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Thema: Wieviel Charakterwandel ist normal?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Wieviel Charakterwandel ist normal?

    Hallo ihr Lieben,

    ein ehemals guter Freund von mir hat sich binnen des letzten Jahres komplett verändert, wenn er mir heute gegenüber sitzt erkenne ich nichts mehr an ihm wieder, außer das er optisch der Gleiche ist.
    Er war früher ein sehr herzlicher, offener, lustiger, ehrgeiziger Mensch.
    Heute existiert davon nichts mehr, er ist desinteressiert, deprimiert, frustriert und emotionslos!
    Er hat vor einem Jahr beschlossen sein Studium zu schmeißen und eine Ausbildung zu beginnen, diese hat er dann abgebrochen, weil er mit dem Machenschaften der Firma nicht klar kam und ist nun auf der Suche nach einer neuen Ausbildung, dabei könnte er sein Studium fortsetzen.

    Kann man so einem Menschen irgendwie helfen?
    Wie kann es sein das man sich verändert? Es macht mich traurig nur zusehen zu können. Selbst unser ehemals gutes Verhältnis ist entzwei :-(

  2. #2
    Neuling
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    Das tut mir leid für dich. Ob man ihm helfen kann.. sehr gute Frage. Offensichtlich muss irgendwas geschehen sein, das ihn so geprägt hat, dass er sich so verändert hat. Du könntest ihn fragen, aber so wie du die Situation schilderst, bezweifle ich, dass er offen für ein Gespräch ist. Du kannst es trotzdem versuchen. Im Moment kannst du ihm nicht helfen, es sei denn, er lässt sich helfen. Weist er deine Hilfe jedoch ab, lass ihn. Lass ihn los. Für eine Weile wenigstens. Das heißt NICHT, dass euer Verhältnis abbrechen muss, aber ich denke, es ist besser so. Irgendwann wirst du an den Punkt kommen, an dem DU dir Vorwürfe machst. Irgendwann wird er dich in etwas hineinziehen, ungewollt, aus dem auch du raus kommen musst. Selbstzweifel, Hinterfragung deiner Person, etc. Wer weiß, was der Grund für sein Verhalten ist. Ich weiß, du willst unbedingt wissen, was los ist und ihm helfen, aber du MUSST akzeptieren, wenn er nicht will. So schwer es auch sein mag. Sein Verhalten verletzt dich, natürlich tut es das. Aber ich denke, es geht ihm so schlecht, dass er keine Kraft hat, sich darum zu kümmern. Er merkt ja selbst, wie er ist & dass du, darunter leidest. Sei einfach stark. Für euch beide. Wenn er blockt, gib ihm Zeit, lass ihm Freiraum. Übernimm nicht die Versorger-Rolle. Und wenn es gar nicht geht, dann geht es eben nicht. Manchmal muss man loslassen, um glücklich zu werden. Sogar, wenn es genau das ist, was man nicht will. Soweit wollen wir aber noch nicht denken. Versuche das Gespräch mit ihm anzufangen und ja. Ich wünsche dir viel Erfolg.

  3. #3
    Neuling
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    Danke y0ucantfixaheart für deinen Beitrag.
    Mit vielen Dingen die du sagst, sprichst du mir aus der Seele.
    Das Gespräch habe ich schon unzählige Male gesucht
    Auch wenn ich ihm sage, dass ich seine Veränderung bemerke, blockt er ab und verschließt sich.
    Er lässt keine Emotionen mehr zu, sei es von anderen Personen zu sich noch seine eigenen!!
    Ich habe schon viel erlebt, aber das sich Jemand derartig verändert nicht :-(.
    Meine Familie kennt ihn auch und mein Vater und er hatten ein gutes Verhältnis, doch selbst er erkennt ihn nicht wieder...

    Ich habe Angst das er sich endgültig verliert ...!

  4. #4
    Neuling
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    Wenn du schon versucht hast mit ihm zu reden, dann distanziere dich von ihm.



    "Ich habe Angst das er sich endgültig verliert ...!"

    Dann lass ihn sich verlieren. Lass ihn sich selbst verlieren, in der Hoffnung, sich selbst wieder zu finden. Du bist, ob du es willst oder nicht, sowieso in diese Sache verwickelt. Aber du MUSST wissen, wann auch du 'drauf' gehen könntest. Naja, jeder verarbeitet Dinge anders. Tatsache ist, wir wissen nicht warum sein Verhalten sich verändert hat. Wenn er blockt, dann ist es Zeit zu gehen. Ich weiß, dass du es nicht willst und es ist wohl einer der schmerzhaftesten Dinge auf dieser Welt, eine Person leiden zu sehen und zu akzeptieren, dass du ihr nicht helfen kannst. Doch im Moment ist das der Stand der Dinge und du musst es - wohl oder übel - akzeptieren. Es bleibt dir nicht viel übrig. Natürlich kannst du weiter versuchen, du kannst alles daran setzen, dass er sich endlich öffnet und vielleicht schaffst du es auch irgendwann dann, aber bis dahin, bist du selbst ein Wrack, das eine starke Schulter braucht. Du verlierst ihn nicht. Es kann sich alles noch ändern, aber du musst an dich selbst denken.

  5. #5
    Neuling Avatar von Ligeia
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    Ich seh das ähnlich.

    Viele Menschen, die unter einem psychischen Leidensdruck stehen, ziehen sich eher zurück, wenn man ihnen auf den Zahn fühlen will.
    Das kann z.B. daran liegen, dass Sachverhalte realistischer werden, sobald sie ausgesprochen sind oder man Angst vor der möglichen Reaktion des Gegenübers hat.

    Weißt du wie sein Leben sonst verläuft? Sucht er aktiv nach einer neuen Ausbildung? Hat er soziale Kontakte abgebrochen? Verlässt er selten das Haus?

  6. #6
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    Zitat Zitat von warmer Sommerregen Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    ein ehemals guter Freund von mir hat sich binnen des letzten Jahres komplett verändert, wenn er mir heute gegenüber sitzt erkenne ich nichts mehr an ihm wieder, außer das er optisch der Gleiche ist.
    Er war früher ein sehr herzlicher, offener, lustiger, ehrgeiziger Mensch.
    Heute existiert davon nichts mehr, er ist desinteressiert, deprimiert, frustriert und emotionslos!
    Er hat vor einem Jahr beschlossen sein Studium zu schmeißen und eine Ausbildung zu beginnen, diese hat er dann abgebrochen, weil er mit dem Machenschaften der Firma nicht klar kam und ist nun auf der Suche nach einer neuen Ausbildung, dabei könnte er sein Studium fortsetzen.

    Kann man so einem Menschen irgendwie helfen?
    Wie kann es sein das man sich verändert? Es macht mich traurig nur zusehen zu können. Selbst unser ehemals gutes Verhältnis ist entzwei :-(
    Ist er zufrieden mit seinem Leben ? Warum dann intervenieren ?

  7. #7
    Neuling
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    Er ist mit seinem Leben nicht zufrieden, aber er schafft es auch nicht aktiv etwas zu ändern.
    Er wollte vor einem Leben sein gesamtes Leben auf eigene Beine stellen und alles ist den Bach runter gegangen. Ich glaube er fühlt sich innerlich sehr schlecht deswegen.
    Ich habe das Gefühl, dass er mit mir auch nicht mehr klar kommt, da ich nun Medizin studiere und mein Leben sehr gut im Griff habe - als wenn er sich schlecht neben mir fühlen müsste, dabei rede ich schon garnicht mehr über Uni und Co. :-( - das kann es eigentlich auch nicht sein!

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