, das war vor etwa 5jahren, also mit 16, habe ich ein paar kurzgeschichten geschrieben und dachte mir mal die poste hier ein einfach hin.... und wenn die einem gefallen würd´mich das freuen
Egal wo ich bin........... 18.05.03
(meine erste geschriebene Geschichte)
Musik.
Leise Klänge. Von weitem.
Eine langsame und melodiöse Musik. Musik zum einschlafen.
So liege ich hier und höre diesen Klängen zu.
Ich liege in weichen Polstern, einem Berg aus Kissen.
Ich schaue gedankenverloren an die Decke.
Denke nichts. Höre nur.
Die Vorhänge schwingen im Wind. Langsam richte ich mich auf.
Lausche dem Wind.
Ich gehe nach draußen. In unseren großen Garten am Wald.
Gehe über Steine immer tiefer in den Garten. Die Melodie noch im Kopf.
Ich höre die Vögel.
Fröhliches Gezwitscher. Mit den nackten Füßen gehe ich über den Rasen.
Spüre das piksen. Es ist warm. Ich gehe zu meinem Lieblingsplatz, wo sich die Vögel unterhalten. Der friedlichste Ort der Welt. Ich träume oft von ihm.
Sehe dann die goldene Sonne auf mich scheinen.
Die Vögel fliegen von Ast zu Ast. Die Eichhörnchen huschen zwischen den Büschen her.
Gänseblümchen kitzeln mich an den Füßen. Schmetterlinge sitzen auf den bunten, wilden Blumen.
Die Bäume stehen in einem frischen und saftigen Grün.
Ein leichter Wind um weht mich. Ich strecke meine Arme aus und drehe mich im Kreis.
Wenn mir schwindlig ist, lasse ich mich einfach ins weiche Gras sinken.
Ein Marienkäfer krabbelt an meinem Bein hoch. Am Knie angekommen breitet er seinen Flügel aus und fliegt weg. Ich schaue seinem Zick- Zack Kurs nach und lächle.
Ich schaue nach oben und sehe den blauen Himmel auf dem sich eine Zuckerwatte gleichende Wolke verirrt hat.
Ich lausche.
Höre die Tiere, den Himmel, die Erde und die Pflanzen.
Alle singen ein Lied. Ein langsames und uraltes Lied das jeder kennt.
Das Lied vom Sein, vom Kommen und Gehen, vom Leben und vom Tod, von Erneuerung und Zerstörung, vom Alltäglichen und vom Wunder, vom Licht und der Dunkelheit, vom Alter und der Jugend und von der Zeit und dem Raum.
Es ist ein schönes Lied. Es ist wie ein Hintergrundrauschen, das man nicht wahr nehmen kann und doch hört.
Irgendwann beim Hören, wache ich auf und höre nichts mehr.
Aber mir bleibt die Erinnerung und sie gibt mir Kraft.
Kraft dadurch, das sie mir zeigt wie einzigartig alles ist und doch so gleich.
Langsam schiebe ich mich zwischen den Büschen her um zur Lichtung zu kommen.
Ich spüre die Äste und die angenehme Kühle der Blätter auf meiner Haut.
Höre das aufgeregte Summen der Insekten, die ich aufgescheucht habe.
Ich spüre das trockene Laub auf dem Boden.
Höre das Rascheln, wenn ich mich zwischen den Büschen her schiebe.
Ich summe vor mich hin. Ein fröhliches Lied, aber ich weiß nicht, woher ich es kenne oder wie es heißt.
Ich verstumme als ich die Lichtung erreiche.
Ich stehe genau in der Mitte.
Spüre das Gras, höre die Vögel und den Wind, rieche den Wald und schmecke die Luft.
Egal wo ich bin, ich kann diese Lichtung sehen.
In meiner Vorstellung ist sie da wo ich bin. Andere können sie nie sehen.
Sie haben keine Augen dafür. Ich schon, ich sehe meine Vorstellungen und träume genauso wie andere die Realität, denn ich bin blind.............


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