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16.07.2009, 00:34
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#1 (permalink)
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Schreibkraft
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 218
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Zielsetzung im Beruf
Hallo
Ich hatte vorhin eine kleine Diskussion mit einem Mitbewohner über dies und jenes. Darunter auch, welche Berufe wohl schwer sind und welche leicht. Ich habe da die Auffassung, das viele Berufe die manchmal so als einfach angesehen sehr anspruchsvoll sind. Ausserdem denke ich, dass es auch immer auf die Zielsetzung ankommt, mit der man in den Job geht.
Als Beispiel aus dem Gespräch eben picke ich mal "Lehrer" raus. Allgemein ist das Ansehen von Lehrern ja nicht so hoch in Deutschland, denke ich. Ich finde, das Lehrer mitunter einer der schwersten Berufe sein kann. Allerdings denke ich, dass es grade bei diesem Beruf darauf ankommt, was man sich als Ziel setzt. Man kann einfach nur hingehen, seinen Stoff runter rattern und Noten vergeben. Und das Geld abkassieren.
Man könnte aber auch sich selbst zur Aufgabe machen die Schüler so gut wie möglich zu unterrichten. Versuchen viel auf jeden einzelnen einzugehen und Probleme zu lösen, die nicht unbedingt nur mit dem Stoff zu tun haben. Und dann kann es schnell ganz schön Anspruchsvoll werden.
Demnächst trete ich ein freiwilliges soziales Jahr an, in dem ich Essen an Kindergärten, Kitas und Schulen ausfahre. Viele haben mehr oder weniger ihr "beileid" bekundet, dass ich jetzt so einen "unattraktiven" Job mache. Aber ich gehe einfach mit der Zielsetzung ran, dass ich das ganze für die Kinder tue, damit die was zu Essen haben. Ich denke da nicht an das wenige Geld was ich nur kriege, oder wie viel man da rumschleppen muss.
Das ist meine Zielsetzung mit der ich mich richtig gut motivieren kann diesen Job zu erledigen.
Mit welcher Zielsetzung geht ihr euren Beruf an, oder würdet ihr euren Beruf angehen (wenn ihr grade nicht im Beruf seid)?
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16.07.2009, 09:24
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#2 (permalink)
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Gast
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Hi Pure
Interessante Frage,
wo ich gerade vor einem signifikanntem Wechsel nach über 20 Jahren Schichtdienst stehe.
Ich weiss zumindest was ich vorher falsch gemacht habe: Der wechselnde Schichtdienst hat meine Krankheit verschlimmert, das hat sich dann leider auch auf meine Einstellung zum Job ausgewirkt. das ständige Rummeckern mit mir selbst über den Job, hat den Stress dann natürlich noch weiter verschlimmert u.s.w.
Ich denke du hast da eine deutlich bessere Einstellung, doch die hatte ich damals auch, man muss sich auch in Zukunft regelmäßig fragen ob man noch alles richtig macht, oder ob man sich nicht in einer Falle festgefahren hat aus der man nur selbst oder durch krankwerden herauskommt. Ich beobachte inzwischen einige die den selben Fehler machen!
Ich muss für mich jetzt auch die richtige Einstellung finden, noch ist es mir egal, Hauptsache es macht mich nicht mehr krank.
Um das Geld brauche ich mir da zum Glück keine Sorgen machen.
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16.07.2009, 09:32
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#3 (permalink)
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Gast
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Ach, das mit den Lehrern wollt ich noch sagen:
Die werden meistens schlecht angesehen, weil es um unsere Kinder geht.
Da dürfen andere sich keine Fehler leisten, obwohl die meisten Eltern es nicht mal schaffen sich selbst zu hinterfragen. da ist es doch viel leichter andere wegen ihrer Fehler herunter zu reden.
Es gibt auch bei Lehrern gute und schlechte, welche die den richtigen Beruf für sich gefunden haben und die unzufriedenen.
Man muss nur seine Kinder vor letzteren schützen.
leichter und schwerer kommt meiner Meinung nach, eindeutig auf die innere Einstellung an!
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26.01.2010, 12:29
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#4 (permalink)
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Schreiberling
Registriert seit: 20.01.2010
Ort: NRW
Beiträge: 589
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hallo
ich stamme aus einer Lehrerfamilie und die war damals sehr hoch angesehen, mein Vater war Schulleiter Organist und Bürgermeister unseres Dorfes...unantastbar für die Gemeinde, sein Wort war Gesetz.
Seit Satz daheim war...."ich erziehe 300 Schüler, da muss das zuhause meine Frau machen". Und obwohl er immer da war ab 13 Uhr hab ich ihn nicht viel erlebt.
Lehrer haben einen schwierigen Job denn alle Arten vonCharaktere, Vergangenheitstraumata und Visionen sitzen in einem Raum und müssen das Gleiche tun. Das ist fast unmöglich. Außerdem sind wir keine Autos und genau wie in der Jugendpsychiatrie (dort habe ich gelernt) ist die Schule keine Werkstatt die das vom Elternhaus kaputte Kind wieder reparieren können oder aus einem schwachen Motor Ferrariqualitäten tunen können. Aber verlangt wird von den Lehrern, daß sie MEIN Kind am besten fördern, daß sie MEIN Kind zuvorkommend und ohne negative Assoziationen behandeln.
Oh ja....der Job ist eine Herausforderung...also mir reichen drei pupertierende Jungs daheim...bei 30 würde ich mir die Haare raufen.
Es gibt viele Berufe die anstrengender sind als man denkt.....und vor allem Schichtdienst und Fließbandakkordarbeit ist für Körper und Geist Gift...der Biorythmus ist eben nicht immer so wie es die Arbeitszeit verlangt.
Verkäuferin z.B.....keine große ausbildung aber viel psychologisches Geschick ist gefragt. Also ich weiss nicht ob ich die tägliche Geduld hätte für wenig Geld jeden Tag mürrische und arrogante Kunden zu beraten die sowieso an allem was auszusetzen haben weil sie beim Einkaufen als "Kunde König" sind und kompensieren was sie imLeben nicht haben....Macht
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