Hallo community
Ich habe lange gebraucht mich zu einem post hier durchzuringen, aber da ich echt am ende mit meinem latein bin, denke ich dass ihr mir vieleicht helfen könnt.
über mich:
ich bin gelernter automechaniker, mache zurzeit eine umschulung als kaufmännischer angestellter per abendschule. ich bin 27 Jahre alt, lebe in einer beziehung seit 8 Jahren, meine familienverhältnisse würde ich als verkorkst bezeichnen. schon im frühen kindesalter wurde mir POS (ADHS) diagnostiziert.
Also ich weis schon lange nicht mehr wann das angefangen hat. ich war als kleines kind schon immer "anders" als meine mitschüler, hatte wenig freunde und in der schule nur probleme, was wohl auch auf meine diagnose zurückzuführen ist. zumindest teilweise.
Ich hatte schon früh eine art der selbstreflektion entwickelt, die nicht als gesund bezeichnet werden kann! ich litt unter schweren depressionen, habe immer probleme damit gehabt, mich mit meinem "normalen" leben abzufinden. ich grüble den ganzen tag über sinn und unsinn des lebens. ich habe es auch schon immer seit ich denken kann als das wichtigste betrachtet, zu erfahren wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe. (klingt wahrscheinlich wirr, kann es aber schlecht anders beschreiben).
Seit einiger zeit überschlagen sich nun die ereignisse, und ich weis nicht mehr mit dem ganzen umzugehen.
zuerst musste ich meinen Beruf wechseln, da mein rücken nicht mehr mitspielte, danach wurde meine freundin arbeitsunfähig auf ihrer branche, sodass sie auch eine umschulung machen sollte. kurz vor dem beginn ihrer neuen ausbildung hatte sie einen schweren autounfall. sie musste ins krankenhaus und später kam sie in ein REHA zentrum. da ist sie nun seit monaten, wir sehen uns höchstens am wochenende.
Mit meiner ausbildung läuft es auch immer weniger gut. prüfungen die für mich sonst nie ein problem dargestellt hätten, wurden zum disaster. Ich habe während meiner ausbildung schon zweimal den arbeitsort gewechselt (mehr aus administrativen umständen, nicht wegen probleme mit dem chef oder so!)
Meine Familie halte ich so gut es geht auf abstand (geht ziemlich schlecht, ich arbeite in einer der firmen meines vaters). Sie haben selten etwas anderes als vorwürfe für mich übrig, ich kann kaum noch mit ihnen reden ohne in tiefe trauer oder rasende wut zu verfallen. mir wurde sowiso immer das gefühl gegeben, dass ich ein problemkind bin, schliesslich kriegt meine grosse schwester das alles super gut hin und nur der kleine trottel schaffts mal wieder nicht. (ich bin quasi ohne vater aufgewachsen, da er immer auf der arbeit war, wenn er mal nach hause kam, gabs beschimpfungen warum ich dies und jenes nicht ordentlich gemacht habe und schläge).
(ich will hier kein mitleid erregen, eigentlich habe ich das abgehackt, aber vieleicht ist es sinnvoll um zu verstehen, wie das verhältnis zu meiner familie ist)
zum problem:
ich habe das gefühl, dass mir das wasser bis zum hals steht!
ich mache mir ständig sorgen um meine freundin. es scheint ihr jeden tag schlechter zu gehen, die reha scheint überhaupt nichts zu bringen.
ich denke die ganze zeit darüber nach, was wohl noch kommen wird, da die hiobs-botschaften nicht zu enden scheinen.
zu dem kommt das unverständniss meiner familie für meine situation.
nun neige ich nicht erst seit gestern dazu, alles zu hinterfragen, meine gedankengänge, meine wünsche, träume, hoffnungen und selbst meine ganze existenz. das ist ansich nicht so ausergewöhnlich für mich, das kenne ich schon seit ich klein bin, doch scheint es eine enorm selbstzerstörerische weise angenommen zu haben.ich kann mich auch überhaupt auf gar nichts mehr konzentrieren zu können. es ist wie ein grauer schleier, durch den ich nicht hindurchsehen kann.
ich denke oft darüber nach, wie schön es wäre dieses leben endlich hinter mir zu lassen, halte mich aber von solchen unternehmungen strickte ab, da ich ja auch für meine freundin da sein sollte etc.
das ist alles extrem schwer für mich, ich weis nicht mehr weiter...


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