Hallo,
ich weiß nicht richtig, wo ich anfangen soll. Seit ca. 1 1/2 Jahren geht es mit psychisch nicht gut (zu diesem Zeitpunkt gab es ein sehr einschneidendes Erlebnis durch eine zerbrochene Freundschaft mit einer Dozentin und der entsprechenden Rache durch sie, durch das ich gleichzeitig meinen Job, meine zukünftige Karriere an der Uni, mein Stipendium, sowie sämtliche meiner Freunde dort verloren habe.)
Seitdem wurde es jeden Tag schlimmer und ich mache mir immer wieder schwere Vorwürfe, was ich hätte tun können, um das zu verhindern. Sie sagte mir damals, dass man Charakter schlecht sei und jeder, der mein Gesicht sähe, das sofort wisse. Seitdem redet sie kein Wort mehr mit mir und sorgt dafür, dass auch an der Uni jeder mich hasst. Sie sagt mir allerdings bis heute nicht, was ich falsch gemacht habe, denn damals ging es darum, dass ich im Unterricht einmal nicht freundlich genug geguckt habe, aber ich verstehe nicht, wieso das solche extremen Konsequenzen nach sich zieht und auch nach 1 1/2 Jahren kein Gras drüber gewachsen ist. Selbst im März noch bekam ich zufällig eine Mail in die Hände, in der sie vor Mitstudenten schlecht über mich redet. Ich komme nicht darüber hinweg. Ich habe sehr hart für all das gearbeitet, was ich mir an der Uni aufgebaut habe und nun ist alles kaputt wegen eines einzigen falschen Blickes und das Dekanat, die Frauenbeauftragte und die Studienberatung sagen alle, dass der jeweils andere für solche Probleme zuständig ist.
Ich habe seitdem fast 20kg zugenommen, bin ständig müde, kann mich nicht konzentrieren und breche bei jedem kleinsten Anlass in Tränen aus. Es wird auch einfach nicht besser. Immer denke ich, dass es doch irgendwann mal besser werden muss, aber es wird niemals besser werden. Ich habe gelesen, dass man bei einer Depression nicht mehr in der Lage ist, seine täglichen Aufgaben zu erledigen. Das geht aber bei mir. Ich frage mich zwar immer, wozu eigentlich? Es ist doch vollkommen egal. Ich habe mich bemüht, ich habe alles getan, was ich konnte, und trotzdem haben andere Leute den Job bekommen, das Stipendium, den Respekt der Dozenten. Aber trotzdem sind meine Noten an der Uni immer noch gut, auch wenn ich alles in letzter Minute erledige und vieles zu spät, aber ich erledige es. Können es trotzdem Depressionen sein? Freunde habe ich nicht, meine Familie sehe ich auch nicht und wie gesagt an der Uni will auch niemand mehr etwas mit mir zu tun haben und manche Leuten verlassen sogar den Raum, wenn ich ihn betrete. Es interessiert sich also niemand für mich, ich kann daher niemanden fragen. Es gibt auch noch anderes, aber das kann ich nicht öffentlich schreiben. Und ich will nicht mehr gehasst und weggeworfen werden und ich will, dass es endlich aufhört, so weh zu tun.
Kann man einfach zu einem Psychologen gehen? Oder muss man vorher zum Hausarzt? Kann man dann einfach zu irgendeinem gehen, und wie sagt man ihm, worum es geht? Ich will nicht zu meinem richtigen Hausarzt gehen, denn dann bekommt es die Versicherung mit und mit einer psychischen Vorerkrankung werde ich doch nach dem Studium in keine Krankenkasse aufgenommen und außerdem ist mein Ruf sowieso schon schlecht genug.
Wie macht man das, wenn man zu einem Psychologen geht? Ich habe im Internet Tests gemacht und sehr viel gelesen und bei den Depressionstests hieß es immer, dass eine Beratung empfohlen wird.
Danke.


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