Hallo Zusammen,
ich bin ganz neu auf dieses Forum gestoßen und hoffe, hier ein paar Antworten zu bekommen, was mit mir los ist...
Weiß nicht, ob ich hier in der Rubrik "Zwänge" überhaupt richtig bin, ich glaube es zumindest...
Ich bin 34 Jahre alt, weiblich und lebe in einer glücklichen Partnerschaft.
Vor einigen Wochen habe ich mein erstes Kind entbunden, alles ist gut verlaufen und die Kleine ist mein ein und alles!!! Ich liebe mein Kind von ganzem Herzen und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen, seit sie "da" ist!
Und genau deswegen versteh ich einige Gedanken nicht, die ich seit ca. 2 Tagen ab und an habe...
Ich trau mich sie auch kaum zu schreiben, weil ich immer Angst hab, dass man durch Gedanken auch in der Realität irgendwas "auslösen" kann, aber um Antworten zu bekommen, muss ich es nun versuchen hier auszudrücken:
Zum Beispiel lege ich die Kleine abends hin zum Schlafen und sage: „Schlaf gut Süße, bis morgen früh“ – und in Gedanken füge ich hinzu „wenn du überhaupt wieder aufwachst“. Meist gehen die Gedanken in etwa diese Richtung.
Ich sage etwas und ganz unvermittelt schließt sich in meinem Kopf eine „Fortsetzung“ des Satzes an, die grundsätzlich negativ ist…
Das macht mich fertig, weil der Satz irgendwie fast „gleichgültig und aus dem Nichts heraus“ weiter gedacht wird…
Und doch wiederum erschrick ich dann total und weiß genau, dass DAS was ich gedacht habe für mich der absolute Horror wäre…
Oder ich hab meine Tochter auf dem Arm und denk plötzlich daran, dass sie mir runterfallen könnte…
Heute haben wir mit Freunden gegrillt und als ich das Fleischmesser in die Küche brachte kam mir der Gedanke, wie jemand meiner Maus damit etwas tun könnte…
Das hat mich innerlich gelähmt und geschockt.
Warum kommen solche Gedanken????
Gestern und heute hab ich mich stellenweise körperlich richtig unwohl gefühlt; quasi ein schlechtes Gewissen meinem 13 – Wochen alten Kind gegenüber, dass seine Mama solche Gedanken hat.
Dann lacht mich die Kleine an, strampelt und freut sich und mir wird ganz flau im Magen…
Auch jetzt, wo ich das schreibe, läuft mir wieder ein kalter Schauer über den Rücken, weil ich mich selbst überhaupt nicht mehr verstehe!!!
Sind das Zwangsgedanken???
Teilweise – so bilde ich mir zumindest ein – waren meine Gefühle heute auch irgendwie gemischt, einerseits so voller Liebe, andererseits „Gleichgültigkeit“, dann wiederum der absolute Horror, dass meiner Maus mal etwas zustoßen könnte…
Was ist da mit mir los???
Vielleicht sollte ich zum Schluss noch erwähnen, dass ich seit ein paar Jahren „Angstpatientin“ bin und auch schon eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht habe.
Da geht es bei mir hauptsächlich um mangelndes Selbstbewusstsein, Angst vor Krankheiten und dem Tod und um Verlustängste…
Vielleicht kann mir Jemand von Euch ein wenig auf die Sprünge helfen, dass ich mich etwas besser verstehen kann?
Oder vielleicht geht es einem von Euch ähnlich???
Meine Tochter ist der Wichtigste Mensch in meinem Leben – warum ist gerade SIE Gegenstand dieser Gedanken, die ich so sehr hasse und zu ignorieren versuche?
Als ich sie vorhin auf dem Wickeltisch gewickelt und danach ins Bett gebracht habe, hatte ich das Gefühl, innerlich etwas distanziert zu ihr zu sein – ich schäme mich soooo sehr ihr gegenüber für meine Gedanken, auch wenn der kleine Wurm davon natürlich keinen Schimmer haben kann…
Und vor allem schäm ich mich mir selbst gegenüber…
Ich hab niemanden, mit dem ich darüber reden kann – es ist mir selbst hier peinlich…
Danke schon mal für Eure Antworten…
Marly


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für den zweiten Post.

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