Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Zwangsgedanken: Unsicherheitsphasen verkürzen

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    13.12.2016
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard Zwangsgedanken: Unsicherheitsphasen verkürzen

    Moin Leute,

    ich wollte mich auch einmal kurz zu Wort melden und evtl. ein paar Tipps einholen. Zu meiner Person: Ich bin 25 Jahre alt, studiere Lehramt und leide seit ca. 2 Jahren an Zwangsgedanken. Ich habe bereits eine kognitive Verhaltenstherapie abgeschlossen und nehme momentan Sertralin gegen die Zwangsgedanken. Die Dosis ist dabei nicht besonders hoch und ich verspüre keinerlei Nebenwirklungen. Nachdem sich vor 2 Jahren die Zwangsstörung entwickelte habe ich eine sehr schwere Phase mitgemacht, daraufhin eine Therapie gemacht und die medikamentöse Behandlung begonnen. Momentan geht es mir wieder ziemlich gut. Die Zwangsgedanken sind zwar noch dar, allerdings stabilisierte sich meine Stimmung mithilfe der SSRI-Hemmer und die Zwangsgedanken traten eher in den Hintergrund.

    Nun zu meiner Frage: Momentan ist es so, dass ich teilweise Wochen habe, in denen ich mich quasi komplett normal fühle. Die Gedanken sind zwar da, aber ich schaffe es mich zu beruhigen und mein innere Balance bleibt erhalten. In diesen Phasen kann ich das Leben richtig genießen.
    Allerdings (Es gibt immer ein Aber :P) gibt es dann auch wieder Phasen, in denen ich die Gedanken nicht gut abschotten kann, eine innere Unsicherheit verspüre und die Zwangsgedanken mich deutlich mehr beschäftigen. Meine Stimmung ist demnach auch etwas gedrückter und ich bin ängstlicher. Diese Phasen können sich bis über eine Woche hinwegziehen und die unterschiedlichsten Themen haben. Beliebte Themen sind Suizid (Bin ich suizidgefährdet, bin ich depressiv, etc) oder Pädophilie. Jeder Betroffene kennt dann wohl den permanenten inneren Dialog zwischen Zwangsgedanken/Angst und dem „vernünftigen Konterpart“. In diesen Phasen gelingt die Beruhigung allerdings nicht mehr und die innere Unsicherheit bleibt bestehen.

    Manchmal sind diese Phasen wieder von alleine weggegangen. Manchmal habe ich mir aber auch sachliche Dokumentationen zu den Themen (bspw. Pädophilie) angeschaut, die mir wieder besonders klarmachten, dass die Inhalte der Zwangsgedanken nicht auf mich zutreffen. Trotzdem gibt es immer wieder irgendwelche frei variierbaren Trigger, die mich erneut in eine Unsicherheits-Phase treiben. Ich habe schon manchmal das Gefühl, dass die Taktung ähnlich wie bei depressiven Episoden verläuft.

    Ich möchte mich in der Hinsicht weiter verbessern und meine innere Balance besser stabilisieren. Kennt jemand von euch diese Situation und hat Ideen, was genau dagegen hilft diese Unsicherheits-Intervalle zu verkürzen oder gar nicht mehr aufkommen zu lassen?

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

    LG

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Onmyway für den sinnvollen Beitrag:

    lwheatlylore (02.01.2017)

  3. #2
    Neuling
    Registriert seit
    16.10.2016
    Beiträge
    3
    Danke
    0
    1 Danke in einem Post erhalten.

    Standard

    Hallo Onmyway,
    ich bin eben mal wieder auf das Forum gestoßen weil mich ebenfalls seit etwas über einer Woche meine Zwangsgedanken (wieder) übelst belasten.
    Und es ist erstaunlich zu lesen, das du aller anschein die selben "Probleme" durchmachst wie ich. Ich habe Gedanken, vorallem über Suizid, das ich
    mir das Leben nehmen könnte obwohl ich das gar nicht will und daher PANISCHE ANGST davor habe. Manchmal sind diese gedanken (welche ich seit November 2016 habe,
    vorher waren es "harmlosere" Gedanken, siehe im Thread http://www.psychologieforum.de/seit-...ken-38464.html)
    weniger präsent, manchmal aber wiederum so stark das ich meine verrückt zu werden und mich einweisen lassen muss.

    Seit Weihnachten habe ich nun wieder eine solche starke Phase.
    Ich bin auch seit Anfang November in Therapie, die Therapeutin meinte nur ich habe eine Angststörung und diese Gedanken sind halt da.. aber ich brauche mir darüber keine
    Sorgen zu machen da ich diese Gedanken NICHT in die Tat umsetzten werden. Wenn ich aber in die Zukunft blicke graults mir wiederum weil ich Angst habe diese Gedanken und
    mein Leben nie mehr in den Griff zu bekommen. Es ist eine Spirale in der ich mal wieder gefangen bin.
    Zum Glück ist mein Urlaub nun zu Ende und ich kann Morgen wieder arbeiten gehen, meistens fühle ich mich dann gleich besser weil ich abgelenkt bin.

    Im übrigen habe ich auch vor einigen Wochen die Citalopram abgesetzt da mir diese nicht wirklich geholfen haben; auch weil meine Therapeutin meinte ich hätte keine Depression (die
    Angst an einer Depression erkrankt zu sein habe ich nämlich auch oft - und sie ist ebenso erdrückend).
    Sie meinte ich solle Vitamin B-Präparate und Magnesium zu mir nehmen, was ich jetzt schon seit einem Halben Monat machen. Einen positiven Effekt blieb aber
    bisher aus.

    Sorry nun für den Text hier, ich weiß er hilft dir nicht wirklich.. aber ich wollte nur erwähnen das es mir aktuell genau so ergeht wie dir. Ich mache diese Phasen durch und es erdrückt mich fast..

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei qwerty_x88 für den sinnvollen Beitrag:

    lwheatlylore (02.01.2017)

Ähnliche Themen

  1. Wartezeit beim Psychologen verkürzen?
    Von Ceylontee im Forum Therapie Techniken & Mittel
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 02.05.2014, 18:39
  2. Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 15.08.2013, 02:13
  3. Zwangsgedanken..
    Von Johnplayer im Forum Zwänge
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 30.05.2013, 22:36
  4. Zwangsgedanken
    Von gruebel im Forum Zwänge
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 24.03.2012, 15:26

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •