Ich hasse ihn - wirklich.
Die Rede ist von meinem Vater.
Letztes Jahr hat er eine Mehlschwalbe aufgegabelt, dieses Jahr sogar zwei.
Er ist auf dem Weg hierher. In eineinhalb bis zwei Stunden ist er da.
Wie soll ich ihm begreiflich machen, dass er die Tierchen nicht mit Ei füttern darf? Dass sie Heimchen ohne Hintergliedmaßen und möglichst wenig Kontakt zu Menschen haben müssen?
Er hasst Kompromisse. Er wird sie nicht hergeben.
Er hat vor wenigen Jahren meine Zebrafinken "freigelassen". Nur wenige sind zurückgekommen.
Er wollte in den Pfingstferien alle meine Vögel in einen Käfig tun. Für den Transport. Er hat mir nicht geglaubt, dass die Zebrafinken das nicht überleben würden, zusammen mit den Rosellas im Ferienkäfig.
Ich werde die Mehlschwalben wegnehmen. Und nach Mössingen zum NABU bringen.
Ich habe mir schon alles überlegt. Nur noch die Heimchen fehlen.
Ich muss ihnen dann die Hintergliedmaßen entfernen... Ich liebe ALLE Tiere! Ich bin auch Vegetarierin... Ohne das Gelee, von dem ich erst gestern erfahren habe, dass darin Knochenmehl und ähnliches drin ist.
Was, wenn er mir meine Vögel wegnimmt? Nach dem Motto "Wie du mir, so ich dir!"?
Ich hasse ihn, ich habe Angst vor seinen Handlungen!
Ich werde die Schwalben ihm wegnehmen müssen... Was wenn er meine Vögel freilässt?
Ich wiederhole mich... Entschuldigt bitte.
Wie kann ich ihm, wo wir doch verschiedene Sprachen sprechen, klarmachen, dass das nicht richtig so ist?
Ich möchte nicht wieder von ihm fertig gemacht werden!
Wie geht ihr mit solchen Menschen um?


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