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Thema: "zu nahe am Wasser gebaut" Wer kann helfen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard "zu nahe am Wasser gebaut" Wer kann helfen?

    Hallo @ alle hier im Forum,

    ich wende mich doch mal an Euch Leser in diesem Forum. Evtl. kann mir wer gute Ratschläge geben, "mein" Problem zu lösen. Vielen Dank im Vorraus!

    Aaalso- erstmal ist es im Grunde nicht mein Problem, sondern das Problem meiner Lebensgefährtin, die ich dann mit Euren Ratschlägen evtl. besser unterstützen kann.
    Meine Maus hat seit kurzem und nach langen Suchen endlich ihren Traumjob gefunden. Hierbei handelt es sich um eine recht verantwotungsvolle Position (im kleinerem Rahmen) und sie geht vollkopmmen auf darin. Sie führt dort ein bis drei Mitarbeiter und geht viel mit anderen Menschen um.
    Jetzt weiß ich, dass meine Maus schonmal gerne, wenn mal was schief läuft, anfängt zu weinen, weil ihr die Sache aufs Gemüt schlägt. Oft handelt es sich dabei im Grunde um kleine Sachen, die der "Normalomensch" schlicht unter "Dumm gelaufen" oder halt "Ablage P" abspeichert. Beim nächsten Mal entsinnt man sich eines besseren oder tapt auch mal in die Gleiche Falle. - und gut iss-

    Mich selbst stört die Tatsache, dass Tränen fließen eigentlich nicht wirklich. Ich finde das recht Menschlich und im übrigen macht sie sich dadurch für mich noch süßer :-) Nun gut.

    Im Job jedoch wird einem das i.d.R. als Schwäche ausgelegt, vor allem dann, wenn der Chef oder sonst wer gerade ´nen Prügelknaben braucht.

    Meiner Meinung nach, lässt sie solche Vorfälle, an denen sie nichtmal selbst Schuld tragen muß, zu nahe an sich herran kommen.
    Was kann ich als Lebesgefährte tun, um sie dahingehend "härter" zu machen? Hier zuhause im privaten Bereich, ist das kein Thema. Ich würde ihr sowas niemals vorwerfen oder gar Trost verweigern. Tränen lege ich nicht als Schwäche aus, sondern eher als eine Art, mit einem Problem fertig zu werden. Nach wenigen Minuten ist bei ihr das Ding verdaut und alles ist gut. Spreche ich sie jedoch wieder auf den Vorfall an, ist sie wieder traurig. Naja und ich fühle mich dann auch schonmal mies, weil ich drin rum bohre..

    Wie kann ich ihr eine bessere Schützenhilfe geben?
    Welchen Weg soll ich einschlagen?

    thx 4 Antwortz

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Sephiroth
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    hiho,
    bei sowas ist es wichtig, das sie sich selbstbewusstsein aufbaut!!!

    wenn sie sich selber sagt das es mal passieren kann, es nicht ihre schuld ist, dann dürfte es auch nicht so sein das dabei tränen laufen...

    mmh, wie kannst du ihr dabei helfen... ich denke als guter mitbewohner der für sie da ist tust du schon alles, wichtig für sie ist dann anerkennung und ein fester platz den sie einnimmt um da ihr selbstvertrauen drauf aufzubauen.

    ich denke wenn sie selber merkt das es schlecht für ihre position ist, sie vieleicht einsieht das es so nicht geht und sie einen tollen job macht !!!
    wenn sie mal eine phase hat in der sie unsicher ist bist du dann ja da wie du schreibst und das ist alles was sie braucht = )
    Oh quam sancta, quam amoena

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Kuan Yin
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    Huhu Domian für Mausi,

    Ich kann das sehr gut nachvollziehen...Ich hab auch nah am Wasser gebaut. Und wenn jemand etwas lauter wird, tut mir das schon weh...Dann zucke ich schon innerlich zusammen.
    Aber auch denke ich, wie schon Sephiroth sagte, du bist für sie da und fängst sie auf. Das ist dann auch das was sie braucht und es tut ihr auch sehr gut, schätze ich mal. Ich kann ja jetzt nur von mir ausgehen...
    In jedem Fall sollte sie sich bewusst machen, dass sie einen tollen Job macht. Und selbst wenn sie mal nen Fehler macht ist das nicht schlimm...Wir sind alle nur Menschen und lernen jeden Tag etwas dazu. Niemand ist perfekt.

    Liebe Grüße...

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

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    Hallo Domian Mausi

    Es kommt doch auch darauf an, aus welchem Grund sie weint.

    Aus Enttäuschung dass etwas nicht geklappt hat?
    Dann identifizeirt sie sich zu sehr mit dem Scheitern der Geschichte, auch wenn es gar nicht in ihrer Macht lag

    Ist sie ein erfolgsverwöhnter Mensch,
    dann weint sie aus Ärger über sich selbst?

    Aus Zorn über sich, dann sind ihre Erwartungen an sich selbst sehr hoch.

    Als Ventil um die Anspannung abzubauen?

    Weil es schon als Kind das Mittel der Wahl war? Und sie dieses Muster mit in die Erwachsenenwelt übernommen hat, weil ihr die Strategie fehlt anders mit ihren Ängsten und Konflikten umzugehen? Dann sollte sie ihre Strategie ändern.

    Vieleicht täte es ihr gut, wenn sie die Einstellung zu ihrer Arbeit ändern würde. Eher auf der Sachebene und weniger auf der Gefühlsebene.
    Es ist kein Weltuntergang, wenn etwas nicht so läuft. Keiner wird sie deshalb denken, dass sie ein schlechter Mensch ist. Eher macht es sie menschlich, solange die Fehler überwiegen.
    Der Plan war schlecht und bedarf einer Korrektur, nicht sie als Mensch.
    Was ihr wenig bringen wird ist das sich klar macht wie ihr weinen auf andere wirkt, denn dann kommst sie in den Druck nicht zu weinen und bums weint sie, weil sie sich als Versager fühlt.

    Stärke sie in dem Gefühl. Du kannst was, du bist gut und ich mag dich wie du bist. Sei eine Insel auf der sie sich erholen kann um neue Kraft zu tanken. Wenn sie weinen muß, dann bei dir.

  5. #5
    Neuling
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    erstmal vielen Dank für Eure Antworten!

    ich vermute, dass es sich da um fehlendes Selbstvertrauen handelt. Eigendlich hat sie ja garkeinen Grund dazu. Aber wenn ich unser zusammensein mal Revue passieren lasse (4 schöne Jahre), kommt das schon hin.
    Wohl auch durch Umzug und die daraus resultierende lange Arbeitslosigkeit und vielleicht auch der deutlich geschrumpfte Freundeskreis.

    Das Problem besteht wohl auch schon länger. Sie hat vor Jahren recht erfolgreich mit Kampfsporttraining begonnen. Das gab ihr wohl viel Bestätigung und Ausgleich. Leider ging auch der Sport den Bach runter, wegen fehlender Pinunsen. Demnächst fängt sie aber wieder damit an. Alles unter der Vorraussetzung, dass es im Job klappt. Naja- da fühlt man sich wohl auch schnell in die Enge getrieben, wenn mal was nicht klappt.

    Von mir bekommt sie natürlich viel Bestätigung, kein Thema. Jetzt, nach 3 Jahren zusammenleben, stelle ich aber auch fest, dass sie noch keinen festen Freundeskreis aufgebaut hat. Naja, der Kumpel/ine fehlt irgendwie, den man mal zum Kaffee einladen kann oder umgekehrt.
    Sie ist nunmehr fast 30 und hat kein Kind. Da isses schwer, hier in der Nachbarschaft Freunde zu bekommen (tiefstes Dorf) "Die Weiber hier geben mir nix" meint sie. Das kann ich auch nachvollziehen, da das Thema dann nunmal Kinder, Garten oder Kinder, sowie Kinder angesagt ist..

    Ich stelle aber fest, dass durch die neue Arbeitstelle auch neue Kontakte zustande kommen..

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    Hallo Domian,

    wenn ich Deine Beschreibung so lese, finde ich sehr viele Parallelen zwischen Deiner Freundin und mir. Ich war ein Jahr arbeitslos und hab mich mit Sport diszipliniert bzw. einem weiteren Einbruch meines Selbtvertrauens damit entgegengewirkt. Allerdings ist eine längere Arbeitslosikeit eine Erschütterung einer unserer Säulen, auf denen unser Leben steht, das sollte man nicht unterschätzen. Vor allem, wenn man sich mit seinem Beruf identifiziert und womöglich nach einem Jahr auf Hartzniveau abstürzt und dann nicht mehr am gesellsch. Leben teilnehmen kann. Es ist ist eines "Nur" darüber zu wissen und etwas anderes, in dieser Situation zu sitzen. Ich bin zwar wieder auf aufsteigendem Ast, aber mein Selbstvertrauen hinkt noch hinterher. Ich hab immer noch schlechte Nerven, und sehr wenig Gelassenheit, und die Angst, dass ich zu meiner alten Gelassenheit nicht mehr finde, weil das vergangene Jahr mir durch den Arbeitsplatzverlust (mobbing), und die Behördenbehandlung schon nachhaltige Kränkungen beschert hat, die ich nicht (mehr) so einfach wegstecke.

    Auch ich habe einen Freund, der sich mit "Wiederaufbauhilfe" durch Lob usw. viel Mühe gibt. Ich kann es nicht so zeigen, aber es wirkt, auch wenn man es nicht gleich merkt. Steter Tropfen hölt den Stein . Also ich denke, Du machst schon das Beste, was Du machen kannst. Wichtig war mir auch, dass meine Kränkung und Erschütterung von meinem Freund und Freundin anerkannt und akzeptiert wurde. Damit kann ich mir selbst mit Mitgefühl begegnen und das hilft bei der Verarbeitung. Leute, die nur sagen, ach das wird schon wieder, bzw. betreten schweigen, sind da keine Hilfe. Das ist wohl auch der Grund - ausser dem finanziellen - warum sich Arbeitslose eher zurückziehen.

    Der Sport kann nach meiner Erfahrung "nur" mildern, dauerhaft ausgleichen kann man solch eine Erschütterung damit nicht. Mir hat der Sport einen Alltagsryhtmus und kleinerere Ziel-Befriedigungen gebracht. Aber das geht bei weitem nicht so tief wie die berufliche Anerkennung in Form von Sinngebung, Bestätigung und/oder Geld. Eine Aufgabe und einen Platz im Leben zu haben ist einfach essenziell.

    Die Kumpeline zum Kaffeetrinken fehlt mir übrigens auch. Ich finde das sehr schwer, so was im Zeitalter des Inets zu finden. irgendwie sind solche einfachen Sachen im rl unglaublich kompliziert geworden, grummel. Und da merke ich, wie wichtig so eine Kaffeekumpeline eigentlich ist, jetzt wo es nicht mehr selbstverständlich ist, so was zu haben ;-)
    Geändert von Gast784 (16.09.2007 um 11:59 Uhr)

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