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Thema: Zwänge mit 15 ?!

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Zwänge mit 15 ?!

    Hallo

    Also , ich bin 15 und glaube Zwänge zu haben . Seit wann, dass kann ich garnicht genau sagen . Ich glaube auch nicht ,dass das von einen auf den anderen Tag kam. Meine Zwänge / Zwangsgedanken kommen meist nur Abends ( zum Glück ) vor. Also das ganze Disaster beginnt vor dem Schlafen gehen . Als erstes muss ich unten gucken ob der Herd aus ist: 4 knöpfe einmal mit der Hand rüber & dann von links nach rechts jeden einzelnen und dabei denken ok ok ok ok ..oder aus aus aus aus . und dann jeweils in 2er Paare . Danach geh ich zum Bügeleisen und guck ob das aus ist. (teilweise guck ich auch nach Festern oder türen )
    Danach fängt das eigentliche Probleme erst an,wenn ich in meinem Zimmer bin . Das Schlafengehen zögert sich extrem hin,weil ich eig " keine lust " habe den ganzen "kram " voher zu machen . Wenn ich mich dann doch entschließe anzufangen geh ich zu erst zum schrank und gut dahinter: da ist wirklich keiner , ist jetzt wirklich ok. Dann guck ich unters bett (gedanken dabei : links recht , links recht, hier ist wirklich keiner und ich hoffe auch wirklich das das so bleibt ) ..wie bescheuert ich mir grade vor komm. Danach mach ich dann das licht aus. Allerdings wiederholt sich das dann teilweise 5-10 mal an einem Abend. Das ganze dauert meist 15 minuten - 1 stunde & 15 minuten . Wenn ich zum Beispiel im Bett liege und merke das ich etwas vergessen hab beispielsweiße den Stecker rauszumachen muss ich wieder von ganz vorne anfangen . Das bringt mich manchmal so zu verzweiflung das ich anfange zu weinen -.-" . Bin dann wohl übermüdet.
    Wenn ich dann aber doch im Bett lieg dann muss ich noch soetwas wie beten..( wobei ich eig nicht so sehr an gott glaube..und jetzt grad hab ich angst das das folgen hat das ich das schreib )
    Dann immer...ich hoffe das wir hier morgen alle noch leben ..die namen aufzählen..dann ich hoffe das es wirklich nicht brennt & kein einbrecher kommt.
    meisten öfter.
    Naja meine Eltern wissen nartürlich nichts davon . Darüber kann ich mit ihnen einfach nicht reden.
    Und es einfach sein zulassen. Ich krieg Panik denk ich sterbe . Oder alle sterben und ich bin Schuld.
    Das erinnert mich Teilweise an meine Kindheit ( also noch früher ;-) ) wenn ich nachts aufgewacht bin und extrem angst hatte und die ganze Nacht wacht geblieben bin da war ich total am Ende . Ich hab teilweise auf dem Fußboden geschlafen ( ohne matraze oder so ) bei meinem Eltern im Zimmer weil die mich nicht bermerken durften da sie mich sonst zurück in mein Zimmer gebracht haben.
    Ich habe schon drüber nachgedacht ne Therapie zu machen.Aber das geht ja nicht wenn meine Eltern nichts davon wissen dürfen & wir sind privat versichert da würde das auffallen. Ich weiß, dass das alles total quatsch ist aber ich kann nicht aufhören.

    Naja danke erstmal , ich hoffe man kann das einigermaßen lesen . =)

  2. #2
    Neuling
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    Ich möchte ja echt nicht nerven, aber über Antworten würd ich mich freuen .

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Anubis
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    Hallo Toffee,

    Ich habe schon drüber nachgedacht ne Therapie zu machen.Aber das geht ja nicht wenn meine Eltern nichts davon wissen dürfen & wir sind privat versichert da würde das auffallen. Ich weiß, dass das alles total quatsch ist
    nein, das was Du da oben geschrieben hast ist kein Quatsch. Du hast da oben eine typische Zwangserkrankung beschrieben.
    Guck mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsst%C3%B6rung

    Ich kann Dir wirklich nur empfehlen, Deine Eltern ins Vertrauen zu ziehen. Es ist eine Erkrankung, wie jede andere. Wenn Du Dir das Bein brichst, dann hast Du doch auch keine Bedenken es Deinen Eltern zu sagen. Hier ist es nicht anders.
    Vielleicht haben Deine Eltern ja auch schon Berichte darüber im Fernsehen gesehen (in letzter Zeit liefen da schon ein paar Reportagen im TV) und wissen, dass es diese Erkrankung gibt und es ist für sie gar nichts unbekanntes. Und wenn doch, dann guckt Ihr eben erst mal gemeinsam im Internet was es zu dem Thema gibt.

    Und dann tust Du genau das, worauf Du ja selbst schon gekommen bist
    Geh zum Arzt , bzw. zum Therapeuten.

    Ich vermute, Deine Eltern wollen auch nur das Beste für Dich, also vertrau Dich ihnen an

    Gruß
    Anubis

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Anubis für den sinnvollen Beitrag:

    ella1979 (08.07.2010)

  5. #4
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    Hey Toffee,

    ich gebe Anubis da absolut recht.
    Du mußt wirklich mit Deinen Eltern darüber reden und einen Therapeuten aufsuchen.
    Es wundert mich : ist denn Deinen Eltern bisher nichts aufgefallen?!
    Ich meine die müßten das doch mitbekommen wenn Du den Herd und sowas alles immer kontrollierst vor dem Schlafen. Ich als Mutter würde mich da schon wundern und mein Kind mal darauf ansprechen warum wieso und so!
    Vorallem wenn Du nichts dagegen tust kann das alles noch viel schlimmer werden.
    Die Mutter einer meiner Freunde hat auch das Problem immer schauen ob alles aus ist und so. Nur bei der ist es soweit daß sie nachts aufwacht und panik bekommt ob sie auf der Arbeit etwas angelassen hat und die fährt dann auch Nachts noch los und schaut nach!
    Die Frau ist langsam total erschöpft und greift daher nur noch zu Tabletten und Alkohol und das dies nicht der richtige Weg sein kann ist glaube ich einfach nur klar!
    Also rede mit Deinen Eltern das muß Dir auch nicht peinlich sein oder so.
    Wenn meine Tochter mit so einem Problem zu mir kommen würde wäre ich nämlich erst mal stolz darauf daß mein Kind sich mir anvertraut daß zeigt mir dann ich habe das Vertrauen und das tut gut.
    Dann kann man gemeinsam den Weg beschtreiten.
    Viel Glück für Dich

  6. #5
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    Zitat Zitat von Toffee Beitrag anzeigen
    Ich möchte ja echt nicht nerven, aber über Antworten würd ich mich freuen .
    Ich weiß nicht,ob es etwas nützen würde,aber wenn Du Dir einen Block abends nimmst und alles komplett aufschreibst.Also in etwas so: Herd ,linke Platte vorne ist aus,,rechts vorne,hinten aus usw. Vielleicht schreibst dann noch dazu,wieviele Sekunden Du das kontrolliert hast.

    Dann erinnerst Du Dich vielleicht genauer dran und bist beruhigt.

    Auch sämtliche Stecker,Bügeleisen,alles kommentieren.Im Bett holst Du dann bei aufkommenden Zweifel immer nur den Zettel hervor.

    Aufwändig ist das,aber nicht so anstrengend und zeitraubend wie x Mal aufstehen.
    Beten hilft ungemein und ich erlebe Jesus mit seinem Frieden durchgehend !
    Geändert von pingelig (24.11.2010 um 22:01 Uhr)

  7. #6
    Neuling
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    Ist schwer jetzt einen Anfang zu finden, um die meine Lage und mögliche Hilfestellungen zu schilden. Und glaub mir du bist längst nicht die einzige Jugendliche die an Zwangsstörungen leidet. Ich bin jetzt 16 Jahre alt und habe seit meinem 12. Lebensjahr Zwangsstörungen. Ich hab es nie wirklich wahr genommen weil es für mich schon zum Alltag gehört hat. Ich konnte auch mit niemandem darüber reden. Angefangen hat es wie bei dir mit dem Beten am Abend ( meistens ca eine halbe Stunde, in der ich nicht liegen durfte). An alle Details aus den vergangenen Jahren erinnere ich mich natürlich nicht mehr aber ich möchte versuchen noch etwas zu beschreiben aus dem letzten Jahr. Dazu schildere ich dir mal meinen Tagesablauf:
    Wenn ich aufstehe darf ich nur gleichzeitig mit beiden Füßen auf dem Boden treten, falls ich dies falsch mache muss ich alles 5mal wiederholen (Zahlenzwang), danach wird das Licht mit beiden Händen ugefähr 20 mal an und aus gemacht. Wenn dies wieder nicht gelingt muss es wieder wiederholt werden(immer nur solange wiederholen bis keine ungerade zahl entsteht). Dannach beim Zähneputzen unter die Zahnbürste schauen und über die Zahnbürtse schauen. Die Bürtse dannach 10 mal ausklopfen. In der Schule kann ich leider weder schreiben noch lesen. So eingeschränkt hat sich das entwickelt. Ich darf weder mit verschränkten Beinen dasitzen noch irgendwas asymetrisch an meinem Körper bewegen. Fall ich das tue muss ich immer nach rechts und nach links schauen ( Das auch beim bummeln in der Stadt um ja nichts zu verpassen). Lesen kann ich nicht mehr da ich ein ein gewissen Wörterprinzip entwickelt habe mit dem ich leider kaum noch Luft holen darf beim lesen und Schreiben kann ich kaum noch da ich alle Buchstaben geschwungen schreiben muss. Fall ich dies vergesse muss ich den ganzen Text von neuem schreiben ( teilweise bis zu 20 mal). Da durch werden auch Hausaufgaben vernachlässigt. Am Nachmittag und am Abend ist es noch schlimmer. Es wäre zu lang jetzt alles aufzuzählen und man muss sich das so vorstellen, als ob man alles am Tag 30 mal tut.
    Ich hab auch nie mit meinen Eltern geredet. Als ich das aber getan habe, war ich sehr erleichtert und glaub mir sie werden das verstehen und nicht als peinlich oder abwertend empfinden. Auch wenn es dir schwer fällt.. besser ist es sich zu überwinden. Meine Eltern haben sich dann selbst die Schuld an meiner Krankheit gegeben, was nicht stimmt! Denn an so einer Krankheit ist niemand Schuld. Das klingt dumm aber man hat einfach nur Pech sie zu bekommen. Ich bin dann in eine Jugendpsychatrie gegangen auch wenn ich anfangs nicht wollte, weil ich in meiner Schule Schülersprecherin war tolle Freunde habe.. einen Freund und ab und zu als Model nebenbei jobbe. Von außen wirkt das Leben also perfekt und diese Fassade wollte ich nicht bröckeln lassen. Aber mir hat die Klinik so gut getan und ich bereue keinen Tag. Es war Anfangs sehr schwer und ich muss gestehen ich bin teilweise in eine Phase der Magersucht abgerutscht um diesen Perfektionszwang durch das Auslassen den essen zu ersetzten. Aber jetzt geht es mir gut und es kann nur Berg aufgehen. Falls du Fragen hast stehe ich gerne bereit

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