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Thema: Zahnarztphobie-Gebissruine

  1. #1
    Verleger Avatar von Waris
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    Unglücklich Zahnarztphobie-Gebissruine

    Ich habe einen sehr guten Freund, der ein großes Problem mit seinen Zähnen hat. Eigentlich sieht er sehr gut aus, aber wenn er den Mund aufmacht, ist es der Schocker. Er hatte schon immer Angst vorm Zahnarzt. Als er das letzte mal da war, war das ziemlich schlimm für ihn. Es mussten glaube ich 2 Zähne rausoperiert werden, was trotz Vollnarkose hinterher sehr schmerzhaft war.
    Seit dem hat er sich nicht mehr hingetraut. die Zähne sind nur noch verfault, schwarz, Stümpfe teilweise...es sieht schrecklich aus, echt total entstellend. Hinzu kommt, dass er auch nicht wirklich das Geld hat 1. Für Zahnersatz(und da müsste wirklich einiges ersetzt werden mittlerweile), 2. Für eine sonderbehandlung für Phobiker. Das sind nochmal zusätzliche Hürden, die dem Phobiker den Weg noch erschweren.
    Ich frage mich immer, was dahinter steckt, dass ein Mensch sich so weit verfallen lässt. Ich kann es nicht verstehen. Wenn ich von mir aus gehe, würde ich ALLES dran setzen umd as wieder in Ordnung zu bringen und versuchen an Geld für die Behandlung zu kommen. Er verdrängt es einfach.
    Was glaubt ihr, könnte dahinter stecken und wie kann man ihm evtl. doch noch helfen? Mir tut es einfach weh das zu sehen, wie jemand sein komplettes Leben deshalb wegschmeißt. Ist ja logisch, dass er so keine richtige Arbeit und erst recht keine Freundin findet. Ich weiß, dass er sich schämt und darunter leidet. Und mich belastet es eben auch irgendwie, weil ich ihn sehr gern hab.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  2. #2
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    Eben, er schmeißt Stücke seines Lebens deshalb weg. Ein weiteres, überbewertetes Problem, entstanden durch die Zivilisation, manchmal muss man eben Schmerzen über sich ergehen lassen. Vorm Zahnarzt Angst zu haben ist verweichlicht von deinem Bekannten und wahrscheinlich irgendwo ein Fehler in der Erziehung gewesen. Man muss sich nicht mit allem aufhalten und irgendwen in Schutz nehmen, hinterher bekommt noch jemand eine "Hintern-abputz-Phobie"...

  3. #3
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    Phobie ist Phobie und kann überwunden werden. Aber dafür braucht man oft professionelle Hilfestellungen. Es kommt ja immer drauf an, wie die Phobie entstanden ist. Schlechte Erfahrungen oder übergesprungene Angst, weil es alle haben.

    Ich habe fürs erste Beruhigungsmittel bekommen, um überhaupt sitzen zu bleiben. Dann habe ich regelmässig versucht die Praxis zu besuchen ,ohne in den Behandlungsraum zu gehen. Einfach mal ins Wartezimmer setzen und Angst aushalten und wieder rausgehen. Man kann mit den Sprechstundenhilfen viel Abklären im Vorfeld, sogar am Telefon.
    Die Zahnärzte haben auch viel getan in letzter Zeit, damit es erträglicher wird in den Praxen. Zum Beispiel riecht es bei meinem Zahnarzt nicht mehr nach Zahnartzt sondern hat einen angenehme Raumduft. Meiner bietet auch Hypnose an, vor der Behandlung oder auch leichte Narkose ist möglich. Die Auswahl ist riesig und es gibt viele Möglichkeiten sich die Angst nehmen zu lassen und sich zu überwinden.

    Zu der Zuzahlung kann ich von mir berichten, das es Ratenzahlungen gibt und die meistens auf 3 Jahre verteilt werden können. Man kann es mit dem Zahnartzt besprechen, welche Möglichkeiten einem bleiben und wo man was beantragen kann.

    Mach deinem Bekannten einfach Mut und vielleicht schaut ihr mal gemeinsam im Internet nach, was die Zahnärzte so anbieten an PhobikerHilfestellungen.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  4. #4
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    Etwas zur Entstehung von Phobien
    http://www.tfh-berlin.de/~akmi/tfh/s...pho_crea_p.htm




    Und hier noch viele Infos zu Phobien
    http://www.psychic.de/phobien.php


    Bildungslückenfüller für Time ........
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  5. #5
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    Time, beides ist nicht der Fall. aber es lohnt nicht mit dir über so ein Thema zu diskutieren.
    Es kommt halt drauf an, ob man es überwinden will. Das ist der Knackpunkt und das muss ich wohl akzeptieren, so traurig es auch ist. Aber noch geb ich die Hoffnung nicht auf.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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  6. #6
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    Klar muss man es wollen....aber es kommt auf die Art und Weise an, wie man es angehen kann. Augen zu und durch, geht bei vielen Phobien nicht. Leider....
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  7. #7
    Gast784
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    Waris, ich kenne das Problem in abgeschwächter Form von mir auch. Ich hab zum glück gute Zähne genetisch bedingt, und jetzt auch ne angenehme Zahnarztpraxis gefunden. Aber vorher waren es nur Katastrophen. Und diese Erfahrungen waren der Grund.

    Ich würde es nicht Phobie nennen, sondern direkt und einfach "Vertrauensverlust". Wenn man merkt, dass man letztlich nur "ausgeschlachtet" wurde und wird, und für diese Abzocke und Verar... üble Schmerzen in Kauf nehmen muss, dann baut sich so etwas auf.
    Letztlich hilft nur genaues unter-die-Lupe-nehmen von Ärzten und Praxen, bevor man da sich in irgendwelche Behandlungen begibt. Bei so einer Mamutaktion, wie der Mann vor sich hat, kann ich schon verstehen, dass ihm das schwerfällt, es anzugehen. Das ist wie ein Berg.

    Vll hilfts ein bißchen, wenn Du sein Selbstbewusstsein als Kunde stärkst. Er kann sich erst mal überall lang und breit erklären lassen, wie die Ärzte gedenken das Problem anzugehen. Am besten soll er sich einen Vorschlag machen lassen, wie man erst mal eine kleine "Probebaustelle" reparieren kann, so dass er eine weitere Behandlung ablehnen kann, wenn das wieder nicht erträglich wäre. So zeigt er nämlich gleich, dass er es ernst meint und die Ärzte entprechend arbeiten müssen. Das ist eben der Vorteil beim selbstzahlen: man hat wieder eine gewisse Macht. Die Ärzte sind in der Pflicht, nicht er. Er kann sich hinsetzen und sich von denen überzeugen lassen - oder eben auch nicht. Vll hilft ihm das ein bißchen gegen die Angst des Ausgeliefertseins, falls die auch ne Rolle spielt.

    Gut, dass er sich anscheinend wenigstens nicht ums Geld kümmern muss. Das ist nämlich bestimmt richtig viel. Würd ich auch in Raten nicht hinkriegen.

    LG Gaby

  8. #8
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    Gabi, wie kommst du drauf, dass er sich nicht um Geld kümmern muss? Das kommt ja auch noch hinzu und vergrößert den Berg. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die jedem ne Ratenzahlung machen.
    Das in kleinen Schritten ist nicht gut beim Phobiker. Der geht nämlich nach den ersten Schmerzen nicht mehr hin. Es gibt spezielle Zahnärzte, die es in einem Rutsch machen, aber die kosten natürlich nochmal bedeutend mehr.
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