Seite 1 von 24 1234511 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 188

Thema: Ängste/ Sorgen rund um Corona

  1. #1
    Verleger Avatar von Steinchen.im.Schuh
    Registriert seit
    10.11.2017
    Beiträge
    3.102
    Danke
    1.070
    1.947 mal in 1.233 Beiträgen bedankt

    Standard Ängste/ Sorgen rund um Corona

    Hallo,

    hier das Pendant zum anderen Thread. Wäre natürlich schön, wenn wir uns hier nicht gegenseitig in Katastrophendenken reinsteigern würden, sondern uns in unseren Ängsten gegenseitig etwas Halt geben können.

    Mir machen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens am meisten Probleme, auch wenn ich sie verstehe und durchaus sinnvoll finde. Ich gehe noch raus und treffe begrenzt auch noch Freundinnen aber die Tage liegen nun doch sehr leer vor mir (arbeite nur 1-2mal die Woche) und ich habe auch etwas Gewissensbisse, ob ich nicht zu unverantwortlich handle. Alles fühlt sich ziemlich leer an, ja, das macht mir Angst....

    Außerdem sorge ich mich um die Menschen, denen es psychisch/ finanziell/... noch schlechter geht als mir. Wer gibt ihnen Halt, wenn jetzt die meisten sozialen Einrichtungen ihr Angebot stark einschränken? Was ist mit den Freiberuflern, den Kulturschaffenden in Berlin? Überleben die Kneipen und Clubs die Schließungen?

    Wie geht es euch mit der aktuellen Situation? Was sind eure Ängste, die ihr loswerden wollt?

    Euch allen viel Kraft und Mut!
    Ihr braucht keine Angst zu haben, es gibt keinen Boden.

  2. #2
    Verleger Avatar von cats50
    Registriert seit
    06.02.2016
    Beiträge
    6.872
    Danke
    458
    792 mal in 589 Beiträgen bedankt

    Standard

    Meine größte Angst ist es jetzt nicht mehr vor Einsamkeit,Leere und Langeweile in diverse Freizeitaktivitäten und Ablenkungen flüchten zu können.
    Die Leere vor der ich sonst ständig auf der Flucht bin wird mich einholen und verschlingen.
    Wie es sein wird als Mensch ohne soziale Kontakte die nächsten Monate mehr oder weniger ans Haus gefesselt zu sein und langsam vor Langeweile
    bekloppt zu werden möchte ich mir lieber noch nicht allzu intensiv ausmalen.
    Umarmungen,Berührungen fehlen mir jetzt schon so sehr. Zu wissen das ich in der Hinsicht auf sehr lange Zeit nichts mehr bekommen werde.
    Ich darf gar nicht daran denken.
    Klar kann ich versuchen
    weniger egoistisch zu denken.
    Ich weiß nur nicht
    was ich davon habe ?

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei cats50 für den sinnvollen Beitrag:

    manannan (17.03.2020),Mirjam (16.03.2020),Mona-Lisa (21.03.2020),Steinchen.im.Schuh (16.03.2020)

  4. #3
    Neuling
    Registriert seit
    12.12.2019
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    6 mal in 5 Beiträgen bedankt

    Standard

    Große Sorgen mache ich mir um Sohn und Schwiegertochter, die z.Z. viel zu organisieren haben mit Arbeit und Kindern im Krippen/Kindergartenalter. Es ist eine schwere Zeit für sie. Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht so oft aushelfen, wie ich möchte. Ich selbst habe keine Probleme, soziale Kontakte habe ich wie bisher und ich kann mich gut selbst beschäftigen. Aber was wird, wenn das noch drei, vier, fünf Wochen andauert ???

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei menschine für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (21.03.2020),Steinchen.im.Schuh (16.03.2020)

  6. #4
    Neuling
    Registriert seit
    16.03.2020
    Beiträge
    23
    Danke
    27
    44 mal in 18 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich habe Angst vor gesundheitlichen Folgen/Komplikationen im Zuge einer Coronainfektion. Bei Menschen, die mir wichtig sind und bei mir selbst. Und danach die Frage, welche Folgen diese Krise wohl hat. Finanziell/wirtschaftlich/gesellschaftlich/politisch gesehen.

  7. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Elfee für den sinnvollen Beitrag:

    Mona-Lisa (21.03.2020),Steinchen.im.Schuh (16.03.2020)

  8. #5
    Schreibkraft Avatar von Schneider007
    Registriert seit
    28.12.2018
    Beiträge
    263
    Danke
    302
    275 mal in 136 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich habe Sorge um Kinder, deren Eltern auf die Versorgung der Kinder mit Mittagessen in der Schule finanziell angewiesen sind. Die Tafeln schließen. Und um Kinder, für die Schule ein sichererer Ort als zuhause ist. Eltern werden durch die Isolation und Existenzängste an emotionale Grenzen kommen.

    Alle Spielplätze und Cafés waren voll in meinem Kiez. Das macht mich sehr traurig. Auf Eigenverantwortung kann in Krisenzeiten scheinbar nicht gesetzt werden. Viele Läden hatten heute allerdings auch freiwillig bereits geschlossen.

  9. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Schneider007 für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (17.03.2020),Mona-Lisa (21.03.2020)

  10. #6
    Schreibkraft
    Registriert seit
    04.10.2019
    Beiträge
    254
    Danke
    9
    56 mal in 41 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich persönlich komme mit dem Alltag gut zurecht weil er meinem normalen ähnelt.
    Ich habe kaum Sozialkontakte und bin nicht erwerbstätig, also immer schon zu Hause. Ich kann mich auch null über Langeweile beklagen und habe keinen Drang raus zu müssen.
    Jetzt sind die Kinder rund um die Uhr auch zu Hause, aber das empfinde ich im Großen und Ganzen nicht als belastend. Sogar ganz angenehm morgens nicht mit Wecker früh aufstehen zu müssen.

    Sorgen habe ich recht egoistische. Ich sorge mich am meisten um meinen jüngsten Sohn, weil er klein und anfällig ist und eine recht "labile" Lunge hat.
    Ich sorge mich dass irgendwann die Supermärkte schließen müssen und ich meine Kinder nicht ernährt kriege.
    Gleichzeitig bin ich furchtbar genervt, dass die Menschen Hamsterkäufe tätigen, alle Regale leer sind und es zu jeder Zeit unentspannt voll ist im Supermarkt.
    Irgendwann werde ich vielleicht das wichtige Octanisept für meinen Sohn nicht mehr finden (er hat eine Hauterkrankung), weil die Menschen sinnlos übermäßig viel Desinfektionsmittel kaufen.
    Ja, ich empfinde irgendwie hauptsächlich Wut und möchte die auf irgendwen richten.
    Am liebsten eigentlich auf die Chinesen, auch wenn das total rassistisch klingt. Ich bin da wohl nicht sonderlich tolerant, zugegeben. Warum muss man alles essen, was sich bewegt?! Fledermäuse in der Suppe? Nun gut, andere Länder andere Sitten versuche ich mir zu sagen.

  11. #7
    Verleger
    Registriert seit
    01.03.2014
    Ort
    irgendwo in Hessen
    Beiträge
    2.295
    Danke
    1.169
    1.147 mal in 781 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von black.papillon Beitrag anzeigen
    Sorgen habe ich recht egoistische. Ich sorge mich am meisten um meinen jüngsten Sohn, weil er klein und anfällig ist und eine recht "labile" Lunge hat.
    Ich sorge mich dass irgendwann die Supermärkte schließen müssen und ich meine Kinder nicht ernährt kriege.
    Gleichzeitig bin ich furchtbar genervt, dass die Menschen Hamsterkäufe tätigen, alle Regale leer sind und es zu jeder Zeit unentspannt voll ist im Supermarkt.
    Irgendwann werde ich vielleicht das wichtige Octanisept für meinen Sohn nicht mehr finden (er hat eine Hauterkrankung), weil die Menschen sinnlos übermäßig viel Desinfektionsmittel kaufen.
    Ja, ich empfinde irgendwie hauptsächlich Wut und möchte die auf irgendwen richten.
    Am liebsten eigentlich auf die Chinesen, auch wenn das total rassistisch klingt. Ich bin da wohl nicht sonderlich tolerant, zugegeben. Warum muss man alles essen, was sich bewegt?! Fledermäuse in der Suppe? Nun gut, andere Länder andere Sitten versuche ich mir zu sagen.
    meine Sorgen sind ähnlich. Und auch Ärger über die hirnlose Hamsterkäuferei die zu nichts weiterem führt, als das die Menschen die sich mit den normalen Dingen des Alltags versorgen wollen und müssen nichts mehr finden... ich wollte vor zwei Wochen schon Antiseptikum ohne Alkohol besorgen für die Wundversorgung meiner Frau -eine Flasche!- , nichts zu bekommen... irgendeine Apotheke hatte noch was. Solche Dinge werden nicht verschrieben, braucht man aber trotzdem. Auch Handschuhe.

    es fühlt sich schon komisch an, wenn die Regale leer sind. Den ganzen Quatsch führe ich aber nicht auf die Grippe zurück, sondern auf das Verhalten der Menschen. Irgendwie kann man keinem mehr trauen und wir werden gewissermaßen zu Zombies, die nichts weiter im Kopf haben als zu überleben, mit Klopapier und Nudeln... bin mal gespannt, wann der erste den anderen anknappert...

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Blase für den sinnvollen Beitrag:

    traurig4 (21.03.2020)

  13. #8
    Verleger Avatar von Draugr
    Registriert seit
    31.12.2016
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.427
    Danke
    731
    1.668 mal in 1.118 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von black.papillon Beitrag anzeigen
    Ich persönlich komme mit dem Alltag gut zurecht weil er meinem normalen ähnelt.
    Ich habe kaum Sozialkontakte und bin nicht erwerbstätig, also immer schon zu Hause. Ich kann mich auch null über Langeweile beklagen und habe keinen Drang raus zu müssen.
    Jetzt sind die Kinder rund um die Uhr auch zu Hause, aber das empfinde ich im Großen und Ganzen nicht als belastend. Sogar ganz angenehm morgens nicht mit Wecker früh aufstehen zu müssen.

    Sorgen habe ich recht egoistische. Ich sorge mich am meisten um meinen jüngsten Sohn, weil er klein und anfällig ist und eine recht "labile" Lunge hat.
    Ich sorge mich dass irgendwann die Supermärkte schließen müssen und ich meine Kinder nicht ernährt kriege.
    Gleichzeitig bin ich furchtbar genervt, dass die Menschen Hamsterkäufe tätigen, alle Regale leer sind und es zu jeder Zeit unentspannt voll ist im Supermarkt.
    Irgendwann werde ich vielleicht das wichtige Octanisept für meinen Sohn nicht mehr finden (er hat eine Hauterkrankung), weil die Menschen sinnlos übermäßig viel Desinfektionsmittel kaufen.
    Ja, ich empfinde irgendwie hauptsächlich Wut und möchte die auf irgendwen richten.
    Am liebsten eigentlich auf die Chinesen, auch wenn das total rassistisch klingt. Ich bin da wohl nicht sonderlich tolerant, zugegeben. Warum muss man alles essen, was sich bewegt?! Fledermäuse in der Suppe? Nun gut, andere Länder andere Sitten versuche ich mir zu sagen.
    Hmh, also letztlich verhältst du dich auch nicht großartig anders als die Leute, auf welche du wütend bist .
    Das Angenehme dieser Welt hab ich genossen,
    Die Jugendstunden sind, wie lang! wie lang! verflossen,
    April und Mai und Julius sind ferne
    Ich bin nichts mehr; ich lebe nicht mehr gerne!
    (Friedrich Hölderlin)

Seite 1 von 24 1234511 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Ängste und Sorgen
    Von DTCM:) im Forum Ängste
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 11.07.2015, 23:00
  2. Trennung der Eltern Sorgen und Ängste
    Von Mila93 im Forum Ängste
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 10.10.2014, 23:43
  3. Gedanken und Ängste rund um Brust-OP
    Von Else08/15 im Forum Ängste
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 27.08.2014, 21:15
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.06.2013, 16:28

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •