Ich habe einen sehr guten Freund, der ein großes Problem mit seinen Zähnen hat. Eigentlich sieht er sehr gut aus, aber wenn er den Mund aufmacht, ist es der Schocker. Er hatte schon immer Angst vorm Zahnarzt. Als er das letzte mal da war, war das ziemlich schlimm für ihn. Es mussten glaube ich 2 Zähne rausoperiert werden, was trotz Vollnarkose hinterher sehr schmerzhaft war.
Seit dem hat er sich nicht mehr hingetraut. die Zähne sind nur noch verfault, schwarz, Stümpfe teilweise...es sieht schrecklich aus, echt total entstellend. Hinzu kommt, dass er auch nicht wirklich das Geld hat 1. Für Zahnersatz(und da müsste wirklich einiges ersetzt werden mittlerweile), 2. Für eine sonderbehandlung für Phobiker. Das sind nochmal zusätzliche Hürden, die dem Phobiker den Weg noch erschweren.
Ich frage mich immer, was dahinter steckt, dass ein Mensch sich so weit verfallen lässt. Ich kann es nicht verstehen. Wenn ich von mir aus gehe, würde ich ALLES dran setzen umd as wieder in Ordnung zu bringen und versuchen an Geld für die Behandlung zu kommen. Er verdrängt es einfach.
Was glaubt ihr, könnte dahinter stecken und wie kann man ihm evtl. doch noch helfen? Mir tut es einfach weh das zu sehen, wie jemand sein komplettes Leben deshalb wegschmeißt. Ist ja logisch, dass er so keine richtige Arbeit und erst recht keine Freundin findet. Ich weiß, dass er sich schämt und darunter leidet. Und mich belastet es eben auch irgendwie, weil ich ihn sehr gern hab.


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