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Thema: Wie mit der Vergangenheit abschließen ?

  1. #1
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    Standard Wie mit der Vergangenheit abschließen ?

    Ich wusste immer dass ich mich auf mein Vater nicht verlassen kann. Denn er war ein Alkoholiker.
    Die einzige Person in meinem Leben auf die ich mich verlassen konnte war meine Mutter. Sie war immer für mich da.
    Mein Vater trank und trank und ich frage mich heute, warum meine Mutter nie was unternommen hatte. Ich verstehe auch ihre Angst, das sie mich damals allein hätte erziehen müssen.
    So bin ich aufgewachsen. Ich habe das alles nicht so schlimm genommen, denn ich wusste ich hab meine Mutter egal was passiert.
    Als ich 14 wurde hat sie sich verändert. Sie fing an zu arbeiten und auch zu trinken und mit Drogen zu tun zu haben. Sie war auch selten zu Hause und somit war ich allein mit dem Alkoholiker. Dann hat sie mich in manchen Momenten so behandelt wie mein Vater mich früher : sie hat mit mir anders geredet (beleidigt) und sich auch anders verhalten und ich hatte das Gefühl sie interessiert sich nicht für mich.
    Sie weiß doch genau wie mein Vater war , dann macht sie das gleiche wie er.
    Nun stand ich da ohne eine Person zu haben auf die ich mich verlassen konnte. Mit meinem Vater habe ich nichts zu tun, er ist mir auch egal. Ich hatte nie eine richtige Beziehung zu ihm.
    Aber meine Mutter hat mich enttäuscht. Dann sind wir ausgezogen (meine Mutter und ich) und dann ist auch gleich ihr neuer Freund eingezogen. Ich rede kaum mit ihm. Er interessiert mich auch nicht.
    Mich nervt das immer. Alle wunder sich das ich kein Respekt vor meiner Mutter habe. Meine Oma sagt immer nimm euren Streit mit „Humor“. Anscheinend weiß sie nicht wie es ist. Das nervt mich auch.
    Ich habe nun mal kein Respekt mehr vor meiner Mutter und ich verachte sie auch ein bisschen . Wenn ich das meiner Mutter sage nimmt sie es einfach locker und sagt :„Was soll ich dazu noch sagen ?“
    Ich hab ihr letztens gesagt:“ Du bist schlimmer als mein Vater.“ Dann war sie beleidigt oder was weis ich. Sie hat kein Grund beleidigt zu sein ich bin der der für immer sauer sein sollte.
    Irgendwie kann ich das nicht hinter mir lassen. Ich will es aber es geht nicht. Ich denke es ist der einzige Weg wenn ich ausziehe, was aber finanziell nicht klappt.
    Ich hab jetzt keine großen psychischen Probleme, aber trotzdem macht mich dieses Ereignis wütend und deswegen schrei ich meine Mutter auch ab und zu ohne Grund an, wegen der Wut.

    Z.b: Wenn sie 2 Wochen weg ist, dann rufe ich sie kein einziges Mal an. Ich meine für was ? Zu Hause rede ich auch kaum mit ihr. Ich vermisse sie auch nicht in der Zeit. Dann kommt sie nach Hause und ist beleidigt warum ich mich nicht bei ihr gemeldet habe.

    Ich habe das Gefühl sie sieht das ganze aus einer ganz anderen Sichtweise als ich.Als ob nichts wäre.


    Wie kann man damit abschließen ? Ich meine was war, das war nun mal. Aber es ist irgendwie nicht so leicht das hinter mir zu lassen. Ich hab das immer im Hinterkopf wenn ich mit ihr rede.
    Bin ich zu nachtragend ?

  2. #2
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    Standard

    Mit der Vergangenheit abschließen? Wenn das so einfach wäre...

    Ich vermute mal, du bist männlich und so um die 20 also gerade mal erwachsen.

    Ein Mensch braucht Vater und Mutter. Haben sie ihren Job gut gemacht, dann hast du eine stabile Persönlichkeit und du wirst die Eltern ab einem gewissen Alter nicht mehr brauchen - aber mögen. Gab es da Defizite, so mußt du Wege finden Ersatz zu finden, Frustrationen zu verarbeiten etc.

    Gerade für einen Mann ist das Verhältnis zum Vater sehr wichtig - ob du magst oder nicht.

    Hattest du Ersatzväter (Opa, Onkel, Väter von Freunden, Lehrer)?

    Auf cool zu machen und zu motzen wird dir nicht helfen. Schon mal an Therapie gedacht?

    LG Dieter

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