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Thema: Zitat & Kommentar

  1. #1
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    Standard Zitat & Kommentar

    Ich las

    Wenn Ärger- und Wutgefühle ein großes und immer wiederkehrendes Problem für dich sind und du an ihren Ursachen ansetzen willst, dann musst du an deinem Selbstwertgefühl arbeiten....
    Für mich ist Ärger eine Macht, ein Unrecht aufzuheben. Wenn ein Mensch mich verletzt, zB mit du Depp und ich zuschlage, dann will das vieleicht der Gesetzgeber nicht sehen(der ja selbst Immunität hat siehe Bsp. Joschka Fischer und sein Polizist) dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, daß der andere dann seine Lektion lernt und vorsichtiger ist und die Grenzen respektiert, schließlich will er ja nicht noch einmal geschlagen werden.

    Ich finde diese Ärgermanagementtechniken(welch sperriges Wort) lediglich einen Versuch, die natürliche Herangehensweise an verletzendes Verhalten zu unterbinden um jeglichen Konflikt mit dem Gesetzgeber, der sich selbst nicht daran hält, zu vermeiden.

    10. Mai 2008, 23:57 Uhr: Ich habe kein Interesse an einer weiteren Diskussion. Wer meine Meinung teilt, kann sich an mich per PN wenden.
    Geändert von harman (10.05.2008 um 22:57 Uhr)

  2. #2
    Gast784
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    hallo Harman,

    dass es einfach ist, steht da ja nirgendwo. Einfach isses sicher nicht.

    Das, was Du beschreibst, ist Faustrecht, oder täusche ich mich da?
    Auch wenn ich mich zugegebenermaßen auch manchmal danach zurück sehne, halte ich es aber nicht wirklich für eine sinnvolle Methode. Denn unser Rechtsystem ist heute zwar auch nicht das gerechteste, aber bei Faustrecht hat immer der Stärkere recht. Meinungsverstärker eben... Da hätte ich zartes Pflänzchen wahrscheinlich des öfteren Unrecht

    Das Problem ist bei Deinem beschriebenen Beispiel, dass es bei einem Konflikt immer zwei Wahrheiten gibt. Jeder fühlt sich im Recht. Und meistens hat jeder aus seinem Blickfeld heraus gesehen subjektiv Recht. Diese "Ärgermanagementtechniken", wie Du es nennst, versuchen letztlich nix anderes, als dies zu berücksichtigen. Ich würds schlichtweg verbale Kommunikation nennen. Schlichtung!

    Selbstwertgefühle und persönliche Probleme spielen in Konflikten oft fast genauso eine große Rolle wie die Sachebene. Ich habe einfach das Vorurteil, wenn ich selbst mir nicht viel wert bin oder einen völlig überzogenes Ego habe, dann kann und will ich den Anderen auch nicht schätzen. Dafür kann der andere in dem Moment aber nix. Und der Sache dient es letztlich auch nicht.

    LG Gaby

  3. #3
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    Zum Selbstbewußtsein. Ich habe alles mögliche ausprobiert und bin zum Ergebnis gelangt, daß man die Angst mit Drogen ausschalten muß, schon ist man selbstbewußt. Ich finde es schade, daß Selbsthilfebücher vom Umgang mit der Angst reden, dieser Umgang aber nicht über Jahrzehnte erlernte Angstverhaltensmuster einschließt. Angst schadet selbst beim physischen Kampf - wenn ich Angst vor dem Gegner habe, schlage ich nicht fest genug zu, in der Hoffnung, auch nicht so fest geschlagen zu werden.

    Ein Umgang mit der Angst ist wie ein Computer, der sich selbst neu erschafft. Und das funktioniert eben nicht, es ist Hilfe vonnöten.

    Ja ich rede vom Faustrecht. Wenn du schwach bist und es das Faustrecht offiziell gäbe, dann würdest du nicht vor dem PC/Mac sitzen sondern im Fitneßstudio/Boxclub - siehe Kampf Regina Halmich und Stefan Raab. Oder du würdest eben benutzt werden, sexuell oder anderweitig. Das ist heute aber gar nicht so anders. Nur weil es ein Gesetz gibt, ist das nicht universell. Schließlich wirkt es nur dort, wo es jemand durchsetzen kann.

    Faustrecht würde auch Waffenrecht heißen.

    Zum Thema Recht haben eine Parabel zur Gesetzgebung:
    Meist wird in den zuständigen Parlamenten oder Abgeordnetenhäusern ein Gesetzesantrag eingebracht (Gesetzesinitiative), welcher von parteiübergreifenden Fachgremien ausgearbeitet und anschließend zur Abstimmung vorgelegt wird. Danach ist das Gesetz rechtswirksam. Der Staat ist die juristische Person A. Du bist B. A hat eine Meinung(Gesetz). Du hast eine Meinung(Meinung). A hat das Faustrecht(Polizei). B hat es nicht. Denkst du denn, daß A deine Meinung interessiert?

    Im "Großen" gilt das Faustrecht, im "Kleinen" das Ärgermanagement. Ironisch, nicht wahr?

  4. #4
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    Zitat Zitat von harman Beitrag anzeigen
    Zum Selbstbewußtsein. Ich habe alles mögliche ausprobiert und bin zum Ergebnis gelangt, daß man die Angst mit Drogen ausschalten muß, schon ist man selbstbewußt.
    Entschuldige, aber so einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört. Angst mit Drogen zu bekämpfen... Wenn man Angst hat und dann Drogen nimmt wird die Angst eher noch verstärkt, oder wenn man zu viel Drogen nimmt kriegt man gar nichts mehr mit. Was für Drogen du auch meinst, ich bin generell gegen jegliche Art von Drogen.

    Zitat Zitat von harman Beitrag anzeigen
    Angst schadet selbst beim physischen Kampf - wenn ich Angst vor dem Gegner habe, schlage ich nicht fest genug zu, in der Hoffnung, auch nicht so fest geschlagen zu werden.
    Auch das halte ich für ein Gerücht. Je mehr Angst/Panik man hat, desto stärker setzt man sich zur wehr. Angst ist also sehr nützlich, wenn man angegriffen wird und nicht weiß, was man tun soll. Nur, wenn die Angst so weit geht, dass man gar nichts mehr macht, ist sie selbstverständlich nicht hilfreich.

    Um noch mal auf das Faustrecht zurück zu kommen. Wenn jemand zu dir "Depp" sagt ist das doch kein Grund ihn zu vermöbeln. Wenn dir jemand Gewalt antut ist das wieder eine andere Sache.

    Mervis

  5. #5
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    Ich habe ein gutes Zitat dazu gefunden, was meine Aussage untermauert:

    Ärger funktioniert wie eine Alarmanlage im Gehirn. Er zeigt an, was wichtig ist, wo gehandelt werden muss. Er zeigt Ihnen Reibereien oder Missstände, die Sie nicht länger hinnehmen sollten und liefert zugleich den nötigen Kraftstoff zur Veränderung.
    Mervis, ich möchte, daß du weißt, warum ich nicht auf deinen Text eingehen werde: Du schreibst "so einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört.". Das läßt sich nicht vereinbaren mit "Sind die Antworten respektvoll, werde ich darauf eingehen.". Schade eigentlich, so hast du den Rest deines Textes umsonst geschrieben, weil ich ihn weder lesen noch beantworten kann. Du magst das intolerant nennen, und du hast damit Recht. Ich fordere Respekt. Wer ihn nicht zeigt wird online ignoriert oder kriegt real was aufs Maul.
    Geändert von harman (08.05.2008 um 21:45 Uhr)

  6. #6
    Gast784
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    Zitat Zitat von harman Beitrag anzeigen
    Ich fordere Respekt. Wer ihn nicht zeigt wird online ignoriert und kriegt real was aufs Maul.

    Harman, Deine Sprache in Deinen Posts gibt leider den Eindruck, als würdest Du Dich über die User hier stellen, also sie klingt auch nicht gerade nach gleicher Augenhöhe. Respekt funktioniert aber immer nur auf Gegenseitigkeit Wenn einer Angst vor Dir hat, weil Du ihn geschlagen hat, dann ist das ganz was anderes als Respekt.

    Zu Deinem Zitat: ja ich finde es sehr richtig. Wir unterscheiden uns wahrscheinlich aber gravierend in der Interpretation, welche Art von Handlung gefragt ist, welche Veränderung es braucht und wie sie umgesetzt wird. Da gibt es tausende von Möglichkeiten.

    LG Gaby

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von DanBan
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    Zitat Zitat von harman Beitrag anzeigen
    Ist das so "einfach"?

    Für mich ist Ärger eine Macht, ein Unrecht aufzuheben. Wenn ein Mensch mich verletzt, zB mit du Depp und ich zuschlage, dann will das vieleicht der Gesetzgeber nicht sehen(der ja selbst Immunität hat siehe Bsp. Joschka Fischer und sein Polizist) dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, daß der andere dann seine Lektion lernt und vorsichtiger ist und die Grenzen respektiert, schließlich will er ja nicht noch einmal geschlagen werden.

    Ich finde diese Ärgermanagementtechniken(welch sperriges Wort) lediglich einen Versuch, die natürliche Herangehensweise an verletzendes Verhalten zu unterbinden um jeglichen Konflikt mit dem Gesetzgeber, der sich selbst nicht daran hält, zu vermeiden.

    Sind die Antworten respektvoll, werde ich darauf eingehen.
    Ja, ich denke es ist so einfach.

    In der Gesellschaft wird man permanent angegriffen, egal auf welcher Ebene.

    Von der Politik, weil sie falsche Entscheidungen trifft (mancher wird durch schlechte Gesundheitspolitik benachteiligt, andere müssen ihrer Meinung nach zuviele Steuern zahlen, wobei das Geld ungerecht und sinnlos verteilt wird).

    Von Autoritätspersonen, die aus Unwissenheit oder aus Ignoranz falsch handeln (Der Chef einer Firma wirtschaftet in die eigene Tasche und zieht das ganze Unternehmen runter, ein Lehrer hat einen Schüler ungerechtfertigterweise auf dem Kieker ).

    Oder ganz direkt von Menschen in der unmittelbaren Umgebung (eine dunkelhäutige Frau wird in der Bahn von einem Nazischlägertrupp bedrängt, ein Rentner wird von Jugendlichen ausgeraubt).


    Sagt man nun "vergelte Gleiches mit Gleichem", handelt man in meinen Augen sehr dumm. Man begibt sich dabei zwangsläufig in eine Spirale. A haut B, B haut A zurück, damit wäre die Situation zwar ausgeglichen, aber niemand kann ernsthaft davon ausgehen, dass die Sache damit erledigt wäre. Denn A wird nun wieder draufhauen.

    Hier kommt nun das Selbstwertgefühl ins Spiel. A hat angefangen... was macht B idealerweise ? Er sieht die Sinnlosigkeit und Dummheit in A's Handeln und das genügt ihm bereits, um sich überlegen zu fühlen. Er muss gar nicht mehr draufhauen; A hat sich durch sein Handeln bereits selbst disqualifiziert. B nimmt dies hin, geht seiner Wege, eventuell verärgert, aber trotzdem als Sieger. B hat es nicht nötig, sich weiter um A zu scheren, er zeigt dadurch keine Schwäche oder Angst, sondern Stärke, Ausgeglichenheit, Überlegenheit und vor allem Intelligenz.

    Kleine Randbemerkung : Mervis schrieb "Entschuldige, aber so einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört...". Wer sich davon angegriffen fühlt, handelt abwehrend und ängstlich. Wer darüber hinwegsehen und sich der eigentlichen Argumentation widmen kann (immerhin wurde der Satz mit "Entschuldige" eingeleitet), handelt überlegen und intelligent, und zeigt desweiteren, dass so ein Spruch ohne weiteres an ihm abgleiten kann, dass ihm diese Provokation egal ist. Nur eine starke und selbstsichere Persönlichkeit ist dazu in der Lage.

  8. #8
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    Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

    Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dumme ist.

    Oder für einfache Gemüter:

    Da fährt ein Manta gegen eine Mauer. Was passiert ? Na, die Mauer fällt um ! Warum ?

    Weil der Klügere nachgibt?
    Nein.
    Weil Dummheit siegt!

    DanBan, warum hast du ein so geringes Selbstvertrauen, daß du versuchst, mich zu belehren?
    Geändert von harman (08.05.2008 um 23:37 Uhr)

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