenn Grenzen überschritten werden bzw. wann zählt es dazu wann diese überschritten wurden. Phasenweise ist es besser oder weg und zur Zeit ist es wieder da. Was ich sagen muss, dass dieses Agressive Verhalten seit Sommer August 2010 da ist. Wenn wir uns streiten fängt er plötzlich an gegen etwas zu schlagen, zu treten oder es fliegt irgendwas durch die Gegend. Auch wenn er etwas macht und es funktioniert nicht gleich kann es sein, dass dieses vor Wut beschädigt wird. Zudem seine motzige und seit neuestem bestimmende Art fällt mir auch auf. Er redet manchmal mit mir in einer Art und weise die schon etwas beleidigend ist.

    Seit Janur 2010 hat er eine neue Stelle im Zivilleben das erste halbe Jahr war durch die lernerei sehr anstrengend. Dann musste er sich erst an die Verantwortung und die Kopfarbeit und Schichtarbeit gewöhnen. Des weiteren ist ein kleines Kind auch nicht so einfach aber ich denke andere müssen da auch durch und man bekommt da so viel schönes wieder das hebt das andere auf.

    Weiter kommt hinzu, dass seine Mutter etwas komisch ist. Sie ist Depresiv. Verlangt vieles. Vor 3 Monaten meinte sie, weil ich versehentlich eine falsche Geburtstagskarte für sie gekauft habe (diese war eine Scherzkarte), dass sie sich deswegen umbringen wollte. Auch während unserer Hochzeit und wegen unsrem Kind hat sie sich immer rechtens verhaltens. Grausam, Egoistisch trifft es schon ganz gut. Er kennt auch eine Spaßgrenze nicht mehr (dass hat mir auch sein Freund bestätigt) auch wenn diese weg sind will er wohl mit jedem und allem ärger anfangen. Ob er an der roten Ampel steht oder sonst etwas alles bringt ihn soooo in Rage

    Was ich seit einiger Zeit auch merke, dass er beim Sex bestimmender ist und ich ihn hier und da dann doch bremsen muss gewisse Grenzen dann doch etwas zurück zu fahren. Auch was mich betrifft komme ich mir vor wie eine Frau vor 50Jahren seit kurzer Zeit. Ich gehe im Gegensatz zu ihm nicht oft weg, wenn aber muss ich für alles rede und Antwort stehen. Und ansonsten sollte alles aufgeräumt vorbereitet ect. sein soll bis er nach hause kommt. So kenne ich ihn gar nicht. Ich dachte schon, dass diese Einstellung plötzlich von einem Einfluss eines Freundes kommt oder auch von seiner Mutter die ja meint jede Ehefrau ist eh *******e sowie meine Schwägerin. Da werden von ihr solche Sachen gesagt wie sein Brude ist kein Mann mehr, weil er sich von seiner auf der Nase rumtanzen lässt ect.

    Oft halte ich mich schon zurück, dass es nicht weitergeht aber so bin ich eigentlich gar nicht. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich das so nicht möchte er versucht sich dann auch zurück zu halten aber das klappt nicht immer. Ausschlaggebend war der letzte Samstag wir haben meinen Geburtstag gefeiert. Mein Mann ich und sein Kumpel waren am gehen. Mein Mann war sehr angenervt weil wir erst morgen früh alles aufräumen wollten. Irgendwann bin ich zu ihm, dass ich heim möchte einfach schlafen ect. (es war schon Uhr) weil ich dieses etwas lauter sagte tikte er aus und meinte ich solle nicht so mit ihm reden, wenn sein Freund dabei ist. Wie redet er mit mir auch wenn niemand dabei ist.

    Ende des Liedes war dass er alles auseinander genommen hat. Er hat irgendwo dagegen geschlagen er hat gebrüllt, sachen gesagt, vieles war kaputt. Er war auch nicht mehr zu beruhigen nicht einmal sein bester Freund konnte ihn beruhigen. Er hat auch ihn beleidigt. Sein Freund meinte wie er mit seiner Frau redet. Es war der absulute Hammer. Ich habe mich dann zurück gehalten weil ich nicht wusste was passiert ich war so geschockt ich hatte Angst.

    Ich möchte so nicht leben wohin soll das führen. Es war ihm im Nachhinein sehr peinlich und er hat sich entschuldigt. Das ich und er kleine das wichtigste sind. Es wird schlimmer zur Zeit statt besser. Ich meinte gestern und heute ob er nicht wohin gehen möchte um etwas dagegen zu tun er meinte das wäre nicht nötig und warum ich Angst hätte er würde mir nie etwas tun. Ich war gestern nicht einmal sauer richtig weil ich glaube ich so geschockt war. Nur heute erst weil er es so runterspielt.

    Ob mit oder ohne Alkohol das Problem und die Agression ist da. Sei einiger Zeit immer öfter. Die Geduld gegenüber dem kleinen ist auch nicht mehr so groß. Ich möchte ihn nicht als Tier hier hin stellen,dass ist er nicht. Ich habe ihn als einen sehr liebevollen, rücksichtsvollen, lustigen, hilfsbereiten Menschen kennen gelernt. Aber das am Wochende. Auch sein Freund meinte, da wäre irgendwas was aufzuarbeiten wäre. Ob es der Auslandseinsatz, seine Mutter/Kindheit, seine Arbeit der alltägliche Streß ist oder einfach alles zusammen keine Ahnung mit mir redet er nicht. Ich habe von seinem Freund vorgestern Sachen erfahren, die er im Einsatz erfahren hat von denen ich nichts wusste, dass ich nicht weis was ich davon halten soll.

    Seine neueste Idee ist nichts mehr zu trinken er möchte nicht so werden wie sein Vater alles schön und gut ist aber glaube nicht die Lösung des Problems.

    Ich weiss nicht ob ich das lange so durchhalte. Mein Sohn ist mir am wichtigsten. Mein Onkel hat Krebs und ich weiss erst seit dem 22.12 dass meine Mutter sehr krank ist. Wie soll ich das noch machen. Auch seitdem ich seit Novemer Teilzeit arbeiten gehe ist alles etwas enger von der Zeit her.

    Was kann ich hier tun besteht hier Handlungsbedarf oder fällt das unter diverse Lebensabschnitte, die einfach sch... sind. Aber dafür geht es schon zu lange. Und weiterhin alles schön reden geht auch nicht. Denn er versteht nicht, dass ich mich hier und da zurück ziehe.

    Danke für eure Antworten. Ich hoffe es ist nicht zu wirr warr geschrieben aber ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. LG

  2. #2
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    Hört sich nicht so gut an. Ich denke da besteht in Deinem Interesse Handlungsbedarf.

    Geht drauf ein, Du und der Freund, laßt es nicht auf sich beruhen, sag ihm wie Du Dich fühlst dabei und welche Angst Du hast. Weise die Entschuldigungen zurück, eine Entschuldigung macht auch nichts gut, was nützt Dir wenn er beim nächsten Mal wieder so ist. Bring ihn zum Reden, was los ist. Laß es auch nicht auf Dich abschieben oder angebliche Fehler von Dir, mach ihm klar daß es nicht ok ist und setze Grenzen auch wenn Du Angst hast. Wenn er auf Deine Fehler kommt könntest Du sagen, lenk nicht ab, das hat nichts mit mir zu tun, über meine Fehler können wir beim nächsten Gespräch reden. So artähnlich. Sei lieb zu ihm aber sei auch energisch daß manches so einfach nicht geht, und bleib in diesem Urteil beständig und verteidige das auch gegen seine Wut und Anschuldigungen. Nicht einbrechen.

    Wichtig wäre auch, daß Du Dir eventueller eigener Fehler auch bewußt bist. Gibt es vielleicht Dinge mit denen Du wirklich reizt, wirklich nervst. Die müsstest Du, so vorhanden wissen, um standhalten zu können, wenn er ausrastet und vielleicht alles auf Dich schieben will. Weil dann würde man sagen, ja, ok meine Fehler hab ich, aber das ist trotzdem kein Grund. Es ist nicht gesagt aber es ist eine Überlegung wert. Da können einen Freunde auch spiegeln.

    Im Grunde alles sehr hypothetisch, spontane Gedanken, Du wirst ja sehen in welche Richtung es geht. Drauf ansprechen, nicht auf sich beruhen lassen.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    Thessa (25.01.2012)

  4. #3
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    Danke für deine Antwort.

    Ja klar habe ich meine Fehler, wer hat die nicht. Kritik ist für mich schwer anzunehmen ich sag zu vielem erst mal nein, was aber nicht heisst dass ich, wenn ich darüber in Ruhe nachgedacht habe, manches was man mir gesagt hat versucht direkt umzusetzen. Ich habe ihn gefragt ob ihm sonst etwas in unserer Ehe, Familienleben stört... er sagte damit hat das nichts zu tun. Alle anderen Steitigkeiten sind wie räume ich Schublaben ein oder den Kleiderschrank :-)

    Ein großer Punkt ist auch, dass ich seine Mutter so kritisiere, weil sie mir manches mal doch sehr zusetzt man könnte sagen Schwiegermutter halt aber das ist oft etwas mehr (vielleicht auch aufgrund Ihrer Krankheit) aber auch aussenstehende sagen, dass ist nicht immer so in Ordnung was sie da macht. Ich habe eine Zeit lang darauf gewartet, dass er da einschreitet aber das war auch nicht so. Nicht nur was sie mit den Schwiegertöchtern auch mit ihren Söhnen macht. Ihr Arzt sagt sie wäre nicht Therapiebar.

    Ich krieg ihn nicht so richtig aus der Reserve. Was kann ich tun, ich kann ihn ja auch nicht irgendwo anmelden (und wenn doch dann wo)und einfach mit ihm da hin gehen, wenn er dazu keinen Handlungsbedarf sieht. Ich kann ja nicht einmal sagen weswegen dass jetzt so ist. Wegen der Vergangenheit, wegen dem Einsatz, wegen dem Stress oder wegen mir. Aber muss es irgendwann soweit kommen, dass es gar nicht mehr geht.

    LG

  5. #4
    Roman Verfasser
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    Ok das ist ja gut daß Du Deine Dinge siehst, das vereinfacht es. Irgendwo anmelden geht nicht, alle Hilfsangebote helfen nur wenn derjenige selbst will und ein Einsehen hat.

    Für mich klingt es so, als ob da Arbeitsprobleme sind, und er deswegen die Dinge, die er sonst an Dir toleriert hat, eben nicht mehr tolerieren kann. Oder vielleicht Harmlosigkeiten auch falsch versteht. Oder erwartet mehr Zuwendung, erwartet stillschweigend irgendwas und wird sauer weil es es nicht bekommt und rastet dann aus wie ein kleines Kind. Ich kenn das von meinem Vater früher. Also, ist gut, eine tolle Person, hält viel aus und gibt und leistet eine Menge, aber hat an bestimmten Stellen ganz bestimmte Erwartungen wie die Leute zu spuren haben und wenn das nicht so kommt gibts einen Wutausbruch, dort reißt dann die Fassung. Das heißt der Auslöser wärst wirklich nicht Du an der Stelle (oder nur zu ganz geringen Anteilen oder nur manchmal), er wäre natürlich selbst verantwortlich. Klar passiert sowas vielleicht auch in Arbeitsstress, aber das muß man unterscheiden, in den Auslöser, der in der Person liegt und dem äußeren Stresssteigerer z.B. auf Arbeit. Würde erklären warum er auf keine Ursache kommt und sich entschuldigt. In dem Fall ist es um so besser je freundlicher man bleiben kann, aber gleichzeitig muß man auch direkt sagen das das so nicht geht. Und wenn Du Einsehen und Einlenken von ihm willst, dann wäre es vielleicht ein Weg, selbst Einsehen zu zeigen also Vorzuleben und an den Stellen wo Du das siehst Deine Fehler auch zuzugestehen. Das würde den Freiraum demonstrieren, den er dann auch hat.
    Aber vielleicht ist es auch etwas ganz anderes was mit euch nichts zu tun hat, wer weiß.

    LG

  6. #5
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    Guten Morgen Luca,
    wenn sich dein Mann nach dem Auslands- Bundeswehreinsatz so verändert hat, stelllt sich mir die Frage, ob er dort evtl. etwas Schlimmes erlebt haben könnte? Wo war er denn? Und wird oder wurde er durch den psychologischen Dienst der Bundeswehr betreut? Die haben übrigens auch Beratung für Angehörige!

    Es muss ja einen Grund haben, warum er sich so verändert hat. An dieser Stelle würde ich mir deshalb zunächst Hilfe holen bei der Bundeswehr, Vielleicht lernst du auch andere Frauen von Soldaten kennen und kannst dich etwas austauschen?

  7. #6
    Neuling
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    Guten morgen! Er war in Afgahnistan und ist dort LKW gefahren und war viel außerhalb des Lagers unterwegs. Nein er wurde, wird nicht betreut. Er hat von dieser zeit mir nicht soviel erzählt. Seit Samstag weiß ich von seinem Freund, der bei dem megaausraster dabei war einiges war nicht sehr schön!

    Seitdem ist aufjedenfall die Veränderung da, die Stressbariere sowie die Grenze von einfach mal genervt bis zu Agressiv ist schneller! Doch es findet seinen Höhepunkt in der letzten Zeit.

    Erwin hat hierzu auch recht mit der Arbeit, dann noch der Druck seiner Mutter auch hier gibt es viele unausgesprochene Dinge. Aber er traut sich nichts zu sagen, weil er Angst hat sie tut sich was.

    Das eine war der Auslöser und hängt noch nach und die anderen Sachen des Lebens kommen dazu können wohl phasenweise nicht mehr so abgearbeitet werden wie vorher.

  8. #7
    Roman Verfasser
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    Vielleicht hilft Dir die Vietnam-Veteranenliteratur weiter. Dort sind viele Berichte über Leute die nach dem Krieg im Alltagsleben oder mit den Familien Probleme haben.

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