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Thema: Ängste,Derealisation,Depression

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ängste,Derealisation,Depression

    Moin;
    Ich habe mich gerade hier angemeldet und suche nach ein Paar Meinungen bzgl. meines Problems und evtl. ein paar Vorschläge wie ich weitermachen soll. Mich plagen zurzeit Unwirklichkeitsgefühle und Panik/Angst.
    Doch von Anfang an:
    Vor ca. einem halben Jahr hatte ich eine sehr schlimme Psychodelische Erfahrung, bei der ich gedacht habe, dass ich bereits gestorben bin und schon in einer Art "Nachleben" während meines Trips vorgedrungen bin (Warum ich das erzähle wird später noch relevant). Bis vor zwei/drei Monaten gings mir auch relativ normal (Zwar sehr lethargisch aber zumindest nicht schlecht), aber ich habe zu dieser Zeit angefangen regelmäßig mich alleine zu betrinken. Grund dafür war das Gefühl "Von allen gehasst" und isoliert zu sein, auch wenn diese Gefühle nie der Realität entsprachen. Dann kamen die Semesterferien und ich habe immer mehr gesoffen, da ich jetzt logischerweise noch mehr Zeit zum trinken hatte. Dann vor ca. 2 Monaten hatte ich das erste mal in der Straßenbahn eine Panikattacke. Ich hatte an diesem Tag nur 2 Stunden geschlafen und hab mich dementsprechend mit Koffein zugeschüttet. Es war als würde ich "vergessen" zu Atmen wenn ich nicht wirklich darauf achtete. Ich bekam dann ca. 5 Sekunden keine Luft und habe Panik gekriegt. Die nächsten Wochen waren die Hölle, da meine Eltern im Urlaub waren und ich quasi alleine mit meiner Angst vor dem Ersticken/Sterben/Durchzudrehen war. Ab der Panikattacke habe ich meinen Konsum von Alkohol extrem verringert, da ich Todesangst hatte. Das schlimmste daran jedoch war, dass der Atem immer dann ausgesetzt hat, wenn ich kurz vorm Einschlafen war. Das führte zu extremen Schlafentzug, was die Sitation nicht besser gemacht hat. Der Arzt meinte, dass alles organisch ok seie, und verschrieb mir erstmal Schlaftabletten. Die haben gut geholfen und ich konnte zumindest einschlafen. Dann kamen meine Eltern aus dem Urlaub wieder und es besserte sich ein bisschen. Dann kamen aber noch Prüfungen auf mich zu und es stand ein Umzug an. Ich fing wieder an zu trinken, wenn aber nur um zu schlafen. Es ging mir wieder schlechter und irgendwann konnte ich wieder nicht schlafen. An dem Tag hatte ich dann noch ein riesen Streit mit meiner Mutter und ich hatte dann an diesem Tag 4 Panikattacken. Diesmal war es jedoch weniger auf meine Atmung bezogen, sondern die Erinnerungen an dieses Erlebnis und solche Ideen wie "Vllt. hattest du Recht und du bist momentan im Nachleben" haben in mir eine unglaubliche Angst ausgelöst. An diesem Tag habe ich dann den Beschluss gefasst mich einzuweisen und ich habe 5 Wochen auf Station verbracht. Während dieser Zeit hatte ich dann das erste mal so wirklich das Gefühl, dass nichts real ist und ich in Wirklichkeit woanders bin. Es sah alles noch komplett real aus und ich hatte auch keine Halluzinationen. Ich habe auf alles reagiert aber es hat sich alles nicht real angefühlt. Weder ich, noch andere Personen, noch andere Gegenstände. Das schlimme ist, dass ich dieses Gefühl auch während meines Trips hatte und es daher als sehr unangenehm empfinde. Diese Gedanken haben dann auch regelmäßig Panikattacken ausgelöst, aber sie waren meist weniger intensiv. Ich steigere mich auch oft dann hinein und suche quasi nach "Beweisen", dass ich Recht oder Unrecht habe. Nach einer Zeit haben diese Gedanken an Stärke verloren, aber sie sind immernoch da und lösen manchmal noch Panikattacken aus (Meistens aber nur relativ schwache). Als Diagnose wurde "Mittelgradige Depression mit Derealisation/Depersonalisation und Angst-/Panikattacken" gestellt, doch es wurde nur wenig auf diese Gedanken eingangen. Ich wurde auf Antidepressiva eingestellt und dann vor einer Woche entlassen. Im Moment bin ich auf der Suche nach einen Therapieplatz. Ich habe zurzeit zwar noch öfteres solche Attacken (vor allem im Zug) aber ich kann sie bis jetzt durchstehen. Dieses Unwirklichkeitsgefühl habe ich zur Zeit ständig, aber es ist nicht mehr ganz so schlimm (von der Unangenehmheit). Jedoch habe ich zur Zeit immer öfter die Angst durchzudrehen (von jetzt auf gleich), einfach umzukippen bzw. zu sterben oder sozusagen "aufzuwachen" (also wieder so ein Matrixzeug). Insgesamt geht es mir Ok, aber wirklich gut auch nicht. Ich versuche so oft wie möglich rauszugehen und soweit es geht ein geregeltes Leben zu führen. Ich versuche mich "abzuhärten" und ein Vermeidungsverhalten zu vermeiden (Vermeidungsverhalten vermeiden ).

    Nun ein paar fragen, bei denen ich mir ein paar Meinungen einholen will:
    Wie kann ich diese Gedanken/Ängste reduzieren bzw. entschärfen? Beschäftigung klappt zwar ganz gut, aber sobald ich keine mehr habe, dann kommen die Gedanken wieder.
    Wie kann ich dieses Unwirklichkeitsgefühl bekämpfen? Sport hilft nur kurzfristig und mit Beschäftigung ist es wie oben.
    Wie kann ich wieder Hoffnung schöpfen? Das einzige was mich noch mehr Belastet als meine Ängste, ist der Gedanke, dass es nur noch schlimmer wird oder für immer so bleibt. Ich weiß, dass es wahrscheinlich nicht so ist, aber es zehrt schon an den Kräften.
    Sollte ich gleich wieder anfangen zu arbeiten? Tagesstruktur tut mir gut, aber Stress überhaupt nicht. Und Stress macht die Symptome nur noch schlimmer
    Sollte ich die Antidepressiva wieder absetzen? Ich weiß nicht, ob es mir einfach so besser geht oder ob es wirklich die Tabletten sind. Weniger Angst habe ich, aber von einer wirklich "stimmungsaufhellenden" Wirkung merke ich eher weniger.

    So das war mal ein langer Text
    Ich hoffe ihr könnt mir ein Paar dieser Fragen beantworten oder mir ein Paar Tips für die Zukunft geben.: D

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Ach und noch ein paar Infos zu meiner Person:
    Männlich, 20 Jahre alt, lebe alleine, in keiner Beziehung (noch nie), war immer schon sehr nachdenklich und introvertiert, tagträume sehr viel, nicht viele Freunde (aber dafür sehr enge) und bin generell sehr anhänglich, bin Raucher, trinke Alkohol jetzt nurnoch in Gesellschaft und hatte schon viele Drogenerfahrungen (meisten eher positiv, aber auch ein paar sehr negative)

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