Hallo alle zusammen,
ich hoffe ich bin hier richtig...
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist so: Ich habe im Mai mein Abitur gemacht und mich dann ende juni fürs studium beworben. Dann hieß es natürlich warten und nochmals warten auf eine zusage. Noch zu erwähnen ist, dass ich zurzeit nicht arbeite oder sonst irgendeine verpflichtung habe. Das warten hat mich total fertig gemacht bzw. ich hab mich total fertig gemacht. Ich bin jemand der sich selbst ständig verrückt macht und sich selbst stresst und unter druck setzt und immer das beste von sich verlangt (perfektionist). Ich hatte schon immer angst vor der zukunft, dass ich keine ausbildung finde, an der schule nicht angenommen werde etc. aber jetzt wo es ums studium geht, ist es unendlich viel schlimmer. Ich weiß, dass es bescheuert ist, sich zu sagen, wenn ich nciht zugelassen werde, geht die welt unter, aber ich machs trotzdem. Jedenfalls war ich zu dem zeitpunkt sowieso schon extrem angeschlagen und es wurde langsam wieder besser (dazu später) und so bin ich seit juli eigentlich ständig nur am heulen, krieg plötzlich so ne richtigen heulattacken, krieg schon fast ein bisschen panik und kann mit meiner angst und der ganzen situation einfach nicht mehr um. Zumal ich jetzt auch noch in den letzten tagen erfahren habe, dass ich von keiner uni im hauptverfahren eine zusage bekommen habe und jetzt aufs nachrücken hoffen muss und bis ich da bescheid bekomme dauerts noch ewig. Ich dreh hier total durch und kann einfach nicht mehr warten.
Jetzt zu meinem angeschlagen sein. Ich weiß nicht inwieweit das wichtig ist und mit meiner jetztigen situation zusammenhängt. Anfang des jahres begann sozugagen mein fall. Ich hatte im letzten abihalbjahr super viel stress, ständig hausarbeiten, klausuren, präsentationen etc. Es war nicht mehr zu schaffen. Ich hab tag und nacht gearbeitet. Etwa anfang april war ich auf dem tiefpunkt. Ich war total kaputt, konnte nicht mehr abschalten und war so unendlich müde. Ich fing an ab und zu mittags nach der schule zu schlafen, was schnell täglich wurde. Ich war einfach so geschafft, dass ich anders den tag nicht überstanden hätte. Dann im mai gingen die prüfungsvorbereitungen los. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, nichts mehr merken und schlief so unendlich viel (tagsüber und nachts). Ich war ruhelos und total nervös. dann kam der nächste schlag: meine schwester hatte einen schweren autounfall und verdammt glück gehabt, dass sie dabei nicht umgekommen ist. Das hat mich dann entgültig aus der bahn geworfen. Es wurde alles schlimmer. Einer std. lernen, setzte ich 3 std. schlaf entgegen. Ich brach ständig in tränen aus und weinte oft. Ich bekam migräne und magenprobleme, setzte mich aber weiter unter druck, weil ich meine noten schaffen wollte (musste).Nach den prüfungen fing alles langsam an sich zu bessern. Die anspannung lies nach und ich hoffte langsam, ich würde mich erholen. Dann kam der stress mit der unibewerbung. Ich hatte keine ahnung wofür ich mich entscheiden soll und stellte die entscheidung als DIE lebensentscheidung hin. In den tagen (ende juni wieder) gings mir richtig beschissen.
Langsam will ich einfach nur aufhören mit dem ständigen weinen, aber ich schaff es irgendwie nicht. Das ganze belastet meinen Freund auch sehr. Er macht sich glaub ich langsam echt sorgen und überlegt sogar seinen urlaub abzusagen. Ehrlich gesagt weiß ich auch wirklich nciht wie ich nur 1 tage ohne ihn schaffen soll. Er ist der einzige der im moment für mich da ist. Ich bin den ganzen tag nur allein und hab niemanden und er ist der lichtblick im moment. ich wohne zwar noch zu hause, aber ich hab kein so inniges und gutes verhältnis zu meinen eltern, als das ich sie in meine sorgen und probleme einweihen will. Das komische ist, es gibt tage da geht es mir wirklich echt gut und dann haut es mich wieder voll um.
Habt ihr vielleicht irgendwelche strategien für mich, wie ich aus dieser phase wieder rauskomme?
nehme im moment ab und an mal eine baldrian tablette, wenn ich total zusammenbreche. bin aber eigentlich gegen sowas. Hab echt angst das ich da irgendwie in eine depression, burn out oder so reinrutsche.
Was haltet ihr von meiner situation? ganz normal hinsichtlicher der ereignisse oder bedenklich? Irgendwer sowas schonmal erlebt?
ich weiß ist lang, bin aber über jede antwort dankbar und danke fürs lesen
lg faieth


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