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Thema: Zwangsgedanken & Zwangshandlungen

  1. #1
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    Standard Zwangsgedanken & Zwangshandlungen

    Hallo. Ich bin 20 Jahre alt und leide seit etwa 8 Monaten an Zwangsgedanken. Am Anfang war es noch relativ harmlos und ich bin noch selber dagegen angekommen. Aber inzwischen ist das ganze so heftig geworden, dass ich von früh bis spät fast schon durchgehend mit diesen blöden Gedanken zu tun habe.
    Die Gedanken drehen sich im Großen und Ganzen um die Angst, eines meiner Familienmitglieder zu verlieren - hauptsächlich durch eine schlimme Krankheit. Das sieht dann so aus, dass ich mir einbilde, mir zu wünschen, dass eines meiner Familienmitglieder krank werden und daran sterben könnte. Die Folge eines solchen Gedankens ist dann, dass ich unruhig, ängstlich oder sogar richtig panisch werde und in mir so eine Art Drang aufsteigt, irgendetwas zu tun, mit dem ich diesen Gedanken widerlegen kann.
    Als das ganze angefangen hat, Anfang diesen Jahres also, habe ich immer noch mit einem Gegengedanken dagegensteuern können, indem ich mir in Gedanken sagte: "Nein. Das ist Unsinn. Hör auf, dir so 'nen Schwachsinn einzureden." Inzwischen sind diese Zwangsgedanken aber so stark, dass ich dagegen laut werden muss, also "Nein!" oder "Das stimmt nicht." oder "Ich will so was nicht." usw. sagen muss. Manchmal glaube ich dann aber, dass ich statt "Ich will das nicht." "Ich will das." gesagt habe, und dann muss ich das immer und immer wieder sagen. Und wenn dieser Zwang dann beruhigt ist, setzt im Prinzip auch schon der nächste Zwang ein, bei dem ich dann alles ungefähr fünf bis acht Mal sagen muss, weil es sonst nicht wieder gut wird.
    Und das ätzende ist, dass ich dabei die ganze Zeit über weiß, dass das alles totaler Unsinn ist. Ich weiß, dass ich meine Familie liebe und dass ich totale Angst habe, einen von ihnen zu verlieren.

    Die Gedanken richten sich auch nicht allein gegen meine Familie. Ich habe bis vor Kurzem in einer KiTa gearbeitet und da hatte ich das auch oft, dass ich, wenn eines der Kinder mich geärgert oder rumgebockt hat, mir eingeredet habe, ich würde mir wünschen, dass dieses Kind krank wird und stirbt. Und dann bin ich im selben Moment panisch geworden, weil ich das natürlich niemals wirklich wollen würde. Und die Anspannung in diesen Situationen bei der Arbeit ist dann im Prinzip noch schlimmer gewesen, weil ich ja unter Leuten war und somit nichts gegen den Zwang sagen konnte, also die Rituale nicht machen konnte.


    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich hab allmählich echt das Gefühl, die Kontrolle über mein eigenes Denken und Handeln zu verlieren. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich nicht mal mehr wirklich die Zwangsgedanken von den wahren Gedanken unterscheiden kann.

    Ich habe überlegt, ob ich damit zu einem Psychologen gehen soll. Ich wüsste auch, zu welchem ich gehen würde, weil ich schon mal bei dem in Therapie war. Das war aber nicht wegen der Zwangsgedanken, sondern wegen eines Waschzwangs. Ist auch schon ein paar Jahre her. Den Waschzwang hatte ich eigentlich auch ziemlich gut wieder in den Griff gekriegt - dank meines Psychologen -, aber ungefähr mit dem Beginn der Zwangsgedanken ist auch der Waschzwang wieder schlimmer geworden. Bei dem dreht es sich auch um meine Angst vor Krankheiten.
    Einerseits wäre ich schon bereit, mich wieder in Therapie zu begeben. Aber andererseits will ich einfach nicht glauben, dass man das nicht auch alleine schaffen kann, diese Zwangsgedanken zu besiegen. Erst recht, wenn ich weiß, dass es nur bescheuerte Gedanken sind, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

    Kennt sich damit zufällig einer von euch aus? Kann man das auch alleine schaffen? Und wenn ja, wie? Weil jedes Mal, wenn ich einen kleinen Erfolg geschafft habe, schlägt der Zwang einen Tag später doppelt so schlimm zurück.

    Ich würde mich freuen, wenn jemand antwortet.

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Sisyphus
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    Zwangsbetroffene hängen irgendwo zwischen Neurose und Psychose. Aber der Störungsgrad kann jede Psychose übertreffen. Auf der einen Seite halten sie sich nicht für verrückt und wissen auch, daß sie im Prinzip nicht verrückt sind. Auf der anderen Seite aber wissen sie, daß ihre Art zu denken, zumindest was das Störungsprofil angeht, von ihrer Umwelt als verrückt angesehen wird. Und im Gegensatz zu einer Neurose ist ihre Störung auch nicht bzw. kaum psychogen, sondern hat biologische Ursachen, die mit einer Störung der Basalganglien einhergehen, d. h. mit dem ältesten Teil des menschlichen Gehirns, der für repetitives, automatisiertes und ritualisiertes Verhalten zuständig ist. Das Filtersystem in ihrem Gehirn ist defekt; auf der einen Seite sagen ihre Sinne dem Betroffenen, die Situation sei in Ordnung, aber der Thalamus funkt trotzdem Warnsignale an den OFC, die Situation sei nicht in Ordnung, so daß Zwangsbetroffene ihren Sinnen oder auch ihren gesunden Gedanken nicht trauen können, so sehr sie sich auch bemühen. Es ist auch die innere Zerrissenheit, die den Zwangsbetroffenen so quält. Die schreckliche Zwangsstörung äußert sich durch einen unwiderstehlichen Drang, bestimmte Dinge zu denken, zu tun oder zu unterlassen, der sich wie bei Suchtkranken äußert. Manche haben sogar magische Ideen in der Form, daß sie meinen, wenn sie einen bestimmten Gedanken jetzt denken oder nicht denken bzw. eine bestimmte Handlung durchführen oder unterlassen, daß dann etwas schreckliches passieren würde. Je länger man diese Krankheit hat, desto schwerer ist es, ihr etwas entgegenzusetzen, weil mit der Zeit die Erinnerung an gesunde Bewußtseinszustände verblaßt, an die man sich noch orientieren kann.

    Der Waschzwang ist zwar wesentlich ritualisierter als themenorientierte Zwangsgedanken, aber er ist kein Gegensatz zu Zwangsgedanken, denn auch der Waschzwang mag zwar eine Zwangshandlung sein, aber auch diese hat ihren Ursprung in Zwangsgedanken. Übrigens neigen Frauen eher zum Waschzwang, während Männer eher zum Kontrollzwang neigen. Daneben gibt es noch unzählige weitere Zwänge, die sich teilweise nicht so einfach in irgendwelche Kategorien einordnen lassen. Zwar ist die Erblichkeit der Zwangsstörung recht hoch, allerdings betrifft dies nicht das konkrete Störungsbild, denn es wird nur die Zwangsstörung als solche (d. h. die Vulnerabilität zum Zwang) vererbt, nicht aber die Art des Zwangs. Und wer für die Zwangsstörung anfällig ist, der hat selten nur einen Zwang, sondern meistens gleich mehrere auf einmal oder sich ständig abwechselnde Zwänge. Es ist so, als lasse einem das eigene Gehirn ganz bewußt nicht in Frieden, denn selbst, wenn man es einmal geschafft hat, einen bestimmten Zwang zu besiegen, steht auch schon der nächste Zwang vor der Tür. So etwas demoralisiert ungemein, irgendwann hat man sich dann aufgegeben, dann hat sich die Zwangsstörung endgültig chronifiziert und ist zur Gewohnheit geworden. Sie ist dann Teil von Dir, der Dich dauerhaft herunterzieht und Dein Leben zerstört.

    Zwangsbetroffene wissen übrigens sehr genau, daß ihre Gedanken im Prinzip unnötig sind, aufgrund der Gehirnfunktionsstörung können sie sich allerdings nicht dagegen wehren. Du selbst schreibst, daß Dir am Anfang noch rationales Gegenargumentieren helfen konnte, jetzt aber bereits nicht mehr. Unbehandelt neigt der Zwang leider zur Progredienz, d. h. es wird mit der Zeit immer schwerer, dem Zwang rational etwas entgegenzusetzen, denn zu seinem Wesen gehört es, daß er sich mit Logik nicht beikommen läßt. Ein Zwangsproblem ist kein gedankliches Problem eines gesunden Menschen, mit dem er sich beschäftigt, sondern Produkt einer irrationalen Gehirnfunktionsstörung.

    Was den Inhalt Deiner Zwangsbefürchtung die Kinder Deiner ehemaligen Kita betreffend angeht, so wird es Dich vielleicht beruhigen, daß diese Art von Zwangsbefürchtungen unter Zwangsbetroffenen weit verbreitet ist. Sehr stark damit zusammen hängen Zwangsbefürchtungen junger Mütter, die befürchten und wirklich glauben, ihr Neugeborenes zu töten und zu verletzen. Zwangsbetroffene sind aber Täter ohne Tat. Da die Zwangsbefürchtungen sich immer gegen das wenden, was man selbst von ganzem Herzen verabscheut und niemals tun würde, ist die Gefahr gleich Null, daß Du den Dir anvertrauen Kindern auch tatsächlich etwas antust. Hansruedi Ambühl, Experte der Zwangsstörung, äußerte in seinem in der Zwangsszene vielbeachteten Buch „Frei werden von Zwangsgedanken“, daß er sein fiktives Baby am liebsten einer Zwangsbetroffenen anvertrauen würde, die von der Zwangsbefürchtung heimgesucht wird, eben dieses Baby zu töten, foltern oder zu verletzen. Denn dann könne er sich genau sicher sein, daß so etwas niemals geschehen würde.

    Ich kann Deinen Wunsch verstehen, allein mit dieser schrecklichen Störung fertigzuwerden. Niemand begibt sich gern in Therapie, und Zwangsbetroffene, die es scheuen wie der Teufel das Weihwasser, andere in ihre Problematik einzuweihen, noch viel weniger. Aber unbehandelt wird man die Zwangsstörung nicht nur nicht los, sie wird auch i. d. R. immer schlimmer und immer unkontrollierbarer. Du selbst spürst diesen Prozeß bereits. Irgendwann kommen Derealisation und Depersonalisation und später Invalidität und evtl. sogar Stupor und Mutismus. Dann ist nämlich der innere Zweifel so groß, daß Du keine Bewegung mehr leisten und kein Wort mehr aussprechen kannst, die vom dem schrecklichen Zwangsdrang nicht niedergehalten werden. Zwangsbetroffene wollen stets, aber können nicht anders, das ist das Schreckliche dieser Behinderung. Es ist, als frißt sich der Teufel durch das eigene Gehirn.

    Ich drücke Dir die Daumen, daß Dir Therapie und Medikamente helfen werden. Denn tatsächlich gibt es auch gegen eine solch absurde Störung wie die Zwangsstörung Medikamente, die tatsächlich auch Wirkung erzielen.
    Geändert von Sisyphus (25.09.2016 um 01:19 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sisyphus für den sinnvollen Beitrag:

    Elinja (02.10.2016)

  4. #3
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    Zitat Zitat von Sisyphus Beitrag anzeigen
    Die schreckliche Zwangsstörung äußert sich durch einen unwiderstehlichen Drang, bestimmte Dinge zu denken, zu tun oder zu unterlassen, der sich wie bei Suchtkranken äußert. Manche haben sogar magische Ideen in der Form, daß sie meinen, wenn sie einen bestimmten Gedanken jetzt denken oder nicht denken bzw. eine bestimmte Handlung durchführen oder unterlassen, daß dann etwas schreckliches passieren würde.

    Zwangsbetroffene wissen übrigens sehr genau, daß ihre Gedanken im Prinzip unnötig sind, aufgrund der Gehirnfunktionsstörung können sie sich allerdings nicht dagegen wehren. Du selbst schreibst, daß Dir am Anfang noch rationales Gegenargumentieren helfen konnte, jetzt aber bereits nicht mehr. Unbehandelt neigt der Zwang leider zur Progredienz, d. h. es wird mit der Zeit immer schwerer, dem Zwang rational etwas entgegenzusetzen, denn zu seinem Wesen gehört es, daß er sich mit Logik nicht beikommen läßt. Ein Zwangsproblem ist kein gedankliches Problem eines gesunden Menschen, mit dem er sich beschäftigt, sondern Produkt einer irrationalen Gehirnfunktionsstörung.

    ist die sucht auch produkt einer gehirnfunktionsstörung ? meines wissens nach ist die sucht und somit alles was mit ihr verbunden ist eine eigenständige krankheit, ein kokser hat ja nichts mit wiederkehrenden gedanken zu tun... selbst bei verlangen/bedarf nach der droge sind die gedanken u. taten eher auf wiederbeschaffen orientiert. ohne jetzt fachwissen zu diesen krankheiten zu haben denke ich dass der "unwiderstehliche drang" bei beiden sehr verschieden ist. außerdem beruht ja nicht jede psychose auf einer gehirnstörung und auch da gibt es betroffene die sich für normal/nicht verrückt halten. hat zwar jetzt nicht direkt mit dem prob von nina zu tun, will da nur etwas beruhigen wenn ich die "prognose" wie mutismus oder sich nicht mehr bewegen können lese^^ ich drücke auch die daumen damit es möglichst bald ein termin gibt.

  5. #4
    Schreibkraft Avatar von Sisyphus
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    Klar äußert sich der Drang bei Suchtkranken und Zwangsbetroffenen verschieden. Bei Zwangsbetroffenen beinhaltet das Nachgeben des inneren Drangs nichts angenehmes, und den Drang aufzulösen ist wesentlich komplexer. Bei Suchtkranken dagegen ist der Drang objektivbezogen und für alle verständlich, insofern kann man da leicht ein standardisiertes Therapieprogramm entwickeln, auch wenn diese Aufgabe für den Betroffenen alles andere als leicht ist. Der Phänotyp bei Zwangsbetroffenen variiert dagegen von Mensch zu Mensch. Ein weiterer Unterschied: ein Suchtkranker (keine Gehirnfunktionsstörung) kann sich bei heutigem Wissensstand aussuchen, ob er sich einer Sucht hingibt, er hat es selbst in der Hand, ein Zwangsbetroffener wird dagegen ganz passiv von seiner Störung überfallen, er hat sie sich nicht ausgesucht. Im übrigen gibt es hier Korrelationen dergestalt, daß Zwangsbetroffene signifikant mehr Alkohol zu sich nehmen. Der Grund: durch die enthemmende Wirkung des Alkohols fühlen sich Zwangsbetroffene in der Rauschzeit tatsächlich weniger schlimm ihren Zwangsgedanken ausgeliefert. Zusätzlicher Nachteil: durch die Medikamente, die sie nehmen, arbeiten die Enzyme, die den Alkohol abbauen, an zwei Fronten, nämlich gegen den Alkohol und das Medikament. Folglich bekommen Zwangsbetroffene, die medikamentös behandelt werden, durch Alkohol schneller einen Kater. So werden sowohl der Abbau des Alkohols auch der Abbau der Medikamente gestört. Das ist der Grund für den Hinweis auf dem Beipackzettel, während der medikamentösen Behandlung auf Alkohol zu verzichten. Nur, wer verzichtet schon gern sein ganzes Leben auf Alkohol?

    Und natürlich gilt auch hier ganz grundsätzlich, daß die Alkoholsucht ein Problem nur betäubt, aber eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem blockiert.
    In meinen Beiträgen vergleiche ich tatsächlich gern die Zwangsstörung mit anderen psychischen Erkrankungen. Das tue ich nicht, um den einzelnen Krankheitsbildern ihre Eigenständigkeit abzusprechen, sondern das dient der Orientierung. Es ist oft so, daß unterschiedliche Krankheitsbilder ähnliche Symptome verursachen, dafür aber wiederum gibt es auch immer Unterschiede. Der Vergleich der einzelnen Krankheitsbilder dient auch in der Psychiatrie als Differentialdiagnostik, um die einzelnen Krankheitsbilder besser voneinander abgrenzen zu können und so das Krankheitsbild des Betroffenen besser zu erkennen.

    Die Threaderstellerin zu beruhigen ist sicherlich gut gemeint. Nur wenn ich den Bericht lese, dann leuchten bei mir alle Alarmlampen auf. Sie bekam ihre Zwänge typischerweise in der Jugend, versuchte, allein damit fertig zu werden, das mißlang trotz einiger Zwischenerfolge, inzwischen sind die Zwänge schlimmer als jemals zuvor, so etwas liest man als Fallbeispiele überall, wenn man sich näher mit der Zwangsstörung beschäftigt. Insofern muß auch der Ernst der Lage klar sein, es muß etwas geschehen, sonst ist es schon fast vorgezeichnet, wohin die Reise geht.

  6. #5
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    hallo nina,
    ich kenne deine situation. und ich muss sagen, es hilft mir ein bisschen das es da noch jemanden gibt der auch die gedanken hat.
    bei mir traten letztes jahr zwangsgedanken auf, es war dann so schlimm das ich in eine depression gefallen bin. meine gedanken richteten sich danach, meinen wichtigstens menschen den tod zu wünschen. es wurde dann so schlimm, dass ich nicht mehr zwischen gedanken und realität entscheiden konnte. ich dachte wirklich das ich das so will. die gedanken hatten meine gefühle im griff.
    ich bekam sertralin 50mg von meimen hausarzt verschrieben (eine antdepressivum) und machte insgesamt 8 psychotherapien (verhaltenstherapie) und galt dann als geheilt. hier lernt man schon bei der ersten sitzung: JE MEHR MAN PROBIERT DIE GEDANKEN ZU UNTERDRÜCKEN, UMSO SCHLIMMER UND VERSTÄRKT KOMMEN SIE RETOUR. Das phänomen vom rosa elefanten und darum würde ich dir auf alle fälle eine therapie empfehlen, dass du eben genau diese dinge lernst und das du lernst mit diesen gedanken umzugehen. mir hat es sehr geholfen. leider bis jetzt,... ich habe mich wieder zu viel mit den gedanken beschäftigt und jetzt haben sie mich wieder. nächste woche habe ich wieder therapie und dann geht es wieder bergauf. also ran ans telefon und therapie vereibaren. alles gute für dich

  7. #6
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    Zitat Zitat von n i n a Beitrag anzeigen

    Die Gedanken richten sich auch nicht allein gegen meine Familie. Ich habe bis vor Kurzem in einer KiTa gearbeitet und da hatte ich das auch oft, dass ich, wenn eines der Kinder mich geärgert oder rumgebockt hat, mir eingeredet habe, ich würde mir wünschen, dass dieses Kind krank wird und stirbt.
    Das hängt mit den Schuldgefühlen zusammen!

    Schon früh mit dem Beginn der Schule hatte ich Probleme still zu sitzen und dem Lehrer zu zuhören. Mangelnde Aufmerksamkeit, Nervosität
    Jedenfalls beobachtete ich eine Weile mich und meine Menschen um mich und kam zu dem Schluss:

    "Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"


    @wenn eines der Kinder mich geärgert oder rumgebockt hat
    Du wirst mit dem Ärger, der mit Aufregung verbunden ist, nicht fertig.

    Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!
    Immer wieder hörte ich: "Ich rege mich doch nicht auf!" widersprach er aufgeregt. "Jeder regt sich mal auf!" und gelegentlich auch "Ich habe mich noch nie in meinem Leben aufgeregt!"

    "Schuldgefühle oder andere moralische Vorstellungen von Gefühlen" hindern wieder das Wahrnehmen von wahren Gefühlen. z.B das Gefühl müde zu werden, als ein Zeichen sich langsam zu überlegen ins Bett zu gehen!


    Was Sisyphus schreibt ist nicht verkehrt, aber es hat mehr mit Biochemie zu tun!
    biologisch-chemische-psychische Prozesse im Körper.
    Ähnliches geschieht bei Bauchschmerzen. Das hilft dir nicht weiter. Weiter hilft dir, wenn du jetzt weißt, was du jetzt gegen die Bauchschmerzen machen kannst!
    Entscheidungen treffen auf Grund der Signalwirkungen deiner Gefühle.
    Wenn ich das Gefühl habe, langsam müde zu werden, habe ich mehrere Möglichkeiten: Ich höre gleich auf und gehe ins Bett. Ich mache es erst noch fertig und gehe dann ins Bett. Oder ich mache mir einen Kaffee um noch weiter wach zu bleiben.

    Die Zwangsgedanken hindern dich daran, diese Signalwirkungen wahr zunehmen.
    Es unterdrückt deine geistige Tätigkeit. Du nimmst vieles um dich herum nicht bewusst wahr zu nehmen. Außerdem kannst du dich nicht von außen wahrnehmen, sehen! Wie sehen die anderen im Kindergarten die Reaktion deines Körpers auf das Verhalten des Kindes?


    gruss mops

  8. #7
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    Hallo mops
    Na ja dadurch dass ich über die zwänge mit niemandem rede weiß ja sonst auch keiner davon. Also ich weiß nicht, wie ich in solchen situationen auf meine kolleginnen gewirkt habe. Aber ich würde mal vermuten, dass die davon nicht viel mitbekommen haben, weil ich eigentlich immer darauf achte, mir von meinem stress, den der zwang nun mal auslöst, nichts anmerken zu lassen.

  9. #8
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    Zitat Zitat von n i n a Beitrag anzeigen
    Hallo mops
    Na ja dadurch dass ich über die zwänge mit niemandem rede weiß ja sonst auch keiner davon. Also ich weiß nicht, wie ich in solchen Situationen auf meine kolleginnen gewirkt habe. Aber ich würde mal vermuten, dass die davon nicht viel mitbekommen haben, weil ich eigentlich immer darauf achte, mir von meinem stress, den der zwang nun mal auslöst, nichts anmerken zu lassen.
    Danke,

    noch mal was neues:
    Als Kind kam ich nach längeren Beobachtungen von mir selbst und anderen kam ich zu dem Schluss:
    "Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"

    Später hörte ich von Karl Marx "Der Mensch kann sich nicht von außen sehen! Daher sieht er sich selbst immer anders, als er von anderen gesehen wird!"

    Die Eine in der SHG reißt immer die Arme hoch, wenn der kleine Hund zu ihr auf den Schoß springt. Sie kann sich nicht von Vorne sehen! Daher Daher sehe ich das anders als sie! "Wie bewusst sind wir uns?" Um das zu fühlen, zu empfinden?

    Durch deine Inneren zwänge ist deine Wahrnehmung eingeschränkt. Das Wahrnehmen deiner Gefühle. Was du selbst machst. Du kannst dich nicht von vorne sehen, aber die Gegenreaktion deiner Kollegen auf dein Handeln.

    Dein handeln ist zwanghaft!
    Also ist es für andere wieder sichtbar!


    gruss mops

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