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Thema: Wie nennt man das - Depression, Angststörung... ?

  1. #1
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    Standard Wie nennt man das - Depression, Angststörung... ?

    Hallo,

    ich (m/40, verh.,2 Kids) habe schon ewig und immer mal wieder mit Ängsten zu kämpfen gehabt. Ich bin voll berufstätig und quäle mich aktuell durch eine weitere Phase der Angst und des Grauschleiers. Die Psychotherapie (Tiefenpsychologe, nicht Verhaltenstherapeut), die bald zu Ende geht, hat mir aus meiner Sicht nicht zum Durchbruch verholfen, sondern vielmehr nur die Probleme verdeutlicht. Ich kann mich kaum noch an etwas erfeeuen und gelacht habe ich schon lange nicht mehr so richtig. Mein Therapeut sagt, meine zumeist negativen Gedanken verursachen die Gefühle, was ich nachvollziehen, jedoch nicht wirklich ändern kann. Dafür ist mein Gedankenzweig schon zu eingespielt und verliefe automatisch. Kurzzeitige positive Gedankenanstöße erstickten wieder wie ein tropfen auf dem heißen Stein. All das verstärkt aber nur meine Perspektivlosigkeit. Was soll ich tun ? Mein Selbstbewußtsein ist im Keller und ich bekomme kaum noch meinen Mund auf in der beruflichen Runde. Diese Unsicherheit spüren die Kollegen und nutzen dies ggf. sogar bewußt oder unbewußt aus. Ich will endlich wieder leben und den Job als Teil meines Lebens sehen und mit der Familie glücklich sein. Wie kann ich positiver werden und damit meine Gedanken und letztendlich mein Wohlbefinden dadurch steigern. Immer wenn es brenzlich wird, d. h. eine größere Herausforderung, wie aktuell eine Projekt im Job, bekomme ich Angst - ja sogar Panik - und den Eindruck ich schaffe es nicht, es wird etwas Schlimmes in der Konsequenz passieren. Ich bin grn bereit, an mir zu arbeiten, nur muß ich wissen wie. In kleinen Schritten kann ich sicherlich Tag für Tag versuchen, aus diesem Teufelskreis herauszukommen, um wieder glücklicher zu werden. Ich werde jede Nacht zwischen 3 und 4 Uhr wach und es kreisen Schlimme Gedanken durch meinen Kopf, meist auf den so anspruchsvollen Job (ja nur fiktiv durch meine Gedanken ausgelöst, tatsächlich zu schaffen) focussiert, so daß ich Angst davor habe, wieder ins Büro zu fahren. Konzentration --> Fehlanzeige ! Ich bitte dringend um Unterstützung, um wieder besser zu "ticken" und mir besser zu gefallen und der Familie ein besserer Vater/MAnn sein zu können. Meine Wahrnehmung ignoriert, zumindest ohne bewußte Anstrengung, jede Art von positiven Ereignissen. Freue mich über jede Antwort, Hilfestellung !

  2. #2
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    Treibst du Sport?

    LG Dieter

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    TomTom71 (14.11.2011)

  4. #3
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    Hallo Dieter, mal abgesehen von den ca. 10km, die ich tägl. mit dem Rad zum Büro fahre, treibe ich keinen Sport. Ich war generell nie besonders sportlich und daran interessiert. Das Radeln tut mir allerdings gut.

    LG Thomas

  5. #4
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    Versuch mal ganz ruhig zu bleiben. Das Projekt wird bestimmt was, vielleicht geht es Dir danach besser.

    Hört sich ja fast ein bisserl nach bourn out an.

    Mfg. Irina

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei scorpio für den sinnvollen Beitrag:

    TomTom71 (14.11.2011)

  7. #5
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    Zitat Zitat von TomTom71 Beitrag anzeigen
    Die Psychotherapie (Tiefenpsychologe, nicht Verhaltenstherapeut), die bald zu Ende geht, hat mir aus meiner Sicht nicht zum Durchbruch verholfen, sondern vielmehr nur die Probleme verdeutlicht.
    Die Probleme werden besprochen, damit du sie wahrnehmen und daran arbeiten kannst. Abgesehen davon muss der Therapeut ja auch verstehen, worum es geht. Solange man nichts ändert, fährt sich alles fest und man sieht die Lösungen nicht mehr. Allgemein ist eine Tiefenpsychologie jedoch nicht so stark auf den praktischen Alltag bezogen, wenn ich es richtig verstanden habe. Vielleicht wäre nun eine neue Therapiephase, egal ob mit Therapeut oder allein, sinnvoll. Eine, in der du nur noch nach Lösungen suchst, die konstruktiv sind. Du kannst auch bereits damit beginnen, in dem du mehr Zeit mit deiner Familie verbringst und dich an ihrem Lächeln erfreust. Du könntest auch jeden Tag ein paar Weisheiten betrachten (z.B. Zitate) oder selbst am Ende des Tages zusammenfassen, welche positiven Ergebnisse du aus deinem Tag ziehen konntest. Positives Denken ist ein guter Hinweis, das kann dir aber niemand abnehmen. Auch die Bewegung solltest du unbedingt nicht vernachlässigen.
    aufwachen, träumerle...!


  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fernsehturm für den sinnvollen Beitrag:

    TomTom71 (14.11.2011)

  9. #6
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    Standard Positives Denken

    Zunächst einmal vielen Dank für die guten Tipps !
    Ich glaube, daß meine Angst zeitweise sehr groß ist. Diese Phasen kenne ich aus meiner Vergangenheit. Vor Prüfungen oder größeren Anforderungen im Job.
    Jedenfalls stets etwas Anstehendes, daß ich mir durch sogen. "Kopfkino" derartig dramatisiere, daß ich Angst vor dem habe, was da angekündigt wurde und auf mich zukommt.
    Die Wiederlegung der Ängste, indem man das befürchtete Eintretende bis zum Ende durchspielt, und man i. d. R. feststellt, daß die Angst unbegründet ist, funktioniert nicht immer. Meine Erfahrung aus der Vergangenheit, gerade nach solchen depressiven/ängstlichen Phasen, zeigt mir rückblickend, daß die Angst unbegründet ist. Nur würde ich gern die aufkommende Angst gleich im Keim ersticken. Zusammengefaßt könnte ich sagen, daß eine Gruppe von Menschen in meiner Umgebung in der Lage ist, mich in dieses Loch zu schieben, ohne ihnen hiermit einen Vorwurf machen zu wollen. Wochenlang war das anstehende Projekt überall Thema. Hinzu kommt, daß bei uns ein paar Kollegen ausgeschieden sind, für die aus Kostengründen kein Ersatz eingestellt werden wird. Letztlich noch das Gejammere der Kollegen über den ach so schlimmen Job, und mein Kopfchaos ist komplett. Ich bin übrigens nur unterstützend als Mitarbeiter, nicht als Projektleiter eingespannt. Den Job würde ich mir ohnehin nicht zutrauen, da meine Interpretationen dazu noch schlimmer wären :-( 1997 war ich gerade einmal eine Woche an der FH eingeschrieben, bis ich mich wieder exmatrikuliert habe. Ursache hierfür war, daß ich mich von Kommilitonen in der Pause habe verrückt machen lassen a la :"Oh man, wir haben den strengsten Professor abbekommen, bei dem fallen 70% durch das erste Semester. Er filtert sozusagen Gut von Schlecht...". Ich brauche hier sicher nicht zu erwähnen, daß ich mich unumstritten zu den 70% gezählt habe. Innerhalb von einer Woche habe ich dann das Handtuch geschmissen und fühlte mich entsprechend schlecht, wenn auch von der Angst befreit.
    Ich freue mich übrigens, daß man mich hier im Forum versteht oder versucht zu verstehen. Meine Frau wäre damit überfordert, auch wenn ich ihr von meinen Problemen berichte. Sie bekommt ja gelegentlich ohnehin mit, wenn ich wieder um 4 wach im Bett liege...
    Mttlerweile würde ich die Belastungen einteilen in :
    1. Mangelndes Selbstbewußtsein
    2. Es jedem Recht machen wollen (nur nicht mir)
    3. Angst / Depressive Phasen
    4. Das Gefühl der Leere
    5. Fast alle Menschen in meiner Umgebung sind eher Feind als Freund
    6. Zu negatives Denken
    Ich wünsche mir sehr, daß ich eine positivere Denkweise und eine "bessere" Wahrnehmung bekomme, die mein Leben lebenswerter macht.

    Wünsche Allen einen schönen Sonntag !
    Vielleicht hat jemand noch einen Tip für mich oder ähnliche Erfahrungen ;-)

    LG Thomas
    Geändert von TomTom71 (13.11.2011 um 12:36 Uhr)

  10. #7
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    Idee

    Zitat Zitat von TomTom71 Beitrag anzeigen
    Mttlerweile würde ich die Belastungen einteilen in :
    1. Mangelndes Selbstbewußtsein
    2. Es jedem Recht machen wollen (nur nicht mir)
    3. Angst / Depressive Phasen
    4. Das Gefühl der Leere
    5. Fast alle Menschen in meiner Umgebung sind eher Feind als Freund
    6. Zu negatives Denken
    Ich wünsche mir sehr, daß ich eine positivere Denkweise und eine "bessere" Wahrnehmung bekomme, die mein Leben lebenswerter macht.
    Das könntest du insgesamt auch als "(mittel-)schwere Depression" zusammenfassen. Hast du denn deine Beobachtungen, also die oben, dem Therapeuten deutlich gemacht?

    Zu deiner Frau und den Kindern kann ich nur sagen, dass es schwierig sein kann aber nicht sein muss, mit einem depressiven Familienmitglied zusammenzuleben. Du zeigst immer noch den Willen, etwas zu verändern. Nimm dir immer wenigstens einen kompletten Tag, den der Familie gewidmet ist. Ihr könntet etwas draußen unternehmen oder Spiele spielen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Freizeit miteinander zu verbringen. Du könntest den Kindern bei den Hausarbeiten helfen oder deiner Frau die Füße massieren. ^^ Auch ein Vater und Ehemann wird gebraucht.

    Bei den Ängsten gibt es nicht immer "richtig" und "falsch". Vielleicht wäre man durch die Prüfung gefallen, vielleicht auch nicht. Vielleicht wäre man aber auch durchgefallen, hätte aber durch andere Umstände bestanden. Es gibt auch den Fall, dass man hervorragend vorbereitet war und trotzdem durchfällt. Hinterher weiß man es, vorher nicht. Es ist okay, zurückzuschrecken. Aber man sollte sich bewusst machen, wann und warum man zurückschreckt. Wer beim Lernen nur Zurückhaltung zeigt, wird sich auf Dauer nicht verbessern können. Denn auch das Lernen lebt von gelebter Erfahrung (mit anderen).

    Wenn ich auf die Nase fliege, stehe ich auf.
    Wenn ich nur aufstehe, ist der Schmerz beim ersten Hinfallen fast unerträglich.
    Wenn ich aber nur auf die Nase fliege, dann habe ich nur noch nicht gelernt, zu gehen.
    aufwachen, träumerle...!


  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Fernsehturm für den sinnvollen Beitrag:

    TomTom71 (14.11.2011)

  12. #8
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    Standard Depression

    Die Familie einzubeziehen und intensiv etwas zu erleben versuche ich so gut es geht. Wenn ich aber deprsssiv bin und die Therapie mir bis heute doch nicht wirklich aus dem Loch geholfen hat, frage ich mich, ob es eine eher falsche Therapieform war und ob ich übergangsweise vielleicht medikamentöse Unterstützung annehmen sollte. Mein Hausarzt hat mir in Abstimmung mit meinem Therap. Citalopram (10-20mg) verschrieben, die ich bis heute noch nicht genommen habe, da Psychopharmaka für mich eine weitere Hürde darstellt, die ich im Fall einer Einnahme nicht geschafft habe, zu überspringen.
    Der Therap. sagt, möglicherweise sollte ich das Antideprsssivum übergangsweise nehmen, um überhaupt die helfenden Denkanstöße sinnvoll umsetzen zu können.
    Wie seht ihr das und wie steht ihr zu medikamentöser Unterstützung ?

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