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Thema: Windelfetischismus, Autonepiophilie

  1. #1
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    Standard Windelfetischismus, Autonepiophilie

    Hallo,

    zurzeit belastet mich am meisten, da ich durch jahrelangen sexuellen Missbrauch, emotionaler Vernachlässigung und körperlichen Missbrauch durch Schlagen verschiedene Symtome entwickelt habe, dabei die Dissoziation. Meine Diagnose: dissoziative Störung bei posttraumatischer Belastungsstörung.

    Vor 6 Jahren habe ich dann gemerkt, dass ich auf Windeln stehe.
    Ich kann mich leider nicht mehr erinnern wie es kam, ich war damals 13 Jahre.
    Irgendwann kam dann immer mehr dazu. Das ich wieder einen Schnuller haben möchte, die Babyflasche und Spielzeug. Mehr brauchte ich nicht. Das habe ich immer alles alleine, heimlich ausgelebt.
    Es gibt immer wieder ein Verlangen, dann klein zu sein, so ca. 2 Jahre.
    Man könnte schon sagen es ist eine Sucht. Meist bei Streß macht es sich bei mir bemerkbar, dass ich dann einfach flüchten will und klein sein möchte, mich geborgen fühlen usw.

    Seid 10 Monaten habe ich eine Partnerin die es nun auch weiß. Sie akzeptiert meine Vorliebe, wickelt mich manchmal und macht dies mit, weil sie mich liebt und weiß, dass es durch die ganzen Traumata kommt. Ich finde das auch total lieb von ihr, aber mir ist es doch noch ziemlich peinlich.

    Oft habe ich versucht es mal nicht zu tun auch wenn ich das Verlangen hatte, doch immer wenn ich versucht habe es zu unterdrücken wurde alles nur noch schlimmer.
    Meine Therapeutin sagte mir ich solle es ausleben, es würde irgendwann weg gehen. Außerdem ist es ja nichts schlimmes, daher soll ich mir da keine Sorgen machen sagte sie.
    Doch irgendwie belastet es mich schon und ich möchte eigentlich nicht nochmal das Thema ansprechen, weil ich mich echt schäme.

    Wisst ihr vielleicht einen Rat, wie ich vielleicht davon los komme oder wie ich damit umgehen sollte? Habt ihr auch so Erfahrungen gemacht?
    Einerseits ist es schön, denn es erregt mich auch aber andererseits schäme ich mich dafür total, weil es ist ja in unserer Gesellschaft ,,verrückt´´.
    Und ich habe Angst, dass es irgendwann schlimmer wird und ich auch noch Babyklamotten haben will usw.

    Es stehen auch viele Begriffe im Internet dazu: ,, Windelfetischismus, Anaclitismus und Autonepiophilie´´. Es wird immer wieder beschrieben, dass es nicht erforderlich ist es zu behandeln und wenn, dann wird es so behandelt, dass man diese Vorliebe akzeptiert.


    Gruß
    Steffi

  2. #2
    Verleger Avatar von Waris
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    Standard

    Hi Steffi,

    erstmal vorneweg: Ich habe persönlich keinerlei Erfahrung mit diesem Fetisch. Allerdings, ein Kind zu sein, das wünscht sich doch jeder hin und wieder, oder? Du machst doch schon alles, was du machen kannst, wenn du bereits in therapeutischer Behandlung bist. Ich für mich, kann gut akzeptieren, was die Therapeutin sagt. Viele Dinge verschwinden, wenn wir sie akzeptieren und sie irgendwann nicht mehr brauchen. Wenn deine Partnerin dies akzeptiert, solltest du es auch versuchen. Dass das nicht einfach ist, glaube ich gern. Denn diese Vorliebe ist in unserer Gesellschaft wohl eine der verschrieensten. Du schadest aber doch niemandem damit! Das ist doch das wichtigste. Es weiß keiner, es geht nur dich und deine Partnerin etwas an. Vor wem schämst du dich? Vor dir selbst? Nimm dich an, genauso wie du bist! Dann brauchst du dich auch nicht mehr schämen.
    Ich denke bei deinem Thread an die sog. Inner-Child-Arbeit. Dein inneres Kind schreit eben besonders laut nach dir.

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (17.04.2011),So Ham (17.04.2011)

  4. #3
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    Hallo,

    Du möchtest gerne von dieser Neigung loskommen, schreibst Du.
    Vielleicht ist so, wie bei Allem was man gerne loswerden will, dass man es zunächst mal annehmen sollte.
    Wie die Therapeutin gesagt hat, wird es von alleine aufhören.
    Und wenn nicht, dann tust Du ja keinem anderen Menschen etwas damit an und im Grunde genommen Dir selber ja auch nicht.
    Vielleicht könntest du versuchen, Entspannungsübungen zu machen, wenn Dich die Schuldgefühle plagen?
    Sonst bin ich der Meinung, dass jeder Mensch seine Neigungen ausleben kann, solange er keinem anderen schadet.

    LG

  5. #4
    Neuling
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    Hallo Ihr beiden,

    vielleicht habt ihr Recht. Aber trotzdem ist es sehr schwer es so einfach zu akzeptieren wie es ist. Denn eigentlich möchte ich frei durch das Leben gehen, ohne Dinge zu tun die mir nicht gefallen usw. Schwer zu erklären..

    Aber mir kann man es 1000 mal sagen irgendwie bleibe ich immer bei meiner Meinung und meiner Ansicht zu bestimmten Dingen und deshalb kann ich es einfach nicht akzeptieren.

  6. #5
    Gast784
    Gast

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    Denn eigentlich möchte ich frei durch das Leben gehen, ohne Dinge zu tun die mir nicht gefallen
    hallo,

    warum "nicht gefallen?" Eigentlich gefällt es Dir doch, diese Dinge zu tun. Was Dir nicht gefällt, ist das, was von Außen darüber gedacht werden könnte. Aber es ist Deine Privatsache, das geht niemanden was an. Insofern brauchst Du Dich auch selbst dafür nicht verurteilen. Ich vermute auch, dass dieser Drang vor allem so groß ist, weil er nicht "sein darf". Würdest Du ihn ausleben, wäre das Thema wahrscheinlich bald durch. Und Du hast ja auch noch die Partnerin dazu, die kein Problem damit hat, Dir diesen Liebesdienst zu erfüllen

  7. #6
    Neuling
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    In der ganzen Reihe von almöglichen Fetischen, finde deinen irgendwie süss.
    Udn ich seh es auch wie meine Vorredener. An sich gefällt dir deine Vorliebe ja, sie tut dir ja gut. Nur schämst du dich vor deiner Partnerin dich so zu zeigen, weil du selbst wahrscheinlich das Bild vor Augen haben musst wie lächerlich das aussehen muss. Aber vor dem Menschen, der dir am nächsten steht, brachst du dich nicht zu schämen. Die gegenseitige Offenbarung seiner Selbst mit allen Stärken, Schwächen, Abneigungen und eben Vorlieben und die gegenseitige Annahme dieser, macht eine Bezihung ehrlich, liebevoll und authentisch.
    Ist doch egal, was bestimmte Menschen davon halten. Befreie dich von diesen Normvorstellungen einfach! Das Schlafzimmer von dir und deiner Partnerin ist ein zu tieft intimer Ort, der euch gehört- es ist eure Welt und dort gelten eure Vorstellugen von "normal". Deine Partnerin kann dich verstehen und fühlt was du braucht! Das ist doch wunderschön, dass ihr euch so nah steht und euch so vertraut. Also schäm dich nicht mehr, lass dich fallen und genieße. Deiner Partnerin tut es doch auch gut zusehen, dass sie dich glücklich macht. Spielen wir draussen nicht genung sozialer Rollen nach Vorstellungen von "normal"?
    Wenn mein Partner mir diese Vorliebe mit mir ausleben wollen würde, würde ich mich sehr freuen, weil es für ein sehr großer Vertaruensbeweis wäre und ich würde mich einfühlsam in dieses Spiel fallen lassen, das meinem Partner gut tut. Das sage ich nicht nur so.

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