Hi @
Ich habe mich auf diesem Forum angemeldet, weil ich einen Kollege habe der in grossen Schwierigkeiten ist. Er leidet unter schweren Depressionen und ist auch Suizid gefährdet.
Das Problem ist einfach, dass er sich nicht helfen lässt. Er leidet zudem unter einem Minderheitskomplex. Er sieht die welt und sich selber sehr pessimistisch. Die Probleme hatte er schon lange (min 5 Jahre) und kommen aus meiner Sicht von der Scheidung seienr Eltern. Das er schon so lange Probleme hatte war mir nicht bekannt und ich habe dies nur aus Gesprächen mit Ihm erfahren und kann es auch erst heute einordnen. Das er Probleme hat ist auch sonst niemandem aus seienr Familie aufgefallen.
Seit dem letzten halben Jahr hat sich die Situation allerdings verschlechtert und er hat angefangen zu trinken und sich Steroide zu spritzen und seine Fassade ist auch zunehmends am bröckeln.
Sein Alkohol Problem ist ernst aber noch nicht hoffnungslos. Da er erst seit ca. 3 Monaten trinkt ist seine Abhängigkeit noch nicht sehr gross.
Was ich auch über Ihn sagen kann, ist das er sehr aggressiv ist und auch schon von Blicken anderer Leute innerlich explodiert.
Ich habe Ihn vor ca. 3 Monate einmal auf seine Psychischen Probleme angesprochen, wonach die Emotionen ziemlich heftig wurden und er sich bei mir ausgeheult hat.
Er hat auch mehrmals konkret darüber gesprochen, dass er sich gerne umbringen möchte und das es sein grösster Wunsch wäre, wenn er endtlich kripieren würde. Dies hat er in mehreren Gesprächen gesagt und ich glaube auch nicht, dass es einfach so eine Tiefphase war sondern, dass es seit Monaten so geht.
Zudem habe ich erfahren, dass er schon einmal einen Abschiedsbrief geschrieben hat, aber dann doch nicht ausgeführt hat.
Ich gehe davon aus, dass ich der einzige bin der im Detail seine Probleme kennt. Er hat seine Probleme stets in sich gefressen und auch das Rizen wurde nicht erkannt, da er dies immer mit einem Verband versteckte.
Er ist im Moment selber in der Scheidung. Er hatte sich von seiner Frau scheiden lassen, weil er durch seine Frau in eine Schuldenfalle gefallen ist.
Ich denke aber, dass seine Schuldenprobleme nicht so gross sind, da es einen Ausweg gibt. Im Moment wohnt er bei seiener Mutter und kann so Geld sparen und auch seine Scheidung sollte nicht zu teuer sein, da bei Ihm nichts zu holen ist und er auch keine Kinder hat. Zudem hat er einen Festen Job.
Ich habe mit Ihm schon mehrmals darüber gesprochen, ob er nicht selber psychologische Hilfe annehmen will. Nach ein paar gesprächen konnte ich Ihn überreden und wir haben gemeinsam bei einem psychiatrischen Notfalldienst angerufen. Er hat aber später das ganzen wieder verworfen und ein Weg in diese Richtung ist eher unwahrscheinlich.
Nun zu meiner Frage:
Wie würdet ihr handeln?
Ich überlege mir ob ich Ihn zwangseinweisen soll. Die Konsequenzen bei eiener Zwangseinweisung sind allerdings, dass ich in sein Leben eingreife und so vieleicht auch seine berufliche Laufbahn zerstöre.
Allerdings ist es vorprogrammiert, dass er später oder früher seinen Job durch das trinken und seine aggresivität verliert (Er hat bereits schon eine Lehre und einen Nebenjob durch seine Aggresivität verloren)
Ich weiss auch nicht wie es finanziell aussieht, wenn ich Ihn einweisen lasse
Wird man da finanziell belastet wenn man eingewiesen wird? Wäre es auch möglich seine Schulden durch eine IV- Rente abzubezahlen (Er lebt in der Schweiz).
Bin ich überhaupt in der Lage Ihn einzuweisen?
Wäre echt froh, wenn ihr mir tipps geben könntet, da so ein Entscheid nicht einfach ist (egal ob von Betroffenen oder von Psychologen)
lg
Jonas


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen