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Thema: WIE lerne ich denn mich selbst anzunehmen und zu mögen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard WIE lerne ich denn mich selbst anzunehmen und zu mögen?

    Hallo!
    Immer wieder bekomme ich Dinge gesagt wie
    "Erstmal musst du dich selbst lieben lernen."
    "Sei doch einfach dein eigener Lebeninhalt und Mittelpunkt, statt immer andere Menschen zu deinem Lebensinhalt zu machen!"
    "Wenn du dich selbst nicht annehmen und mögen kannst, wie soll das dann ein anderer tun?"
    Alles in meinen Augen durchaus einleuchtend. Und logisch. Aber irgendwie... Steh ich vor solchen Aussagen und weiß nichts damit anzufangen. Wie mache ich das denn? Für andere Menschen scheint es normal zu sein, mit dich zufrieden zu sein und sich selbst wichtig zu sein. Für mich nicht, das weiß ich auch.
    Aber wie ändere ich das denn? Wie lerne ich es, mich zu mögen, mich selbst zu lieben. Wie nehme ich mich an, wenn in meinem Kopf immer ein Widerstand, ein kleines "Nein!" ist, sobald ich etwas Positives über mich denke? Wie mache ich es, dass mir meine eigene Gesellschaft reicht und ich nicht immer jemanden brauche um den ich mein Leben kreisen lassen kann? Wie werde ich selbst für mich wichtiger und bedeutender?

    LG
    GreenDream

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei xXGreenDreamXx für den sinnvollen Beitrag:

    lafee (01.01.2012)

  3. #2
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    hallo,

    mich würde interssieren wie sich das denn äußert dass sich dein leben immer um jemand anderes dreht...

    und als kleinen tipp, wie du dich selbst lernst zu akzeptieren:
    versuche doch mal deinen charakter selbst zu beschreiben und dich dann selbst neu kennenzulernen.
    mehr rat weis ich leider auch nicht denn die standartsprüche, wenn wir mal ehrlich sind laufen doch immer darauf hinaus dass es ein langer prozess ist in dem man für sich SELBST herausfindet wie man das lernt. also muss man sich vielleicht nur selbst einen roten faden oder ähnliches machen auf den man vertrauen kann und den man nur selbst versteht...??
    kompliziertes thema, mit dem wohl viele zu kämpfen haben und es wohl nicht DIE lösung gibt...
    lg free

  4. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von free 93 Beitrag anzeigen
    mich würde interssieren wie sich das denn äußert dass sich dein leben immer um jemand anderes dreht...
    War zwar nicht an mich gerichtet, aber ich kenn das auch zu gut:
    Wenn dieser jemand in der Nähe ist, versucht man alles, um ihm/ihr zu gefallen und sich von der besten Seite darzustellen. Dazu gehört leider auch, sich zu verbiegen und sich selbst nicht treu zu bleiben. Ist die Person nicht da, kreisen die ganzen Gedanken um sie und wenn sie sich z.B. nicht angemessen meldet, malt man sich aus, dass die Person einen ja gar nicht mag... Das beherrscht dann leider die gesamte Gedankenwelt.

    Fragst du, weil du das selbst nicht kennst?

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei beatsteakz für den sinnvollen Beitrag:

    mops (01.02.2012)

  6. #4
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    ich frage es weil es eben 2 möglichkeiten gibt, eine in der man man selbst bleibt und eine in der man sich verbiegt...
    ich kenne es, aber ich wehre mich immer schon vorher dagegen weil ich persönlich sehr dazu neige und ich deswegen schon verletzt wurde...

    man muss aufpassen bei solchen geschichten da man sich sehr leicht angreifbar macht, man sollte immer den selbstrespekt bewahren!! aber an sich ist es eig nicht sh´chlecht wenn einem eine person wichtig ist...

  7. #5
    Neuling
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    klar, wenn man eine person einfach nur liebt, ist es ja nicht schlimm, wenn sie einem wichtig ist. was schlimm ist, und wahrscheinlich auch gemeint ist, ist in eine abhängigkeit zu verfallen und das ist leider oft der fall bei einem schlechten selbstwert

  8. #6
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    Vielleicht wäre der erste Schritt da auch "nur", sich selbst so annehmen zu lernen, wie man im Augenblick noch ist.
    Ohne dabei das, was man da alles zu sehen bekommen könnte, von vornherein auch gleich zu werten.

    Dass das sehr schwer ist, weiß ich: es ist die größte Hürde, die es zu überwinden gilt, weil es erst einmal weh tut.
    Ich konfrontiere mich dabei auch mit all meinen Ängsten und Erwartungen an mich selbst. Mit all dem, das ich mir gerne selbst als Makel vorhalte.

    Andererseits: jeder Mensch hat seine hellen als auch dunklen Seiten. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.
    Was davon jetzt was ist, liegt aber auch im Auge des Betrachters: die Schwächen, die der eine in mir zu sehen glaubt, sind für einen anderen vielleicht meine Stärken
    Es sind eben nur "Werturteile", die von außen kommen: wie sie ausfallen liegt mehr in den Motiven und Interessen desjenigen begründet, der sie zum Ausdruck bringt, als in dem, was ich wirklich bin (und schon gar nicht in dem, was mich in der Summe ausmacht - sie decken immer nur Teile von mir ab, mehr oder weniger willkürlich).

    Sowas übernimmt man sehr schnell mal, hält sie für die eigenen Maßstäbe, an denen man sich selbst zu messen hat.
    Diese Maßstäbe: sie wechseln wie die Menschen, die sie mir anlegen.
    Woran sollte ich mich da denn auf Dauer orientieren können? Heute muss ich so sein, morgen anders? Was heute Anerkennung findet, führt morgen dann zur Ablehnung?
    Da kann sich ja nichts Stabiles entwickeln
    Vor allem: nichts Eigenes - und darum geht es ja letztendlich. In sich selbst ruhen können, auch wenn nicht alles so "perfekt" ist

    Es gibt auch in mir genügend Punkte, mit denen ich nicht zufrieden bin, von denen ich mir wünschen würde, dass ich sie ändern könnte.
    Und dennoch bin ich erst einmal so, wie ich bin - ich bin meine eigene Ausgangsbasis, bei der ich dann selbst entscheiden kann, wo ich was in welche Richtung "drehen" könnte. (Die Erwartungen/Forderungen anderer sind da nicht so ganz relevant: letztendlich muss ich mich ja in meiner eigenen Haut wohlfühlen können - die Anderen müssen ja nicht jeden Tag in ihr leben )

    Wenn ich aber etwas ändern will: muss ich dann nicht auch erst einmal sehen können, was da genau vorliegt, wie es jetzt aussieht? Nur dann kann ich mir doch auch erst Gedanken darüber machen, ob ich daran wirklich etwas ändern müsste oder, falls ja, was da sinnvoll und machbar wäre.
    Es dabei zu werten: verstellt das nicht den Blick? Sehe ich die Dinge dann wirklich noch neutral und objektiv genug, um sie auch erkennen zu können?
    Eher nicht

    Es geht auch darum, sich auf das eigene Fühlen wieder einlassen zu können: unvoreingenommen und unzensiert.
    Dieses zeigt uns nämlich oft auch an, wo unsere eigentlichen Bedürfnisse liegen und wie man ihnen näher kommen kann.
    Ich werde mich nie in meiner Haut gut fühlen können, wenn ich mich in eine Richtung orientiere, die meinen Bedürfnissen zuwider läuft. Dies steigerte nur die Unzufriedenheit und den Frust - und es untergräbt das eigene Selbstwertgefühl ...

    Selbstwert ...
    Jeder Mensch hat einen "Wert": jeder Mensch ist wertvoll - von Hause aus und ohne dass dies an irgendeine Vorbedingung geknüpft wäre.
    Sogar der größte "Depp" hat diesen Wert, der ihm nicht genommen werden kann - es sei denn, er lässt es zu, weil er ihn sich nicht selbst zugestehen kann.

    Horch mal in Dich rein und versuche dem nachzuspüren, wie es sich in Dir anfühlt, wenn Du Dir diese Fragen stellst.
    Wo kommt dieses ungute Gefühl her; was löst es aus und wie macht es sich bemerkbar?
    Vielleicht kommst Du so dann auch den Punkten näher, die Dich jetzt noch daran hindern, Dich selbst annehmen zu können


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    mops (01.02.2012)

  10. #7
    Neuling
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    Hallo xXGreenDreamXx,

    du schreibst mir aus der Seele...

    Bin jetzt auch schon seit mehreren Jahren auf der Suche nach mir selbst, aber muss mir eingestehen dass es anstatt besser immer nur schlimmer wird.

    Ich kann mich einfach nicht annehmen... Und ich beneide jeden der es kann. Und ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch der das nie durchlebt hat, keine Ahnung davon hat, wie es sich anfühlt, sich selbst nicht zu mögen.

    Werde jeden Tag damit konfrontiert, wenn ich meine Schwester sehe, sie hat ein von Haus aus gesundes Selbstvertrauen und sie versteht rein nichts davon was in mir vorgeht... Sprüche wie "Ich fühle mich auch manchmal hässlich." zeigen mir dass sie nicht weiß wie es ist. Und ich beneide sie dafür... beneide jeden dafür der sich selbst annehmen kann oder besser nie ablehnen musste.

    Ich hab leider keine Lösung. Wenn du eine gefunden hast, wäre ich sehr dankbar dafür... Grüße, DiniBini

  11. #8
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    Hallo DiniBini,

    verstehe jetzt das, was ich schreiben werde, bitte nicht falsch: es ist mit Sicherheit nicht als "Angriff" gedacht, okay?!!

    Dein Post: zeigt er nicht vielleicht auch genau eines dieser sich im Laufe der Zeit (der Suche) immer tiefer einfressenden Muster, die Dich von dem abhalten, was Du erreichen willst?

    Ich würde nie behaupten wollen, dass das, was ich in meinem ersten Post geschrieben habe, sowas wie eine "Lösung" wäre.
    Es ist aber ein Ansatz, ein möglicher Weg, der nicht nur mich aus einer vergleichbaren Falle herausgeführt hat, sondern auch schon von sehr vielen so oder so ähnlich angegangen wurde, die ich kennengelernt habe.

    Was mich jetzt etwas verwundert ist, dass Du darauf mit keinem Wort eingegangen bist - und wäre es nur darum gegangen zu schreiben, warum dies nichts für Dich ist ... immerhin geht es Dir ja "genau so" wie dem User, dem ich hierzu geantwortet habe ...

    Ich hab leider keine Lösung. Wenn du eine gefunden hast, wäre ich sehr dankbar dafür
    Das ist, wenn ich es überspitzt formulieren darf, eine Solidarisierung im Sumpf
    Der eine, der keinen Ausweg kennt, wartet darauf, dass ein anderer, der ebenso wenig weiß, wo es langgehen könnte, plötzlich die Erleuchtung bekommt - um die dann übernehmen zu können.
    Was, wenn xXGreenDreamXx jetzt ebenso darauf warten würde, dass entweder Du oder ein weiterer (wartender) Leidensgenosse über die Lösung stolpert?
    Letztendlich würde jeder auf jeden warten - und damit im Endeffekt jeder endlos ...
    (Gut: ist nicht so einsam, wenn man weiß, dass andere im gleichen Sumpf feststecken - aber hilft das wirklich? Man bleibt ja weiter drin ... )

    Diese "Solidarität": es ist gut und wichtig zu spüren zu bekommen, dass man nicht der einzige auf der weiten Welt ist, der sich mit sowas rumplagt.
    An diesem Punkt hört es dann aber auch auf - sonst hält man sich gegenseitig nur darin fest.
    Ziel ist es ja, selbst da herauszufinden, oder?!

    Jeder braucht einen eigenen Weg, eine eigene "Lösung", mit der er seine Probleme bewältigen kann, weil jeder Mensch verschieden ist.
    Daher sollte sich auch jeder selbst um seinen ganz individuellen Weg bemühen: nur der passt dann auch wirklich.

    Darauf zu warten, dass ein anderer einen solchen gefunden hat und ihn dann zur Verfügung stellt: das ist eher ein Warten auf Erlösung (von außen) als ein es selbst auflösen. Damit wird man doch immer auf das Wohlollen anderer angewiesen sein.
    Kann eine solche Lösung denn dann auch stabil genug sein, auf Dauer zu funktionieren?

    Warum Dich nicht auch mal nach Leuten umsehen, die aus solch einer Lage bereits herausgekommen sind? Die kennen zumindest mal einen Ansatz - immer noch mehr als all diejenigen vorweisen können, die noch am Schwimmen sind

    Und ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch der das nie durchlebt hat, keine Ahnung davon hat, wie es sich anfühlt, sich selbst nicht zu mögen.
    Dies stimmt insofern, als dass es kaum möglich ist für jemanden, der mit dieser Thematik noch nie (egal in welcher Form) in Berührung gekommen ist, sich dieses auch wirklich vorszustellen.
    Das trifft aber auf so gut wie alles zu, was sich im Bereich des Fühlens abspielen kann

    Würde es nicht auch reichen, wenn es jemand wäre, der ein gutes Stück weit eine solche oder eben, in den dahinter steckenden Prozessen, vergleichbare Situation kennengelernt hat?
    Muss es wirklich jemand sein, der exakt und bis ins letzte Detail alles genau so fühlt, wie Du es gerade fühlst - und noch dazu am gleichen Punkt wie Du festhängt?

    Dass Deine Schwester kein Verständnis für Deine Gefühle hat: mag ja zutreffen. Ist auch absolut frustrierend. Gibt es aber wirklich keinen Mittelweg zwischen diesen beiden Extremen: deckungsgleich oder völlig unterschiedlich?

    Bin jetzt auch schon seit mehreren Jahren auf der Suche nach mir selbst, aber muss mir eingestehen dass es anstatt besser immer nur schlimmer wird.
    Manchmal kann es helfen, wenn man dann mal eine andere Suchstrategie einschlägt - kann ja nichts passieren: da die alte eh zu keinem Ergebnis geführt hat

    Wie suchst Du? Worauf schaust Du dabei? Was erhoffst Du Dir zu finden, wie sollte das aussehen oder sich anfühlen?
    Suchst Du alleine oder hast Du dabei Hilfe? Wenn ja: wer hilft Dir dabei?
    Was muss jemand mitbringen, von dem Du Hilfe annehmen könntest?

    Welches Ziel hast Du bei Deiner Suche vor Augen?


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Sonnenkraut (02.01.2012)

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