Hallo,
in der aktuellen Forschung überwiegt einmal die Meinung, dass die Umwelt (Freunde, Wohnumfeld, Beruf der Eltern, Schule, aber auch die Medien usw.) einen überwiegenden Einfluss haben auf die Entwicklung eines Kindes. Dann wieder wird das Kind als eigenständige Person gesehen (aktuell), vor etwa 20 Jahren war die Sozialisationstheorie der Meinung, dass der Einfluss der Eltern eher geringer ist). Davor wurde in den ersten Jahren den Eltern mehr Wirkung zugeschrieben (Bindungsforschung, aber auch analytische Theorien). Ganz neu sind aber auch viele aufregende Erkenntnisse der Genetik und Hirnforschung, die dazu beitragen, zu erklären, warum jemand so ist, wie er ist.
Es gibt daher nicht "die eine" Ursache, denn hinzu kommt, dass auch jeder eine andere Persönlichkeit hat, was man an Geschwistern häufig sieht, die ja die gleichen Eltern haben. Und auch hier gibt es immer wieder neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, die auf Studien beruhen.
Es ist immer mehr oder weniger 50:50, mal überwiegt die eine Seite, dann die andere. Was bleibt, ist der Mensch als Produkt sowohl der Erziehung durch die Eltern, als auch der Erziehung durch die Umwelt. So gibt es ja auch viele Kinder, die aus ganz ungünstigen Verhältnissen kommen , und die trotzdem "was werden", oder gerade deshalb? (Resiliente Kinder). Andere nennen diese Kinder auch "unverwundbar". Ich glaube, dass in jedem von uns auch davon vieles in uns steckt, zum Glück.


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