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Thema: Wo passt das rein? Achtung, sexuelle Paraphilie ...

  1. #1
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    Ausrufezeichen Wo passt das rein? Achtung, sexuelle Paraphilie ...

    Hallo,

    ich beschreibe hier eine Thematik, die für viele wahrscheinlich harter Tobak ist. Bitte also nicht weiterlesen, wer Ekel und Abstoßung vor sadomasochistischen Praktiken mit Zwangsernährung durch Kot (KV) und Urin (NS) empfindet! Sofern das Thema jedoch inhaltlich die Forenregeln bricht, bin ich natürlich damit einverstanden, wenn das Thema gelöscht wird - meine Absicht besteht lediglich in der Suche nach Hilfe. Danke für euer Verständnis.

    Ich bin mit meiner Freundin seit fünf Jahren zusammen - mittlerweile wohnen wir nun auch schon seit einem Jahr zusammen, ziehen aber nächstes Jahr wieder auseinander. Grund dafür ist, dass sexuell gar nichts mehr läuft und wir die Beziehung aber nicht aufgeben wollen und hoffen, dass sich was durch die getrennt-Situation verbessert - dass es sexuell nicht läuft hat eine Hintergrundgeschichte:

    Ich habe eine sexuelle Präferenz dem weiblichen Geschlecht unterlegen zu sein - aber in sexueller Hinsicht. Zusätzlich zur Vorliebe für den Oralverkehr bei der Frau führt das bis hin zur "gewollten" Zwangsaufnahme ihres Urins und Kots. Diese spezielle Vorliebe ("Toilettendienst") hat sie mir zuliebe ausgeführt (allerdings "nur" Urin), hat darunter aber sehr gelitten, was ich erst nach einiger Zeit verstehen konnte, denn während sie mir meinen Wunsch erfüllt hat, war ich absolut egoistisch und hatte nur die Erfüllung meiner sexuellen Fantasien im Sinn.
    Nach einer Weile teilte sie diese speziellen perversen Fantasien nicht mehr mit mir, da sie diese abstößt. Unsere normale sexuelle Beziehung wurde daraufhin erheblich gestört, sie ebbte - seit diesen für sie eher traumatischen Erlebnissen - seit Jahren kontinuierlich ab und ist mittlerweile eigentlich zum Erliegen kommen. Meine Perversionen leben, seitdem sie nicht mehr mit meiner Freundin zur Realisation gelangen, nur in meinen Gedanken und Selbstbefriedigung weiter, besorgen mir aber mehr Kummer als Glückseligkeit. Es ist mehr ein minimaler kurzzeitiger Höhepunkt der Erfüllung versteckter und nicht ausgelebter sexueller Träume, dem danach jedoch sehr oft eine tiefe Depression folgt ...

    Ich wünschte mir, diese Gedanken auszuschalten, zu vernichten, einen Schalter im Gehirn umzulegen, diesen schief gewachsenen Zweig in meiner sexuellen Vorstellung abzuschneiden ... oder zumindest so geradezurücken, dass er mich nicht mehr belästigt. Ich bin kurz davor eine Hypnosetherapie bei Davor Antunovic in Esslingen durchzuführen - eine für einen Studenten horrend teure private Therapie ... daher wende ich mich nun an andere Theraupeuten sowie dieses Forum und hoffe, dass mir irgendwer nützliche Tipps geben kann, wie ich vielleicht günstiger an eine Heilung komme oder mir jemand Selbsthilfegruppen empfehlen kann ... irgendwas. Ich komme aus Freiburg und bin auch bereit größere Strecken zurückzulegen - mit meinem Studium ist das momentan ganz gut zu vereinbaren.

    Ich danke herzlichst im Voraus für eure Teilhabe und Engagement.

    Liebe Grüße,
    Johannes

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Hallo Johannes,
    ich glaube kaum, dass Du da mit einer teuren Hypnose weiterkommst. Es ist eben eine Vorliebe oder ein Fetisch, dass Deine Freundin nicht teilt und sicherlich auch nicht jedermans Sache ist. Ich denke, mit Deiner Freundin wirst Du diesbezüglich auf keinen gemeinsamen Punkt kommen. Allerdings gibt es bestimmt Frauen, die diese Vorliebe teilen. Ich glaube nicht, dass es was bringt, diese Vorliebe "abzutrainieren". Das erinnert mich immer an diese christlichen Gruppen in Amerika, die Homosexuelle "therapiren".
    Wie war das denn bei Deinen vorigen Freundinnen, oder war sie Deine Erste?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
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    Danke erst einmal an Natz für deine Meinung!

    Klar, abtrainieren kann ich mir das vielleicht nicht - aber trotzdem möchte ich die Hoffnung nicht aufgeben. Vor allem möchte ich an unserer Beziehung festhalten weil meine Freundin etwas ganz besonders ist und ich meinen sexuellen Fetisch als nicht so "besonders" erachte. Sie war und ist mit fünf Jahren meine derzeit längste Freundin und meine erste, mit der ich auch diesen Fetisch in den Grundzügen ausleben konnte - dadurch ist der Fetisch erst stärker geworden ... dennoch: Ich ziehe lieber die Beziehung zu meiner Freundin vor und entscheide mich gegen diese spezielle Vorliebe und das probiere ich eben in einer Therapie zu ändern - es muss doch einen Weg geben ...

  4. #4
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    Guten Morgen,

    ich sehe aus Deinem Schreiben, dass Du nicht glücklich mit Deiner Neigung bist und gerne etwas daran ändern möchtest. Ob das geht weiß ich nicht, aber ich würde nicht von vornherein sagen, ist so-muß so bleiben fertig.

    Sicherlich ist eine Therapie sinnvoll und hilfreich, um der Sache zumindest auf den Grund zu gehen und ein guter Therapeut wird Dir helfen können die Ursache zu finden. Mir schweben da vage Gründe für vor, die allerdings mehr Vermutungen sind als Wissen.
    Eine Hypnose halte ich für keine gute Idee (ist aber durch meine Einstellung dazu bedingt), da ich an ändern durch verstehen glaube und nicht an schwups man merkt es nicht und es ist weg. Da steckt für mich eine Gefahr von weiterer Verdrängung drin und die Suche nach einem neuen Ventil.

    Aber ich halte es für sehr wichtig, dass auch Deine Freundin sich einen Therapeuten sucht, da sie anhand Deiner Erzählungen sicherlich einiges mit sich rum trägt, was sie Dir zuliebe tat, aber entgegen Ihrer Natur lag und so wie Du es schilderst auch massiv.

    Du schreibst, der Fetisch wurde stärker dadurch, dass Du ihn mit ihr überhaupt im Ansatz ausleben konntest. Davon solltest Du Dich allerdings verabschieden, wenn sie Dir so wichtig ist, wie Du schreibst, denn ihrer ist es ganz sicherlich nicht und ich denke sie hat sehr darunter gelitten.

    LG

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei So Ham für den sinnvollen Beitrag:

    Johannes85 (12.12.2010)

  6. #5
    Gast784
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    Hallo Johannes,

    ich sehe auch keine Lösung des Problems in ner Hypnosetherapie. Da gehst Du wohl besser zu einem (Sexual-)therapeuten und das bezahlt bei entsprechender Zulassung die Kasse. Da könntest Du zumindest einen sinnvollen Umgang mit diesem Fetisch Dir erarbeiten oder vll gibt es ja tatsächlich Wurzeln, die dahinter stehen.

    Wie auch immer, ich denke auch, dass es für Deine Freundin ein Thema sein könnte, für sich aufzuarbeiten, warum sie diese Grenzüberschreitung überhaupt zugelassen hat. Denn sie ist ja anscheinend weit über den "Neugierbefriedigungsfaktor" hinaus gegangen. Und es ist wirklich bitter, wenn man dem Partner ständig gibt und gibt, was man selber eigentlich nicht mal zur Verfügung hat, und merkt, dass das wie ein Fass ohne Boden ist, weil derjenige es dann immer haben will oder sogar noch das Verlangen und Fordern danach steigert. Und es ist eine sehr massive persönliche Kränkung, wenn es ohne Fetisch anscheinend nicht mehr geht

    Das ist natürlich ne massive Schieflage und da habt ihr wohl beide die Aufgabe, auch mal euer eigenes Sozialverhalten zu überprüfen. Nicht immer ist alles nur Sex, wo Sex drauf steht

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Johannes85 (12.12.2010)

  8. #6
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    Lieber So Ham, liebe Gabiannarele,

    ich danke euch vielmals für eure sehr nützlichen Beiträge und bin euch dankbar, dass ihr mir beide von einer Hypnosetherapie abratet. Auch ich bin der Meinung, dass dieser Fetisch nicht einfach zu "entfernen" ist, sondern durch verstehen und analysieren bzw. lokalisieren vll. einzudämmen ist. Zu dieser Therapie hat mich vor allem die derzeitige Notlage bewegt. Ich bin Anfang 2009 bis Anfang 2010 mit diesem Problem in eine analytische Psychotherapie gegangen, allerdings hatte sich herausgestellt, dass vieles anderes in meinem Leben auch nicht so gerade läuft und die Therapie hatte dann primär das gesamte Verstehen meinerselbst zum Ziel und das hat auch gut funktioniert - ich war sehr froh über diese Therapie ... aber an der Einstellung zu meinem Fetisch hatte es nichts geändert.

    Meine Freundin hatte sich, in Phasen, in denen die Gedanken ihr sehr zusetzten, auch an eine Therapie gedacht, da sie befürchtete, dass ihr dieser gemeinsam ausgelebte Fetisch - der absolut gegen ihre sexuelle Vorliebe geht - doch mehr an sexueller Energie und Lust geraubt hat, als dass sie es anfangs (nachdem wir diese Fetisch-Auslebung einstellten und sie mir sagte, dass sie es überhaupt nicht möchte) gedacht hätte. Ich denke auch heute noch, dass eine Therapie - oder zumindest einige Gespräche mit einer Sexualtherapeutin - gut tun würde. Ich bin zwar immer wieder von ihrem Durchhaltevermögen beeindruckt, aber ich denke und sehe das auch an einigen Tagen bei ihr, dass dieses nun schon weit zurückliegende sexuell negative Erlebnis ihr mehr zugesetzt hat, als dass sie es verkraften kann ... und sie eben sehr gebrandmarkt hat.

    Ich werde ab Januar meine Suche nach einem Sexualtherapeuten mit Kassenzulassung hoffentlich erfolgreich abschließen oder vielleicht auch die mir bereits bekannte Therapeutin wieder aufsuchen und dort einen Neustart beginnen ... und ich werde, wenn meine Freundin und ich ab Januar nicht mehr zusammen wohnen, sehen, wie es uns beiden ergeht ... auch in sexueller Hinsicht. Ob meine Freundin eigens oder mit mir zusammen eine Therapie machen möchte ist abhängig vom nächsten Verlauf unserer Beziehung ... denn momentan ist der räumliche Abstand erstmal vorrangig, zuerst braucht es neuen Wind in den Segeln, damit unsere Beziehung wieder Fahrt aufnehmen kann. Dann werden wir sehen, wie sehr das Leck im Schiffsbau bzw. das krumme Ruder noch die Fahrt behindert.

    Ich danke euch nochmal herzlichst für eure Beiträge, ihr seid mir alle eine große Hilfe!
    Geändert von Johannes85 (12.12.2010 um 08:51 Uhr)

  9. #7
    Gast784
    Gast

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    hallo Johannes,

    ich wünsch euch viel Kraft und Glück bei eurem Weg bzw. euren Wegen. Ich finde es sehr positiv, wie ihr mit dieser ganzen Sache jetzt umgeht. Es ist hart für euch beide, aber es beinhaltet ja auch Chancen. Vor allem, dass ihr jetzt nicht das Ziel habt, einen bestimmten Zustand wieder herbei zu führen, sondern offen bleibt, was ihr jetzt mit euren Erfahrungen, Blessuren und Bedürfnissen macht, das lässt sehr hoffen, dass sowohl Du, wie Deine Freundin einen Weg findet, wieder in eine befriedigendene Stabilität zu kommen. Wenn ihr da dann wieder zusammen findet, ist es schön. Wenn nicht, wird es für jeden von euch mit der Einstellung dann auch stimmig sein.

    Wäre nett, wenn Du uns ab und zu an den Prozessen teilhaben lassen würdest. Das Problem ist bei Paaren sicher weiter verbreitet, als man denkt. Mich interessiert vor allem, wie es dazu kommen kann, dass ein Fetisch dermaßen stark wird, so dass ER ausschließlich die Lust bestimmt und die Lust der Partnerin absolut nicht mehr von Belang ist.

    Danke, dass Du Dich hier so mutig geöffnet hast.
    Geändert von Gast784 (12.12.2010 um 09:09 Uhr)

  10. #8
    Neuling
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    also ich kenne das problem auch. wenn man so eine neigung hat dann kann man das meiner meinung nach nicht so einfach wegtherapieren. man kann vielleicht darüber streiten, ob paraphilien "heilbar" sind oder wenigstens eingrenzbar. man kann versuchen, es aus der beziehung raus zu halten oder es nur heimlich zu machen. wenn man es los werden will sollte man es für sich als problem definieren das viel kaputt machen kann, man sollte sich davon distanzieren und alles vermeiden was es antriggert. lg

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