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Thema: Zerstört

  1. #1
    Neuling Avatar von Chanell
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    Unglücklich Zerstört

    Hallo,
    erstmal zu mir, ich bin 30 jahre alt und habe seit ungefähr einem guten jahr depris (meiner meinung nach). Bin dann durch meinen Hausarzt zu einem Psychologen gekommen, der mich zu einem angeblichen sehr guten kollegen schickte und der hilft mir gar nicht. Ich weiss bestimmt nicht alles, aber was der mit mir macht, kann auch auch ein Nicht-Psychologe, oder ich selber...ich hoffe ihr versteht...klar brauch man jemand zum reden, aber ich denke man braucht jemanden der sich wirklich für dich interessiert und nicht nur weil es sein job ist. Ausserdem hab ich gehört, das psychologen einem gar nicht helfen sondern nur hilfestellungen und tipps geben. Und ausserdem denke ich das MIR niemand helfen kann, weil gedanken und vergangenheit die man erlebt hat, vergisst man nicht mehr, was du erlebt hast steckt in dir und solange es in die steckt bist du nie wieder so wie früher....ach bei diesem satz könnte ich so heulen. Ich bin gar nicht mehr wie ich war, ich bin einfach nicht mehr ich....

    danke fürs lesen...

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Limia
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    Standard

    Hey erstmal Kopf hoch,
    Niemand ist mehr so wie früher, der Mensch verändert sich nunmal, durch Erlebnisse und Erfahrungen das ist ganz normal...
    Psychologen geben meist Hilfe zur Selbsthilfe, aber vermitteln auch verschiedene Strategien mit sich und seinen Gefühlen umzugehen. Ich kann das nachvollziehen, wenn du meinst das er dir nicht hilft. Aber wie wäre es wenn du dies ihm sagst? Vielleicht ist ihm garnicht bewusste das seine Strategie dir garnicht hilft, wenn er es weiß kann er sie ändern und ich glaube nicht das er dir das übel nehmen wird, sowas kann passieren.
    Ich kann deine Gefühlslage verstehen... magst du wie Früher und Jetzt näher erläutern?

    Du das wird schon, auch du kannst an dir arbeiten (positiv denken z.B.). Fange bei kleinen Dingen an und lasse dich am Besten nicht hängen, ich weiß ich habe leicht reden, aber versuche es mal....

    Liebe Grüße
    Limia
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
    egal wie weh es tut und wie schwierig es ist. Kämpfe für dein Leben! Keiner hat das Recht es zu zerstöhren!

  3. #3
    Neuling Avatar von Chanell
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    Standard Früher

    Hey danke erst mal für deine antwort. Früher war ich neugierig, lustig, hab nicht so viel nachgedacht, ich denke wirklich einfach zu viel nach. Ich sitze gern in meinem Lieblingscafe und trinke meinen kaffee und beobachte die menschen, denke über sie nach, über jeden einzelnen. Versuche zu denken was sie denken, warum sie das denken was ich denke das sie denken (ich hoffe du kannst mir folgen). Ich kann keine beziehungen mehr zu menschen aufbauen, weil ich sehr oft verletzt, enttäuscht und benutzt worden bin. Das prägt und ändern möchte ich es gar nicht, um mich selber vor neuen enttäuschungen zu schützen. Ich hatte meine große Liebe gefunden, aber für ihn war ich es nicht, er hat nur so getan. Er war/ist Drogensüchtig, ich wurd es auch, habe dadurch meinen Führerschein verloren, und ich bin soooooo gerne autogefahren, das war mir das wertvollste....hab es aber geschafft von den drogen wegzukommen, wegen dem führerschein natürlich. Und nun habe ich nur noch ängste, zweifel....fühle sinnlosigkeit....ich habe alles verloren was mir wichtig war....letztes jahr ist so viel schlimmes passiert, Kater gestorben nach 12 jahren, führerschein verloren, traummann war nur ein traum, durch meine persönliche änderung, keine freunde mehr, meide kontakt zu menschen......und so weiter und so fort....ich hoffe das beantwortet deine frage....

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Limia
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    Du, ich denke ebenfalls zu viel nach was du beschreibst, das kenn ich auch.... Ich stehe vor den gleichen Problemen......
    Das mit den Drogen ist natürlich nicht gut, aber ich finde es super das du es geschafft hast wieder davon weg zu kommen.
    Depressionen kommen u.a. wenn zu viel negatives aufeinander folgt, wie bei dir der Fall. Wichtig ist, dass du dich nicht aufgibst und nach vorne schaust, du bist noch jung und hast dein Leben noch vor dir. Egal was alles passiert ist, das ist letztenendes Vergangenheit. Ich musste schmerzhaft erlernen das vergangenes vorbei ist und man das Leben jetzt anpacken muss, so wie es nunmal ist. Es gibt bestimmt noch mehr Traum Männer auf der Welt. ....
    Das du den Kontakt zu Menschen meidest ist verständlich, du hast Angst vor weiteren negativen Erlebnissen und das ist, wie du selber erkannt hast, ein Schutzmechanismus. Du musst hier mit dir Geduld haben. Und auch hier klein Anfangen. Ich habe erstmal jedem Menschen der mir auf der Straße begegnet ist hallo gesagt. Es war am Anfang furchtbar, doch dadurch das sich manche einfach total darüber gefreut haben, habe ich schon wieder ein bisschen mehr Vertrauen in mein Menschliches Umfeld bekommen...
    Schließe dich nicht selber aus, mehr als schiefgehen kann es ja nicht und lass dir Zeit.
    Das ist schwierig... ich weiß..... ich denke aber das dein Therapeut dir dabei helfen wird, wenn du ihn bittest (vielleicht mit professionelleren Strategien) nur du musst bedenken, das der Therapeut nichts machen kann, wenn du nicht wirklich dahinter stehst und dich bessern möchtest und auch daran kannst du arbeiten

    Liebe Grüße
    Limia
    manchmal ist es das Beste, nach vorne zu schauen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen...
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  5. #5
    Schreiberling
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    Sorry wegen der späten Antwort.

    Also erstens sind Psychologen keine Wunderheiler. Es sind einfach nur Menschen die besser psychische Probleme erkennen können als andere und daher auch besser auf ihre Wortwahl achten. Im Prinzip sind es aber einfach nur Menschen mit denen man reden kann. Klar können das auch viele andere Menschen, aber in besonders schweren Fällen ist es nicht immer ratsam, da auch ein gutgemeinter Satz eines Menschen oft mal nach hinten losgehen kann.

    Zweitens kann man zwar erlebte Dinge nicht ungeschehen machen, man hat aber trotzdem selbst die Macht, sein Leben zu bestimmten. Die Macht ist in einem, man muss sich nur motivieren sie auch zu nutzen, mehr ist da nicht. Klar klappt nicht immer alles und man bekommt auch nicht alles was man will, aber das gehört zum Leben. Es geht nicht darum das perfekte Leben zu bekommen, sondern darum, mit einem nicht perfekten Leben gut umgehen zu können. Und das kann man immer lernen, egal wieviel Mist man erlebt hat.

    Das Wichtigste ist, dass man es wirklich ändern will und da ist bei dir der Knackpunkt, denn hier ist ein großer Widerspruch in dir. Zum einen willst du deine Vorsicht und dein Misstrauen gegenüber anderen Menschen nicht ändern, wie du selbst sagst, weil du Angst hast dann wieder verletzt zu werden. Zum anderen sagst du aber dann, dass du wieder so sein willst wie vorher. Das ist ein Widerspruch, den du erst einmal für dich selbst klären solltest.

    Im Normalfall würde man sagen, dass man zwar Schlimmes erlebt und dadurch auch vorsichtiger wird, man aber davon nicht sein Leben bestimmten lassen sollte. Es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Ab und zu muss man auch mal was wagen, sonst wird das Leben nur langweilig, aber das heißt auch nicht, dass man jeden Menschen gleich blind vertrauen sollte.

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