Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Wie reagieren?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    14.01.2016
    Beiträge
    47
    Danke
    8
    8 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard Wie reagieren?

    Guten Abend zusammen,
    erstmal wünsche ich Euch Frohe Weihnachten.

    Nun meine Frage ist, wie Ihr reagieren würdet, wenn euch eine Freundin erzählt, dass sie vergewaltigt wurde (nicht irgendwann sondern erst paar Stunden her).
    Ich komme zu der Frage, weil ich wohl falsch reagiert habe und nun überlege, was ich beim nächsten Gespräch besser sagen kann oder auch raten.

    Tipps was man sagen kann und auch Tipps die ich ihr geben kann was sie nun für Möglichkeiten hat sind willkommen.
    Nebenbei falls es wichtig ist, sie selber hat eine Schutzmauer und lässt es nicht an sich ran, sodass es sie kaputt macht, sie hatr noch im selben Gespräch gelacht, wobei sie da alkoholisert war und hat es mit einem Spruch runtergespielt, dass wir beide doch schon früh gelernt hätten auf alles zu sche**en.


    Freundliche Grüße
    Forget
    Geändert von Forget (24.12.2016 um 21:20 Uhr)
    Übermüdet und Schlaflos, entschuldigt meine Fehler und manchmal Sinnlosigkeiten.
    Weiß ja doch niemand, was der Tod ist und ob er nicht vielleicht für den Menschen das höchste Gut ist; und doch fürchtet man ihn, wie wenn man ganz genau wüsste, dass er das größte Übel sei. – Sokrates

    Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern was wir über die Dinge denken. Epiktet

  2. #2
    Neuling
    Registriert seit
    11.12.2016
    Ort
    Im Süden
    Beiträge
    10
    Danke
    0
    10 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Forget,

    - nicht bedrängen, nichts in Frage stellen
    - Schutzmauer akzeptieren
    - Eine forensische Beweissicherung muss bestimmten Regeln folgen und kann nicht von allen Ärzten gemacht werden. Wenn Sie das will, können die Beweise auch erst einmal gesichert werden und über das Vorgehen wird später entschieden. Dafür sollte die Polizei eingeschaltet werden, damit die Beweiskette nicht unterbrochen wird.
    - ALLE Kleidungsstücke in einen Plastiksack stecken und luftdicht verschließen
    - handle nicht ohne ihr Einverständnis, denn damit setzt sich die Gewalt fort.
    - Wenn sie ihren Vergewaltiger nicht anzeigen will, dann akzeptiere das
    - Rechne mit enormen Gefühlsschwankungen
    - Deine gut gemeinte Nähe kann für sie belastend sein, versuche das zu verstehen. Sei da, wenn sie Dich braucht, aber sei auch stark genug, ihr den Freiraum zu lassen, den sie braucht.
    - Rede mit niemandem darüber, wenn sie nicht einverstanden ist.
    - Auch Du brauchst Hilfe, denn du bist ebenfalls hilflos und das kann eine große Belastung sein. Achte auch auf Dich. Wo kannst Du Deine Sorgen abladen.

    Dies ist eine schwere Zeit, in der alles richtig und vieles falsch sein kann. Du kannst Sie leider nicht retten, aber ihr beistehen.

    Alles Gute

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei GrayBear für den sinnvollen Beitrag:

    Cailynn (26.12.2016),Ibwh1968 (24.12.2016),keepcontrol (25.12.2016)

  4. #3
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    14.01.2016
    Beiträge
    47
    Danke
    8
    8 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Danke für die schnelle Antwort.
    - nicht bedrängen, nichts in Frage stellen
    - Schutzmauer akzeptieren
    ICh habe mir eher Gedanken gemacht, dass ich zu wenig tue. Meine Antwort war ein einfaches "Ahh okay." Ums bedrängen mache ich mir keine Sorgen, ich bin eher eine Person die etwas ins Vergessen geraten lässt. Nicht dass sie sich da dann vernachlässigt fühlt oder sonstwas. Bietet man in so einer Situation an für jemanden da zu sein? Regt man sich darüber auf? Was kann ich ihr sagen falls sie das Thema nochmal darauf bringt.

    - Eine forensische Beweissicherung muss bestimmten Regeln folgen und kann nicht von allen Ärzten gemacht werden. Wenn Sie das will, können die Beweise auch erst einmal gesichert werden und über das Vorgehen wird später entschieden. Dafür sollte die Polizei eingeschaltet werden, damit die Beweiskette nicht unterbrochen wird.
    - ALLE Kleidungsstücke in einen Plastiksack stecken und luftdicht verschließen
    - handle nicht ohne ihr Einverständnis, denn damit setzt sich die Gewalt fort.
    - Wenn sie ihren Vergewaltiger nicht anzeigen will, dann akzeptiere das
    - Rechne mit enormen Gefühlsschwankungen
    - Deine gut gemeinte Nähe kann für sie belastend sein, versuche das zu verstehen. Sei da, wenn sie Dich braucht, aber sei auch stark genug, ihr den Freiraum zu lassen, den sie braucht.
    - Rede mit niemandem darüber, wenn sie nicht einverstanden ist.
    Das ist mir bekannt. Mir geht es eher um das emotionale in so einer Situation. Zeigt man sich bestürzt? Getroffen? Gleichgültig? Ich denke das Thema wird früher oder später wieder mal aufkommen und ich weiß nicht

    - Rede mit niemandem darüber, wenn sie nicht einverstanden ist.
    - Auch Du brauchst Hilfe, denn du bist ebenfalls hilflos und das kann eine große Belastung sein. Achte auch auf Dich. Wo kannst Du Deine Sorgen abladen.
    Es bleibt alles bei mir. Deswegen hat sies ja mir erzählt weil sie weiß, dass niemand davin erfährt.


    Entschuldigt die Fehler, es ist spät und ich unkonzentrietr.
    Übermüdet und Schlaflos, entschuldigt meine Fehler und manchmal Sinnlosigkeiten.
    Weiß ja doch niemand, was der Tod ist und ob er nicht vielleicht für den Menschen das höchste Gut ist; und doch fürchtet man ihn, wie wenn man ganz genau wüsste, dass er das größte Übel sei. – Sokrates

    Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern was wir über die Dinge denken. Epiktet

  5. #4
    Neuling
    Registriert seit
    11.12.2016
    Ort
    Im Süden
    Beiträge
    10
    Danke
    0
    10 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Es ist gut, dass Du erkennst, dass auch Du mit der Situation überfordert bist. Du musst keine Rolle spielen und keine Funktion übernehmen. Überlege mit Deinem Verstand und sprich mit Deinem Herzen, sei authentisch. Wenn Du nichts sagen kannst, dann sage nichts, wenn Du wütend bist, dann teile Dich mit, aber arbeite mit Deiner Wut woanders. Wenn Du traurig bist, dann sei es. Aber sei jetzt stark für sie.

  6. #5
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    14.01.2016
    Beiträge
    47
    Danke
    8
    8 mal in 6 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich will nur was anderes sein als gleichgültig. Nicht einfach nur aktzeptieren. Denn sie hat rech, dass wir beide gelernt haben auf alles zu schei**n. Wenn ich authentisch bin dann ist da nichts. Auser das vergessen. Das in den Hintergrund spielen. Wir werden in ner Zeit sogar Witze drüber reißen. Kennt man alles schon. Aber dieses Gefühl von Hilslosigkeit, mAchtlos. Nichts tun können und als beste Freundin zu versagen und eine Person noch kaputter gehen lassen als sie sowieso schon ist. Etwas nich taufhalten zu können. Sie mag sagen es ist ihr egal, aber das Problem ist icj kenne sie. Und sie ist wie ich, deshalb glaube ich mal sie kann mir nicht viel vormachen.
    Übermüdet und Schlaflos, entschuldigt meine Fehler und manchmal Sinnlosigkeiten.
    Weiß ja doch niemand, was der Tod ist und ob er nicht vielleicht für den Menschen das höchste Gut ist; und doch fürchtet man ihn, wie wenn man ganz genau wüsste, dass er das größte Übel sei. – Sokrates

    Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern was wir über die Dinge denken. Epiktet

  7. #6
    Roman Verfasser Avatar von Cailynn
    Registriert seit
    03.02.2015
    Ort
    RLP
    Beiträge
    1.031
    Danke
    465
    670 mal in 428 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Forget Beitrag anzeigen
    Ich will nur was anderes sein als gleichgültig. Nicht einfach nur aktzeptieren.
    Setz dich selbst da nicht unter Druck. Das ist für dich als Zuhörer/Vertrauensperson auch keine alltägliche Situation und auch deine Unsicherheit ist menschlich. Es ist ja auch schwierig "angemessen" zu reagieren, wenn es um so ein krasses und sensibles Thema geht. Es ist ganz normal dass du selbst ambivalent bist und vielleicht nicht direkt wusstest wie du reagieren sollst. Mach dir im Nachhinein jetzt nicht selbst ein schlechtes Gewissen deshalb. Wenn es dir wichtig ist, kannst du deiner Freundin ja sagen "XY, es tut mir Leid dass ich nach aussen hin zuerst so gleichgültig reagiert habe, das war nicht meine Absicht aber ich war selbst erstmal geschockt und wusste nicht wie ich damit umgehen sollte" (zum Beispiel). Es gibt keine allgemeingültige Verhaltensregel in so einer Situation. Ich würde keine Betroffenheit, Mitleid oder Wut vorspielen wenn du sie nicht empfindest. Bleibe du ganz bei dir selbst.

    Wenn du willst sei jetzt für sie da, höre ihr zu ohne zu Bewerten und gebe ihr das Gefühl damit nicht alleine zu sein. Mehr kannst du auch nicht tun. Alles andere, wie z.B. das Auffangen ihrer Gefühle und Erinnerungen gehört in Fachhände. Du kannst ihr beistehen, sie zu Terminen begleiten wenn sie es möchte, für sie da sein aber du solltest ihr auch vorsichtig und liebevoll zeigen, wo deine eigenen Grenzen sind, damit sie dich nicht unbewusst damit überfordert.
    Es ist für euch beide eine schwierige Situation und ich wünsche euch viel Kraft dafür.

    LG Cailynn
    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

Ähnliche Themen

  1. Zwangsküssen - wie reagieren?
    Von Jenny75 im Forum Familie & Erziehung
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 10.10.2015, 17:53
  2. Wie soll ich reagieren?
    Von Amarook im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 06.07.2014, 13:24
  3. Auf Unterstellungen reagieren
    Von silbo im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 27.06.2013, 11:22
  4. Wie reagieren?
    Von Zhesay im Forum Durchsetzungsvermögen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.11.2010, 18:26
  5. selbstbewusst reagieren?!
    Von baumschmuser im Forum Selbstbewusstsein
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 18.02.2010, 16:49

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •