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Thema: Wir tragen Masken

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Standard Wir tragen Masken

    Vor einigen Jahren, wurde ich von einer Ärztin angeblich wegen ''Dominanz'' zu einer Psychologin geschickt. Was dort zwischen mir und ihr passierte habe ich noch gut in Erinnerung. Ich blickte auf als sie ins Wartezimmer kam und mich hereinbat. Sie sah aus als hätte sie mit mir schon nähere Bekanntschaft gemacht, natürlich war sie trotzdem eine Fremde. Als wir da alleine saßen im Zimmer wusste ich wegen meiner Sozialen Krankheit nicht was ich sagen sollte. Und ich schaute ihr einfach in die Augen, ein angenehmer Anblick. Sie fühlte sich ziemlich schnell aus ihrer Befragung gerissen und blickte mich ebenfalls an, ihre Pflicht als Psychologin war es mir standzuhalten bis ich den Blick abwende. Aber ich habe hinter ihre Maske der Psychologin gesehn und sie schien in mir jemand andern zu sehn als einen weiteren Patienten, sie zuckte bald leicht zusammen. Es war mir klar wozu in dem Moment ihr feiner Glastisch gedacht war. Aber ich habe die Sache nicht weiterverfolgt, ich habe angefangen zu reden. Gutbürgerlich, platonisch, dumm und leer wie die meisten Menschen. Ach; und Sie tat mit professioneller Entschlossenheit dasselbe.

    Und was mich so schockiert; Obwohl Ich nicht von der Phobie gelähmt war merkte ich dass ich nicht mehr derselbe war wie vor einigen Momenten noch. Ich habe angefangen eine Maske zu tragen, mich unbewusst zu verstellen, eine Rolle zu spielen. Das ist eine traurige Tatsache. Für mich, weil ich nicht immer sehe wer ich bin, und für andere die sich ihr Leben lang auf ihre Masken stützen obwohl sie eigentlich viel schönere Menschen sind.

    Das Phänomen ist bekannt nehme ich an. Habt ihr damit Erfahrung gemacht? Wie kann ich wieder ich selbst sein , kann man überhaupt noch in Form von Worten sich selbst projezieren oder geht das nur durch direkte, wortlose Präsenz? Das ist es nämlich was mich oft stört und meine Sozialphobie verstärkt, die Angst mich unbewusst zu verstellen, eine Rolle zu spielen. Das will ich nicht in Kauf nehmen.
    Geändert von Craven (11.05.2008 um 00:58 Uhr)
    Wenn du nichts Schlechtes über jemanden sagen kannst, sag lieber garnichts.

  2. #2
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    Tja, schade, dass wir nicht immer das sein können, was wir sind, so ist das Leben, es gibt Prioritäten, man muss sich anpassen. Traurig, wenn Herr Craven das noch nicht gelernt hat.

    Traurig auch, dass dein Text erst richtiges Porno-Potential hatte, du die Story dann aber so abrupt abgebrochen hast, mich hätte interessiert, wie die Psychologin weiter gemacht hätte, nachdem sie dich so "gelöchert" hat.

    Gruß
    Time

  3. #3
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    Um zu zeigen wer wir wirklich sind

    müßten wir wissen, wie wir wirklich sind
    müßten wir lieben was wir sind
    müßten wir zu uns selbst stehen
    und die Traute haben auch Nachteile die daraus entstehen zu akzeptieren.

    Wenn du in deinem Leben Theater spielst, dann spiele wenigstens die rolle, die dir gefällt.

    @Craven

    Zu deiner Geschichte. Sie entspringt deiner Supjektiven Wahrnehmung und einbilden kann man sich vieles, wenn der Tag lang ist.

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Ich habe mir schon überlegt mir verschiedene Rollen anzueignen und das hat sicher auch seine Funktion. Ich denke diese Rollen sind an sich nicht nutzlos und falsch sondern können, richtig angewandt, einen Zweck erfüllen und mir damit dienen. Sie sollten aber nur Mittel zum Zweck bleiben, nie der Zweck selbst.
    Trotzdem hält etwas in mir an den Rollen fest, will sich daraus eine Identität aufbauen.

    Das Problem ist nicht dass diese Rollen entstehn sondern dass sie eine Eigendynamik entwickeln, selber die Kontrollel ergreifen, obwohl ich das nicht will. Ich denke sogar den meisten Menschen ist das ganricht bewusst weil sie glauben ihre Rolle zu sein. Denn schliesslich habe ich, im Gegensatz zu vielen anderen, Unmengen Zeit mit mir selbst verbringen müssen in der ich öfters komplett demaskiert war. Andere dagegen gewöhnen sich an das Gefühl der Maske auf ihrer Person und verwechseln diese Schale bald mit ihrer eignen Haut.

    PS;

    Nebenbei; ich denke völlig demaskiert, frei von Identitätsrollen ist man meist kurz nach dem Aufwachen wenn man sich noch nicht erinnert ''wer'' man ist. Zu dem Zeitpunkt ist man immer man selbst, von Masken befreit.
    Wenn du nichts Schlechtes über jemanden sagen kannst, sag lieber garnichts.

  5. #5
    Verleger Avatar von Natz
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    Der letzte Satz ist ziemlich zutreffend, Craven. Um auch mal was nettes zu sagen.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  6. #6
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Zitat Zitat von Natz71 Beitrag anzeigen
    Der letzte Satz ist ziemlich zutreffend, Craven. Um auch mal was nettes zu sagen.
    Brav....
    Wenn du nichts Schlechtes über jemanden sagen kannst, sag lieber garnichts.

  7. #7
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    ich kenne das gefühl so gut. Und finde es so langweilig diese "Masken"...und weil das alle tun rutsche ich oft auch darein und vergeude meine Lebenszeit in diesen Momenten.
    Ihr scheint tot, weit weg.
    Nicht bei euch selbst.
    Floskeln, Sprüche, gängige Themen.
    Moralgeprägt, verbogen, programmiert;
    wie Marionetten.
    Hat der Alltag euch verschlungen?
    Ich finde euch nicht.
    Meine Gedanken umgeben von Verlorenen.
    Selten zieht ihr mich mit.
    Doch dann breitet sich eine Leere in mir aus.
    Unbeschreiblich aussichtslos und ich will schlafen.

  8. #8
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    Nebenbei:

    Lebenszeit ist das schönste das es gibt, wenn man das erkannt hat ist der feste Grundstück für ein glückliches Leben schon gelegt!!!
    Der Sinn des Lebens ist der freie Wille!!!!!!!!!

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