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Thema: Wirklich inzwischen Angst oder doch organisch krank??

  1. #1
    Neuling
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    Frage Wirklich inzwischen Angst oder doch organisch krank??

    Hallo, vielleicht kann mir jemand von Euch helfen. Ich weiß nicht mehr weiter..

    Ich bin männlich, 35 Jahre alt, habe seit 3 Monaten tagtäglich Schwank-Schwindel und noch länger schon Herzrasen. Aufgetreten bevor meine Oma, zu der ich ein sehr inniges Verhältnis hatte, gestorben ist. Ist mittlerweile fast 1 Jahr her... Ferner wurde ich gerade befördert, habe viel Personalverantwortung, die Arbeit macht mir aber großen Spaß und meine Frau und ich sind in einer Kinderwunschbehandlungsmaßnahme, da es mit dem Nachwuchs bisher nicht geklappt hat. Gegen das Herzrasen bekam ich 2,5mg bisoprolol (Betablocker),die ich 1x morgens nehme. vertrage ich gut, hatte seitdem nie wieder Herzrasen. Und das wo ich soooo oft nachts mehrere Stunden Herzrasen hatte und sogar 2 Mal in der Notaufnahme war... laut Ärzten Fehlalarm... aber vom Gefühl her vernichtend... Aber dieser schlimme Schwankschwindel blieb. Ich bin 100% beschwerdefrei im Sitzen (meine Arbeit ist zu 90% im Sitzen... Glück gehabt). Aber sobald ich gehe, habe ich das Gefühl, ich falle gleich um, so als würde mir eine Windböe die Beine weghauen und meine Beine zu schwach wären, mich aufrecht halten zu können. Bin aber nie hingefallen bisher, dabei ist mir übel (ohne Erbrechen) und ich bin ab und zu kreidebleich... seit 3 Wochen zudem äußerst zittrige Hände, dieses - im Gegensatz zum Schwindel - aber nicht permanent, sondern vor allem morgens - aber unabhängig von dem Betablocker, die nehme ich erst seit 10 Tagen. Untersucht wurde bisher auf Diabetes, war aber alles ok. Sämtliche Untersuchungen beim Kardiologen - außer Extrasystolen alles ok. Blutwerte auch alle ok. Mittlerweile habe ich nur noch Angst, irgendeine Krankheit zu haben, auf die keiner kommt. Vor 3 Tagen wurden mir nun auch noch 3 Muttermale herausgeschnitten, die - davon gehe ich aus - zwar auffällig, aber nicht bösartig waren. (Ergebnis folgt Montag). Und zuguterletzt hatte ich dieses Jahr 3 X Migräne (vorher noch nie aufgetreten). Erst flackerten meine Augen, ich konnte ca. 30 Minuten nur noch Blitze sehen und danach setzten für ca. 2 Stunden heftigste Kopfschmerzen ein - laut Augenarzt, wo auch eine Gesichtsfelduntersuchung gemacht wurde alles ok, die Sehnerven wären leicht ausgehöhlt, das wäre bei Kurzsichtigkeit aber nichts unnormales? Wenn ich in den Himmel gucke, z.B jetzt bei wolkenverhangenem Himmel, fängt es auch sofort an, dass ich kleine Bltze, vergleichbar mit einer Wunderkerze im Himmel sehe, was aber nachlässt, sobald ich nicht mehr in den Himmel gucke?
    Meine eigentliche Frage: überall liest man, dass Schwankschwindel oftmals psychisch sei. NUn ist meine Oma aber vor 11 Monaten gestorben und es fing erst vor 3 Monaten so extrem an. Ich sehe den Zusammenhang nicht. Mache auch jeden Tag progressive Muskelentspannung und viel Sport, gesunde Ernährung ist ebenfalls gegeben, ich rauche nicht und trinke gar keinen Alkohol. Und außer dass ich "Angst" habe, eine Krankheit haben zu können, geht es mir blendend. Wenn nur dieser Schwindel nicht wäre.
    Klar bin ich nach wie vor traurig, meine Oma nie wieder sprechen zu können, aber ich denke nicht,dass die Gefühle beim an sie denken übertriebener Natur sind. Ich bin mittlerweile auch nicht mehr sicher, ob ich "nur" um sie trauer oder auch aus dem Grund, weil es mir selbst nicht gut geht ("will mein altes Leben zurück, wo ich keinen Schwindel hatte... einer der letzten Sätze meiner Oma, bevor sie gestorben ist war "mir ist so schwindelig". Ich assoziiere also Schwindel durchaus mit "Ende des Lebens", ohne ernsthaft daran zu glauben, dass ich etwas "Schlimmes" habe ?!?!?!
    Ratet Ihr zu einem CT etc ?? Neurologin sagte, es gäbe dafür keinen Anhaltspunkt - auch alles andere, was man bei google so findet wie Multiple Sklerose oder Parkinson passen laut Norologin gar nicht auf meine Symptome. Allerdings hat sie auch nichts großartig untersucht ?
    Gibt es eine Erklärung, warum es mir im Sitzen und Liegen sehr gut geht, im Stehen ist es ok, aber beim Gehen dreht sich alles? Joggen kann ich ohne Probleme, das passt doch nicht zusammen?
    Habe auch keine gute Hausärztin, sie hat außer Blutdruckmessen nichts gemacht, habe mich überallhin selbst überwiesen ... war bisher auch nie krankgeschrieben!
    Insofern will ich nicht über Ärzte jammern, will aber auch nicht als Hypochonder gelten, obwohl ich mir langsam wirklich so vorkomme. Danke für Eure Hilfe!!!!

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Vielleicht schreib ich später noch mehr, aber ich würde dem psychischen Ansatz nachgehen. Das hat nichts mit Hypochondrie zu tun, es ist ja real da. Man könnte sich auch freuen, ok, immerhin, es ist nichts ernsthaft körperliches.

  3. #3
    Nachwuchs Autor
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    Hamburger schreibt
    Vor 3 Tagen wurden mir nun auch noch 3 Muttermale herausgeschnitten, die - davon gehe ich aus - zwar auffällig, aber nicht bösartig waren.

    Meinst Du, dass die Muttermale ursächlich sein könnten für Deinen Schwindel?

    Wenn Du irgendwann selbst Deiner Arztbesuche müde geworden bist, Deine Beschwerden sich schon langsam chronifizieren, das Beobachten Deines Körpers Deine Gesundheitsängste nur noch weiter aufheizen, das Herz i.O. ist, also es sich demnach um eine funktionelle Störung handelt, dann sollte in Dir langsam die Erkenntnis heranreifen, dass Dir wahrscheinlich nur noch eine Psychotherapie in einer Klinik helfen könnte (Dauer: ca. 6 Monate).

  4. #4
    Roman Verfasser
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    Zitat Zitat von Bertrand Beitrag anzeigen
    Psychotherapie in einer Klinik helfen könnte (Dauer: ca. 6 Monate).
    Echt es gibt Kliniken die so lange Psychotherapie machen? Wusst ich noch gar nicht.

  5. #5
    Nachwuchs Autor
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    Erwin, Du könntest jederzeit die Therapie, auch entgegen dem ärztlichen Rat, abbrechen. Die Therapie ist dann zu Ende, wenn die Ärzte sehen, dass Du Dich wieder stabilisiert hast.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Bertrand für den sinnvollen Beitrag:

    Erwin (17.12.2011)

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