Hallo und danke erstmal für die vielen Antworten![]()
Nun ja, wenn man annimmt, dass man im "Idealfall" um sich selbst kreist, für sich selbst der wichtigste Punkt im eigenen Leben ist, dann mache ich eben einen anderen Menschen zu diesem Punkt, meinen Freund.mich würde interssieren wie sich das denn äußert dass sich dein leben immer um jemand anderes dreht...
Jain. Meine Gedanken sind permanent bei dieser Person, ja. Und ich möchte sie am liebsten 24/7 um mich haben. Und ihr das Wichtigste der Welt sein und jeden Wunsch von den Augen abgelesen bekommen. Das klappt aber natürlich nicht so wie ichs mir vorstelle und ich werd durchaus oft biestig, zickig und unfair, wenn diese Person nicht meinen Vorstellungen entsprechend handelt. Von der besten Seite zeige ich mich also ganz sicher nicht immer, im Gegenteil. Dazu hab ich aber noch ne andere Vermutung, in meinem anderen Thread hier im Forum.Wenn dieser jemand in der Nähe ist, versucht man alles, um ihm/ihr zu gefallen und sich von der besten Seite darzustellen. Dazu gehört leider auch, sich zu verbiegen und sich selbst nicht treu zu bleiben. Ist die Person nicht da, kreisen die ganzen Gedanken um sie und wenn sie sich z.B. nicht angemessen meldet, malt man sich aus, dass die Person einen ja gar nicht mag... Das beherrscht dann leider die gesamte Gedankenwelt.
Irgendwo ist auch das aber eine Form der Selbstaufgabe, weil ich weiß, dass ich eigentlich gar nicht so bin, wie ich mich immer verhalte. Und wenige Momente später tuts mir dann auch Leid, dass ich wieder so blöd war, aber davon kann sich mein Freund dann ja auch nix kaufen.
Das war nicht immer so. Ich hab ne zeitlang "um mich gekreist". Also, ich hab nie sonderlich viel von mir gehalten, aber der Gedanke weniger wert und schlechter als andere und austauschbar zu sein, der war nie so permanent präsent wie die letzten 2-3 Jahre. Und ich hab mich nie von jemand anderem abhängig gemacht, brauchte keine Person um die ich kreisen konnte.
Das fing vor 2 Jahren an, als ich von zu Hause ausgezogen bin und in der neuen Wohnung allein war.
Dann hab ich meinen ersten Freund kennengelernt und da fing es alles an. Ich hab Hobbies und alte Freunde vernachlässigt, für mich war nur mein Freund noch wichtig.
Mit dem war dann 8 Monate später Schluss, weil er gekifft hat und das für mich nicht machbar war. Ich hab gesehn, wie er sich damit schadet und er nicht, mit ansehen konnte ichs nicht, also bin ich gegangen.
Und mit meinem jetzigen Freund ist es wieder so. Ich kreise um ihn, auch weil ich sonst keine Freunde mehr habe und in dem Ort in dem ich jetzt bin auch nur noch ein paar Monate bleiben werde. Er nimmt keine Drogen, ist ganz anders als mein Exfreund und in dieser Beziehung hab ich auch eingesehen, dass ich klammere und ihn einenge und dass ich mir endlich ein eigenes Leben aufbauen muss, wenn ich ihn nicht mit meinen verzweifelten Versuchen ihn "festzuhalten" erst recht verjagen will.
Im Moment mache ich eine Psychotherapie und wir fangen gerade damit an, unter Hypnose mein Selbstbild zu verändern. Also im Bewusstsein weiß ich, dass ich nicht so schlecht bin, wie ich unterbewusst überzeugt bin. Ich habe sogar den Eindruck, dass das funktioniert, dass mir das hilft.


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