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Thema: Zwang zur Psychotherapie bei eigener qualifizierter Meinung?

  1. #1
    Neuling
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    Frage Zwang zur Psychotherapie bei eigener qualifizierter Meinung?

    Hallo,

    mich würde interessieren, ob es rechtens ist eine Person zu Psychotherapie zu zwingen/nötigen.

    Nach meinem Verständnis: Psychologie allgemein und Psychotherapie sind Methoden und Therapien, die wie andere Therapieformen ebenfalls, nicht bei jedem Menschen helfen. Sie haben auch Risiken und Nebenwirkungen, die bei manchen Patienten im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

    Hat jemand schon einmal von sich aus, aus eigener Initiative eine Psychotherapie gemacht und hat diese nichts gebracht (außer dem Psychotherapeuten Geld), dann hat sich die Person eine qualifizierte Meinung dazu gebildet und keinerlei Berührungsängste zu diesem Thema bewiesen. Durch weitere, eigene Recherchen zur Psychologie und Psychotherapieformen konnte die gefestigt werden. Die betroffene Person ist darüber hinaus auch selber Mediziner.

    Kann die Krankenkasse einen Menschen dazu nötigen eine Psychotherapie zu machen, gerade wenn schon bewiesen wurde, dass sie nicht hilft?

    Ich denke doch nicht! Was meint ihr dazu?

    Vielen Dank

  2. #2
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Zitat Zitat von Toscano Beitrag anzeigen
    Kann die Krankenkasse einen Menschen dazu nötigen eine Psychotherapie zu machen, gerade wenn schon bewiesen wurde, dass sie nicht hilft?
    Wie da die Lage ist, weiß ich nicht. Da gibt es doch bestimmt noch weitere Hintergründe, die es Wert zu wissen wären, oder? Krankenkassen drängen doch i.d.R. nicht zu Behandlungen, die sie bezahlen müssen ...

    Aber ich finde es merkwürdig, dass ein Mediziner nach einem (!) Versuch mit offensichtlich einer (!) Art von Psychotherapie den Beweis gefunden zu haben meint, dass beim ihm Psychotherapie grundsätzlich nicht helfen könne. Und mich hat das Lesen über die Thematik eher verwirrt als mir weiterzuhelfen, aber gut, ich bin kein Mediziner. Auf der anderen Seite muss es ja offensichtlich Probleme bei diesem Mediziner geben, sonst wäre Psychotherapie ja generell kein Thema.
    Es gibt ja verschiedene Arten von Psychotherapie, die an unterschiedlichen Punkten ansetzen. Darüber hinaus gibt es bei gleichen Formen noch die Therapeuten, die unterschiedliche Methoden ansetzen. Meine jetzige Therapeutin macht beispielsweise tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, genau wie mein erster, und die gehen methodisch völlig unterschiedlich an die Sache heran.
    Um die Frage mit der Krankenkasse beanworten zu können, fehlen aus meiner Sicht einfach ein paar Infos zum Hintergrund und Geschehen. Das wirkt gerade wie: "Ich gebe euch die Informationen, die nötig sind, damit ihr zu einer Meinung in meinem Sinne kommt."
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  3. #3
    Neuling
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    Was will denn der Patient von der Krankenkasse, dass die Krankenkasse will, dass der Patient eine Psychotherapie macht?
    Das lese ich da nämlich raus und die KK funnktioniert ja nicht so, das ein paar Mirarbeiter mit Klientenkarten Skat spielen und die Klienten die übrig bleiben müssen dann zur Therapie.

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Ich lese da heraus, dass es sich evtl. bei der Person um dich selbst handeln könnte.
    Ich wiederspreche dir in zwei Punkten: 1. kann sich ein Laie, (auch, wenn er Mediziner ist, denn Medizin und Psychotherapie sind doch ziemlich unterschiedlich) keine qualifizierte Meinung über Psychotherapie im Allgemeinen bilden durch eine einzige Psychotherapie, in der er selber der Patient war.
    2. ist gar nicht bewiesen, ob Psychotherapie allgemein nicht wirkt. Es kann immer erst hinterhergesagt werden: Diese Therapie hat bei dem Patienten nicht geholfen. Und dann ist immer noch fraglich, inwieweit derPatient selber verantwortlich war. Der Therapuet kann nicht therapieren, ohne das zutun des Patienten.
    Eine Institution kann einen Menschen immer dann zu etwas "nötigen", wenn der Mensch von der Institution etwas haben möchte.

    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    smile (02.06.2010)

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