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Thema: Zähl- Kontroll- und Wiederholungszwänge?

  1. #1
    Gast7983
    Gast

    Standard Zähl- Kontroll- und Wiederholungszwänge?

    Hallo,
    seit ca. einem Jahr habe ich (16) das Gefühl das mein handeln immer mehr zwanghaft ist.

    Erläuterungen:
    Ich kontrolliere ständig, ob bestimmte Dinge noch da sind oder ob ich z.B. das Licht ausgemacht habe oder die Tür zu. Auch wenn ich es zuvor schon 3 Mal kontrolliert habe und weiß das eigentlich alles okay ist, muss ich es dennoch noch ein weiteres Mal kontrollieren und noch ein Mal etc.. Ich muss immer Gegenstände ganz genau ausrichten und steh meist noch mehrere Male auf, um die Ausrichtung der Gegenstände zu überprüfen und erneut zu korrigieren.
    Desweiterem kommt es an vielen Tagen vor, dass ich bei vielen Aktivitäten den Zwang entwickel alles zu zählen oder zu wiederholen, wenn ich z.B gerade mein Arm gehoben habe, um mich z.B. zu strecken, muss ich dies dann noch z.B. 222 Mal wiederholen. Und das ist bei vielem so,gerade bei Bewegungen, dass ich Aktivitäten sinnloser Weise nach einer vorher mir gefallenden Zahl wiederhole, auch Gedanken. Ein Beispiel,wo ich zähle ist, dass ich beim Essen zähle, z.B. wie viele Erbsen ich gegessen habe oder ich zähle meine Schritte.
    Und beim Essen kommt auch häufig der Ausrichtungs- und Sortierzwang zum Einsatz. Ich kann auch keinerlei Spontanität entwickeln, weil mein ganzer Tagesablauf einen ganz bestimmten Schema folgen muss und wenn es dem nicht entspricht, verliere ich die Nerven. Es gibt einfach diese Abläufe und die dürfen nicht anders geschehen. Deswegen kann ich auch nicht sagen, dass ich einfach mal heute bei einer Freundin übernachte oder das ich z.B. einen mehrtägigen Ausflug mitmache, da ich dann diese Abläufe nicht einhalten kann und das wären für mich Qualen.
    Ich könnte noch andere Sachen aufzählen.

    Ich weiß nicht ab welchen Grad man von einer Zwangsstörung oder Ähnlichen sprechen könnte. Und es ist mir auch eigentlich egal ob ich eine habe oder nicht. Aber ich möchte einfach was dagegen tun und dieses Verhalten stört mich mittlerweile sehr und ich bin dadurch auch eingeschränkt frei das zu tun was ich möchte. Zudem kommen noch meine im Psychologie-Talk beschriebenden Symptome, welche der Schizophrenie sehr ähnlich sehen, meine wie andere sie bezeichnen Essstörung, aber ich mag diesen Begriff nicht, und die aus allem resultierenden Depressionen, Ängste und Schlafstörung, sowie eine gewisse andere Sache. Es belastet mich und ich habe das Gefül mir wächst das alles über den Kopf und ich möchte wenigstens was gegen diese Zwänge machen. Was kann ich dagegen tun?
    Geändert von Gast7983 (15.03.2011 um 20:55 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Hallo Lore,

    du schreibst, dass dein Handeln seit ungefähr einem Jahr immer mehr einem Zwang unterliegt. Kannst du dich an ein konkretes Ereignis erinnern, was dich dazu gebracht hat, seither alles mehrmals zu kontrollieren?
    Geändert von Delta (16.03.2011 um 11:53 Uhr)

  3. #3
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    Ist dir vielleicht mal ein Ereignis widerfahren, das dir das Gefühl vermittelt hat, dir selbst nicht mehr vertrauen zu können?
    Geändert von Delta (16.03.2011 um 11:52 Uhr)

  4. #4
    Gast7983
    Gast

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    hmm naja...also ich habe in dem Zeitraum alle meine sozialen Kontakte verloren, weil mein Verhalten, meine Persönlichkeit einfach ziemlich ich sag mal komisch wurde. beängstigend und verstörend könnte man fast sagen. Sprich Freunde und mein Ex gingen und die Beziehung zu meinen Brüdern wurde auch immer schlechter...aber es war eigentlich kein konkretes Ereigniss, jedenfalls fällt mir eins ein. Ich muss jedoch dazu sagen, dass man meinen Erinnerungen nicht mehr wirklich trauen kann. Entweder kann ich mir bestimmte Zeiträume gar nicht mehr richtig ins Gedächnis rufen oder aber ich kann nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden, deswegen kann ich da keine Garantie drauf geben, dass nicht doch etwas passiert ist. Hmm und eigentlich bin ich der einzige Mensch dem ich je vertraut habe, außer meinem ehemaligen besten Freund.
    Geändert von Gast7983 (16.03.2011 um 15:21 Uhr)

  5. #5
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    Wieso hast du, bis auf deinen ehemaligen besten Freund, nie jemandem vertraut?


    Wenn du schreibts, dass du nicht zwischen Traum und Realität entscheiden kannst, meinst du damit, dass du nicht sicher bist, ob sich ein Ereignis in der Vergangenheit tatsächlich zugetragen hat oder ob du dies nur geträumt hast?

  6. #6
    Gast7983
    Gast

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    ich weiß nich genau woher das kommt...ich war schon immer ziemlich misstrauisch. Zudem wurde ichoft verarscht und belogen, was dieses Misstrauen nur bestärkt hat.

    Und ja, ich denke und ich weiß auch teilweise, dass bestimmte Ereignisse nur in meinem Kopf stattgefunden haben. Außerdem ist es so, weil ich eben weiß, dass nicht alles echt ist und ich wenn ich mich mal an was erinnere,( da eben auch vieles gar nicht mehr da ist, wegen mein recht ausgeprägten Verdrängungsmechanismus,) dass es nicht vollstädig ist und dann vervollständige ich es so wie ich damit klar komme, dabei ist es wahrscheinlich anders gewesen, aber ich möchte es so stark, dass ich diese falschen Erinnerungen dann glaube. Ich kann es nich mehr unterscheiden mittlerweile. Was Traum, Realität oder einfach von mir falsch ergänzt wurde...
    Geändert von Gast7983 (18.03.2011 um 16:28 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Lore

    Du kannst Dich auch an die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen wenden,
    die ist in Osnabrück,die haben auch ein Forum und geben eine Zeitschrift für Zwangs-
    erkrankungen heraus.

    Ich selber leide schon seit meiner Kindheit unter Kontrollzwängen und heute vorallem
    unter einem Grübelzwang,es gibt sogenannte Selektive Wiederaufnahmehemmer,die
    gegen Zwangsstörungen helfen können,zusammen mit einer Verhaltenstherapie,
    insbesondere wenn die Zwangserkrankung noch nicht solange von einem Besitz ergriffen
    hat!

    lg raskowitz

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei raskowitz für den sinnvollen Beitrag:


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