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Thema: Wie mit jemanden umgehen, der Depressionen hat?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wie mit jemanden umgehen, der Depressionen hat?

    hallo ihr lieben,

    ich habe mitlerweile-leider-schon einige freunde die an depressionen leiden. damit komme ich auch schon zu punkt: wenn sie mir dann zum beispiel wieder einmal erklären, sie bekommen ihr leben nicht auf die reihe oder verfallen, mal wieder, in ihren alten trott und so weiter... . ich gebe ihnen dann mut und versuche ihnen zu erklären, das sie nicht aufgeben dürfen und sich ihr leben durch nichts und niemenden-auch nicht durch sich selbst-zerstören lassen dürfen.

    meine frage dazu ist, ist es besser immer vollstest verständniss dafür zu haben und immer nur zu nicken oder auch mal "knall hart" sagen: "ey so gehst nicht weiter" ?
    ich meine, freunden ohne depressionen sage ich oft in einem ernsteren ton, dass sie so nicht weiter machen können und oft fruchtet es auch, aber was ist mit leuten bei denen es krankheitsbedingt vorkommt?

    (ich hoffe ich klinge nicht so hart, aber meine gefühle beim schreiben zu vermitteln ist nicht immer so einfach)

    was meint ihr dazu?

    ich freu mich auf eure feedback

    liebste grüße

  2. #2
    Neuling
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    Meine Meinung/Gedankengänge/Ansichten ist nun das, was ich hier Schreibe. Ratsamer wäre es vielleicht, wenn Du die betroffenen Personen selbst fragst, was sie sich wünschen... ihnen gut tun können und vielleicht auch Erwartungen an Dich haben. Sie also zum nachdenken animierst, was vielleicht aber auch schon wieder beim ein- oder anderen zu Überforderung führen kann. Das bleibt herauszufinden.



    Zwischen "dem Schongang" und "auf dem Tisch hauen" gibt es noch "Graubereiche". Sprich:
    - die Person ernst nehmen, in ihren Worten.
    - Fragen, was los ist... was zum Beispiel zu diesem Zustand führte
    - vor allem Lösungsstrategien (auch Ressourcen) finden.

    Zu Lösungsstrategien zählen quasi die "Hard-Skills" (sehr abgewandelt gesagt). Damit meine ich, alles was von außen kommt. Wenn ein Konflikt zum Beispiel in eine Depression stürzte, dann sollte die Person den Konflikt versuchen zu lösen. Wenn es zu viel Arbeit macht, die überfordert.... auch andere Wege finden. Wenn es die Familie ist... oder einige Aspekte oder alles zusammen... oder nicht zufrieden mit sich selbst... an Selbstwertgefühlsproblemen und andere Probleme mit sich selbst hat.... Kindheitsprobleme, die nun auftauchen, [....] ich könnte wahrscheinlich noch endlos fortfahren mit entsprechender Vorbereitung.


    Es gibt so viele Auslöser, die in die Depression führen. Manchmal ist es auch "nur" der Stoffwechsel. Was durch Tabletten behoben werden sollte. Ich glaube, da führt kein Weg dran vorbei.

    Sonst ist sehr oft eine Psychotherapie geeignet. Befinden sich Deine Freunde in dieser? Wie stehen sie dazu? Wollen sie sich helfen lassen? Manchmal kann auch eine stationäre Therapie hilfeich- und sinnvoll sein. Vor allem, wenn der Grund/Auslöser der Depression nicht gekannt wird.

    Soweit zu den "Hard-Skills".


    "Ressourcen" vergleiche ich mit "Soft-Skills".
    Die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Zumindest "Skills" ist hier ziemlich treffend. Was kann hilfreich sein?
    :. vielleicht sich bewusst auf den Alltag einzulassen.... angenehme Dinge einzubauen. Bei Depressionen werden oftmals die positiven Elemente gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Eine Möglichkeit ist, dass Steinchen in die Hosentasche gesteckt werden.... und immer, wenn ein Lächeln ausgelöst oder anderes Schönes es gab, dann ein Steinchen in die andere Tasche stecken. Am Abend dann eine Bilanz bilden.
    :. Tagebuch führen.... vielleicht beides verbinden.
    :. sich seinen Stärken bewusst sein... vielleicht auch Feedback von anderen bekommen, was an sie geschätzt wird. Es aufschreiben... und immer, wenn eine Krise ansteht, sich in Erinnerung holen, dass auch diese Krise überstanden und gemeistert werden kann.


    Das wäre der "Idealfall". Den gibt es aber nicht. Oder nur sehr selten.
    Depressionen haben verschiedene Auslöser... ihre Behandlungsmöglichkeiten unterliegen somit auch ein weites Spektrum. Manchen hilft auch Urlaub.... die Zurück-Besinnung auf sich selbst. Die eigene Mitte spüren.... was mit Entspannngsübungen (Meditation, Yoga, Pilates, meinetwegen auch Kampfsport oder laufen, Fahrrad fahren, was auch immer) wieder gefunden werden kann.

    Sich wieder spüren... ernst nehmen (dürfen). An sich glauben und auch von der Umwelt ernst genommen und respektiert fühlen. Die Umwelt ändert sich nicht. Aber es kann gelernt werden, eigene "Kraftquellen" in sich zu finden. Denn oftmals ist der Respekt - der nicht gespürt wird - bereits vorhanden. Kann aber nicht ernstgenommen werden..... (bei schweren Depressionen).


    Andere Ressourcen... (das heißt: alles was gut tut)
    :. einen bewussten Waldspaziergang starten. Wahrnehmen... die Luft, Geräusche, Farben, Flächen, [......]





    Niemanden wird es helfen, wenn 'das Selbstmitleid' noch bestärkt wird.
    Hinschauen ist wichtig, um herausfinden zu können, womit das Leid beendet werden kann. Welchen Sinn hat die Depression jeden Einzelnen!? (keine Frage zum Beantworten im Forum, sondern jede Person kann sie sich selbst stellen...)

  3. #3
    S77
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    Hallo Shusheela,

    ich denke es kommt erstmal darauf an, ob diese Menschen in Deinem Umfeld eine depressive Verstimmung haben oder eine wirklich Drepression. Ich hatte eine Depression und kann Dir sagen, daß das echt was ganz anderes ist, als wenn man so umgangssprachlich sagt, ich bin depressiv.
    Bei einer richtigen Depression würde ich Dir empfehlen Deine Freund zu packen und zu einem Arzt zu schleifen -von alleine werden sie nicht mehr die Kraft haben.
    Bei einer depressiven Verstimmung, schleif sie irgendwo hin, was Spaß macht. Kino, Thermalbad, Wandern...was auch immer. Schaffe schöne Momente.

    Reden bringt gar nix. Da sein dafür sehr viel. Getreu dem Motto: Schweigen ist Gold, Reden ist Silber.

    LG, S77

  4. #4
    Schreiberling
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    Ich ignoriere die Leute solange bis sie ihre Depressionen in den Griff bekommen haben und mcih nicht mehr runterziehen.

    Naja das stimmt nicht immer. Es kommt drauf an, ob die Person jetzt einfach nur aus nem guten Grund traurig ist, dann versuche ich ihr natürlich zu helfen, oder ob die Person so komisch "Mir geht's schlecht, aber ich weiß nicht wieso." drauf ist, da hilft nur noch ignorieren, wenn man nicht selbst depressiv werden will.

    Das Depressions-Forum hier find ich auch echt schlimm, da mach ich immer einen weiter Bogen drumrum.

  5. #5
    Roman Verfasser
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    Standard

    Depressive zu mehr Lebensfreude zu bewegen ist ein oftmals geradezu unmögliches Unterfangen. Bis da etwas zurückkommt, sich gar Initiative regt, so viel Energie kann man in dieses bodenlose Loch gar nicht hineingeben

    Klar kannst Du auch sagen, so gehts nicht weiter, aber erreichen tut man im Zweifelsfalle nichts, so oder so. Wenn man also ein Problem damit hat, sollte man einfach Abstand nehmen.

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