Hallo liebes Forum,
ich bin auch neu hier, weil ich euren Rat brauche.
Ich versuche meine Geschichte so kurz und knapp wie möglich zu halten, damit ihr überhaupt bis zum Ende kommt :-)
Als Kind wurde ich geschlagen, mein Vater war 10 Jahre Alkoholiker und ist mit
47 Jahren daran gestorben. Ich war damals 17 Jahre alt, als er starb.
Wie bei vielen war diese Zeit sehr schlimm. Vor allem weil ich auch keine Geschwister habe und alles alleine ertragen musste.
Da ich auf dem Land groß geworden bin, war das doppelt schwer, weil "darüber" spricht man nicht. Es wird die "heile" Welt gespielt und hinterm Rücken wird getuschelt. Auch zwischen Tante, Onkel, Oma etc.
Meine Mutter hat "versucht" die Beste Mutter der Welt zu sein. Leider ist ihr das nicht wirklich gelungen.
Ich habe sie damals ( mit 14 ) angefleht, sich von meinem Vater zu trennen und das wir aus dem Haus ausziehen, das wollte sie aber nicht.
Was soll denn die Familie drumrum denken und wo soll sie denn hin und das Haus kann sie ja wohl auf nicht aufgeben und ich hätte ja eh keine Ahnung.
Nachdem mein Vater gestorben war, ging alles seinen normalen Weg.
Es wurde weiterhin so getan, als ob nix gewesen wäre.
Auch ich bin von meiner Vergangenheit davon gelaufen.
Tja und mit 26 kam dann der Zusammenbruch.
Die Welle hat mich voll erwischt und ich bin in eine tiefe Depression gefallen.
Meine Mutter wollte ja immer nur das Beste für mich, hat mich erdrückt mit ihrem Kontrollzwang und ich "darf" nicht erwachsen werden. Sie hatte ja außer mir auch niemanden mehr. Nix konnte ich richtig machen, wäre dumm und unfähig u.s.w und 5 Minuten später war ich wieder der Sonnenschein.
Als der Zusammenbruch war, meinte sie nur ich solle doch mit meiner Spinnerei ins Fernsehen gehen, vielleicht können mir die dann helfen.
Ich bin dann zu einem Psychologen der mir helfen konnte und ich wurde wieder stabiler. Meine Mutter hat auch das wieder nieder gemacht, die reden mir alles ein und früher sind Kinder auch geschlagen worden und die Väter haben gesoffen. 5 Minuten später nimmt sie einen dann in den Arm und sagt: ich will doch nur das Beste für dich.
Ich konnte mich von meiner Mutter etwas entfernen. Bin heute 30.
Besuche sie nur alle 2-3 Wochen und wir reden einigermaßen miteinander.
Mein heutiger Mann hat mir in der Zeit sehr viel geholfen, weil er gemerkt hat,
das es nicht an mir liegt und die Vorwürfe von meiner Mutter, dass ich keinen Anstand hätte und eine unmögliche Person bin, ich sie immer mit Worten angreife und schlecht mache, nicht stimmen.
Ich versuche in die Zukunft zu sehen, denn die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber für die Zukunft kann ich etwas tun.
Jetzt zu meiner Frage:
Alle 3-4 Besuche bei meiner Mutter kommt es zum Streit, weil sie mich wieder nieder macht, ich soll doch mal in den Spiegel schaun was für ein böser Mensch ich bin. Ich verhalte mich nicht wie eine Tochter. Wobei NICHTS vorgefallen ist. Nur ein normales Gespräch.
Soll ich den Kontakt abbrechen??????
Mich kostet es sooooooo viel Kraft, ihre Wutausbrüche und Beschuldigungen
hinzunehmen, weil ich es nicht ändern kann. Sie sieht nur immer, sie will nur das Beste für mich und ich habe keine Ahnung vom Leben !!!
Was vielleicht noch wichtig ist: Meine Mutter wurde addoptiert und ich glaube weil sie weggegeben wurde und ihre leibliche Mutter sie nicht geliebt hat, will sie das besser machen.
Ihre Adoptiv Eltern waren aber gut zu ihr und auch ich als Enkel konnte nix schlimmes feststellen.
Dann die Sache mit meinem Vater war auch für sie nicht leicht.
Auch wichtig: Meine Mutter ist Lungenkrank und mit 56 körperlich so gezeichnet, dass sie eigentlich schon 80 ist.
Was soll ich nur machen?
Wie soll ich mir ihr umgehen, ohne das es mir so schlecht geht?
DANKE


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