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Thema: Wieso stottern Menschen eigentlich???

  1. #17
    Neuling
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    ich bin auch seit meiner Kindheit vom Stottern geplagt.
    Auch nach unzähligen Logopäden, Sprachheilschulen und Kuren wurde es nicht ganz besser.
    Natürlich hängt die Intensivität des Stotterns von der psychischen Verfassung ab: habe ich stress, stottere ich mehr, habe ich Probleme, Stottere ich nochmehr, gehts mir gut, stotter ich zwar, aber im hinterkopf bleibt irgendwas, was mich hindert nicht zu stottern.
    Mit den Jahren gwöhnt man sich gewissen Methoden an, um anderen nicht direkt zu zeigen was für ein Problem man hat.
    Aeeber das mit dem Flüstern stimmt liegt daran dass man beim Flüstern die Stimmbänder nutzen muss bzw. man vieeeel weniger luft braucht und die "harten" laute eben weich gesprochen werden.
    Immer auch eine Frage der Atmung, aber vielmehr eine Frage der Psyche!!!
    Auch beim Singen können Menschen stottern...wie gesagt...die Psyche spielt eine große Rolle

  2. #18
    Neuling
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    Zitat Zitat von schokomilchbar Beitrag anzeigen
    Aeeber das mit dem Flüstern stimmt liegt daran dass man beim Flüstern die Stimmbänder nutzen muss bzw. man vieeeel weniger luft braucht und die "harten" laute eben weich gesprochen werden.
    Das stimmt so nicht.

    Um da mal ein bisschen Klarheit (auch in Neros Spekulationen) reinzubringen : Flüstern funktioniert ohne Stimme, deshalb ist es per definitionem ein Geräusch. Genauso wie zB das 'sch' oder das scharfe 's'. Beide stimmlos. Beim Einsatz der Stimme müssen die Stimmbänder in Stellung gebracht und dann in Schwingung versetzt werden. Man vergleicht am besten ein normal gesprochenes 'm' (das nämlich stimmhaft ist) mit einem geflüsterten. Einfach mal 'mmmmmmmmmmmmmmmm' summen und dann 'mmmmmmmmm' flüstern. Es dürfte deutliche Unterschiede zu spüren sein. Beim stimmhaften 'm' merkt man die Schwingung sogar bis in die Lippen, beim geflüsterten 'm' vibriert nichts.
    Um nun die Stimmbänder in Schwingung zu versetzen, ist es notwendig, dass der Phonationsstrom (also im Deutschen meist der expiratorische Luftstrom) gleichmäßig durch die Engstelle zwischen den Stimmbändern gepresst wird. Dafür ist eine gewisse Körperspannung (insb. Zwerchfell) vonnöten. Beim Flüstern fließt der Phonationsstrom relativ ungehindert durch sie hindurch und reibt nur an ihnen, was sich dann als hörbares Flüstern äußert. Merkt man auch beim geflüsterten 'm'. Deshalb würde ichs mir so erklären, dass zum Flüstern ein gleichmäßig herausgepresster Luftstrom nicht nötig ist, weshalb die falsche Atmung (ich hab den Beitrag über die Therapie, bei der die Stotterer gleichmäßig Druck auf ihre Rippen (also Zwerchfell) ausüben, auch gesehen und fand es ebenfalls sehr überzeugend, dass es an der Atmung liegt) bei Stotterern hierauf keinen oder kaum spürbaren Einfluss hat. Wichtig ist nur, dass Luft durch die Stimmbänder fließt, aber nicht, ob der Strom gleichmäßig ist.
    Ich müsste mich mal erkundigen, ob es inzwischen schon klar ist, woran das wirklich liegt. Aber darüber, wie, wann und wo Gesten geplant werden, streitet man sich ja auch immer noch...

  3. #19
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    Hi,

    wenn Menschen sensibel sind unsicher sind, leicht Angst haben, in der Pupertät sind und wenn dann noch so was aufkommt wie Trennung der Eltern, das reißt einem sensibelchen den Boden unter den Füßen weg,
    das nimmt jegliche Sicherheit und schlägt dann über zum Stottern.
    Man muss sich dann gedanklich in den Hintern treten, in dem Moment wo man denkt zu stottern, dann sagen nun erst recht und diese Situation üben, dann schwindet die Unsicherheit und die Angst und es wird besser.

    LG
    Moni
    Geändert von Monika (09.10.2010 um 11:44 Uhr)

  4. #20
    Schreibkraft Avatar von Anubis
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    Daumen runter

    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    das reißt einem sensibelchen den Boden unter den Füßen weg (...) Man muss sich dann gedanklich in den Hintern treten, in dem Moment wo man denkt zu stottern, dann sagen nun erst recht und diese Situation üben, dann schwindet die Unsicherheit und die Angst und es wird besser.
    Reden wir hier noch von richtigem Stottern?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stottern

    Differentialdiagnose: Das Stottern muss von folgenden Störungen unterschieden werden:

    Physiologische Redeunflüssigkeit: Bei Kindern mit Unflüssigkeiten muss entschieden werden, ob es sich um normale Unflüssigkeiten (fälschlich oftmals als Entwicklungsstottern bezeichnet) oder um pathologisches Stottern handelt.
    Poltern: Eine Redeflussstörung, die durch erhöhtes Sprechtempo und undeutliche Aussprache gekennzeichnet ist.
    Erworbenes Stottern: Ein Stottern, das beispielsweise auf ein psychisches oder physisches Trauma oder auf eine neurologische Erkrankung zurückgeht, ist kein Stottern im hier beschriebenen (idiopathischen) Sinne.
    Aber selbst bei einem Stottern, das durch ein psychisches Trauma erzeugt wurde, würde ich nicht als erstes "sich selbst in den Hintern treten" empfehlen. Hört sich für mich ein bißchen an wie "reisst Euch einfach mal zusammen" und sowas gehört meines Erachtens (auch wenn es ein "Laienforum" ist) nicht hierher.

    Gruß
    Anubis

  5. #21
    Gast1006
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    Hallo,

    sowas gehört meines Erachtens (auch wenn es ein "Laienforum" ist) nicht hierher.


    Wenn jetzt mal nicht der Pater kommt !

  6. #22
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    Zitat Zitat von Anubis Beitrag anzeigen
    Reden wir hier noch von richtigem Stottern?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stottern



    Aber selbst bei einem Stottern, das durch ein psychisches Trauma erzeugt wurde, würde ich nicht als erstes "sich selbst in den Hintern treten" empfehlen. Hört sich für mich ein bißchen an wie "reisst Euch einfach mal zusammen" und sowas gehört meines Erachtens (auch wenn es ein "Laienforum" ist) nicht hierher.

    Gruß
    Anubis
    Genau so hat es gewirkt ohne Psychologen.
    Sich gedanklich selbst in den Hintern treten, in dem Moment wo man was sagen will, es raussagen und diese Situationen wo man Angst hat üben,
    dann schwindet die Angst. Bevor man es ausspricht tief Luft hollen das unterstützt das raussprechen und beim Raussprechen ausatmen.
    Diese Situationen wo man Angst hat durch Konfrontation üben.

    Wenn man dann noch Lob bekommt,
    spornt das enorm an solche Situationen zu üben.

    LG
    Monika
    Geändert von Monika (10.10.2010 um 17:40 Uhr)

  7. #23
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    Zitat Zitat von Der Kümmerer Beitrag anzeigen
    Hallo,





    Wenn jetzt mal nicht der Pater kommt !
    Der Pater kommt nur da wo er helfen kann.
    LG
    Moni

  8. #24
    Gast5147
    Gast

    Standard

    Tach Monika,

    "Sich gedanklich selbst in den Hintern treten, in dem Moment wo man was sagen will, es raussagen und diese Situationen wo man Angst hat üben,
    dann schwindet die Angst. Bevor man es ausspricht tief Luft hollen das unterstützt das raussprechen und beim Raussprechen ausatmen.
    Diese Situationen wo man Angst hat durch Konfrontation üben."

    Okay ... moment ... ich atme ein ... entspanne meine Finger und schreibe: Du nervst! Hach ... bedauerlich, dass ich das nicht Auge in Auge sagen kann.

    Ja ja, ich weiß, auch bei mir kommt der Pater nicht, da kann er auch nicht mehr helfen. Schade ... schade

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