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Thema: Ängste überwinden

  1. #9
    Milly
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    Ich bin da pragmatisch - du scheiterst im Sport und bekommst eine Note.
    Vermutlich keine gute.
    Da ist ein Attest doch nicht dumm.
    Deinen Sportschwierigkeiten kannst du dich doch auch nach der Ausbildung stellen.
    Nicht alles auf einmal in Angriff nehmen!

  2. #10
    Neuling Avatar von Miranda_L
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    Angst hat durchaus ihre Berechtigung. Sonst gäbe es sie nicht.
    Ob diese Angst berechtigt ist oder nicht, kannst nur du selbst entscheiden.
    Schließlich ist Angst ein Mechanismus, der dich schützen soll.
    Wir reden hier ja nicht über eine rein psychisch orientierte Angst vor etwas, das generell ungefährlich ist.
    Wenn du dich bei solchen Aktionen schon 2x verletzt hast stellt sich die Frage, ob du dich generell dazu fähig fühlst, diese Übungen zu machen ohne dich zu verletzen.

    Was ist denn so wichtig daran, dass du das unbedingt schaffen willst?
    Gerade bei solchen körperliche Sachen halte ich es für völlig in Ordnung zu sagen: "Ich möchte das nicht, mir ist dabei schon zwei mal was passiert und ich habe nicht den Drang danach, mich ernsthaft zu verletzen."
    Es ist schließlich dein Körper und du hast jedes Recht ihn zu schützen.

    Was kann dir den passieren, wenn du es nicht machst? Eine schlechte Note?

    Versteh mich nicht falsch. Ich will dich nicht entmutigen. Wichtig ist halt, dass man sich vor Augen hält, dass es generell die eigene Entscheidung ist, in welche Gefahren man sich begibt oder nicht. Und die Entscheidung, was eine Gefahr ist, muss jeder für sich selbst fällen.
    Da haben weder hänselnde Mitschüler, noch unbarmherzige Sportlehrer ein Mitspracherecht.

  3. #11
    Verleger Avatar von Physalis
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    Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Gerade bei Dingen wie Kasten, Pferd, Barren haben Verletzungen dazu geführt, dass man sich nicht mehr traute. Kenne ich aus dem Sportunterricht nicht anders. Ansonsten im Sport nicht die Wucht, hatte ich dabei recht viel Glück und hüpfte locker über Pferd und Co. Andere taten sich sehr weh und hatten dann Probleme.
    Wir übten auch am Reck. Das war auch so was, wo sehr viele massive Schwierigkeiten hatten, sich zu überwinden. Ich sage nur Feldaufschwung. Ich vergesse nie, dass von 21 Mädels 17 ein "mangelhaft" bekamen. Ich natürlich auch. Top Unterricht.

    Wenn es irgendwie geht, sollte man versuchen, drumherum zu kommen, besonders, wenn man sich schon mal weh getan hat. Meine Meinung.

  4. #12
    Shakespurr
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    Zitat Zitat von prkda Beitrag anzeigen
    Wir müssen uns für jede Station mehrere Übungen aussuchen und trainieren.

    Beim Trampolin bin ich ebenfalls sehr schlimm unglücklich gelandet (geprellte rippe) - ich wollte über meine Grenzen hinausgehen und ebenfalls Dinge machen, wie es andere schaffen - aber es gelingt mir nicht.

    Beide Geräte sind nun wie ein Gegner für mich, der ziemlich stärker ist.
    Du hast dich nun an zwei verschiedenen Geräten verletzt. Wie kommt das? Machst du grundsätzlich etwas falsch? Zu wenig Körperspannung? Zu verkrampft?
    Erwartest du vllt zu viel von dir und solltest leichtere Übungen machen?

    Du kannst versuchen deine Angst zu überwinden indem du langsam wieder anfängst Übungen an den Geräten zu machen, wirklich nur Basics um wieder Vertrauen zu gewinnen.
    Du kannst doch auch deine/n Lehrer/in fragen ob Das so richtig ist und ob du Hilfe bekommen könntest.

  5. #13
    Schreibkraft
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    Es kann sein, dass ich wegen der Technik / zu wenig Körperspannung an den Übüngen scheiter, den Salto am Trampolin war FAST erfolgreich, wenn ich nur meine Beine aus der "Hocke" wieder ausgestreckt hätte - habe ich nicht gemacht und schwupps war ich schon auf der Matte. Ich kann den Strecksprung perfekt, meine Körperspannung ist auch perfekt gewesen, laut Lehrerin. Über den Kasten zu springen würde ich auch können, denn mein Sprung ist ziemlich hoch (aus dem Stand), aber ich trau mich nicht mehr den nächsten Schritt zu machen, den Körper über den Kasten zu bringen.

    Wisst ihr, die Angst es nicht nochmal zu machen ist größer als der Wille, deshalb kann ich auch nicht schwimmen...
    Weil ich ein Trauma erlitten habe als Kind, wo ich ins tiefe Wasser gesprungen bin, obwohl ich nicht alleine ins Becken laufen sollte, schon musste ich damals von einem Bademeister gerettet werden. (ich konnte nicht schwimmen und bin ohne Nachdenken ist Wasser gesprungen) - ähnlich: als Kind hatte man an einer heißen Herdplatte gegriffen, nun wird man das nicht nocheinmal machen.

    Man probiert Dinge aus, die dann scheitern, schon sagt unser/mein Unterbewusstsein, bevor du erneut scheiterst, schütze ich dich lieber. Ich will diese Angst komplett aus meinem Leben verbannen, diese schränkt mich schon sehr lange ein.
    Es ist halt eine Blockade - warum können viele Leute diese Blockade deaktivieren z. B. Extremsportler, die unmögliche Dinge machen und ihr Leben riskieren?

  6. #14
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    Du kannst doch erstmal das Abspringen ohne Kasten üben. So haben wir das damals im Sportunterricht gemacht: Vors Sprungbrett Matten gelegt und geübt, hoch abzuspringen.
    Dann kam der seitliche Sprung über den Kasten und wenn man ihn soweit drauf hatte, der von vorne. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich je einer dabei verletzt hat. Wenn man den richtigen Bewegungsablauf lang genug eingeübt hatte, kamen eigentlich alle ohne Probleme über den Kasten.

    Versuch doch, die Höhe des Kastens nicht als Gegner, sondern als Orientierungshilfe für dich selber zu sehen, damit du weißt, wie hoch du deine Beine kriegen musst. Es ist nur eine Markierung für deine eigene Bewegung. Du bist dabei im Vordergrund, bzw. deine Sprungbewegung, und das Gerät zeigt dir nur, wie hoch du springen sollst.
    Wie die Stange beim Hochsprung, nur etwas anspruchsvoller.

    Ich habe den Eindruck, deine Angst kommt davon, dass du zu wenig an deinen Körper dabei denkst, und mehr an die Geräte. Das sollte aber umgekehrt sein. Du hast dich ja ganz technisch gesehen verletzt, weil deine eigene Bewegung nicht ausreichend war (nicht hoch oder schnell genug), also solltest du in erster Linie an dich denken.

    Wenn du mehr Gefühl für den Körper hast, geht die Angst eigentlich nach und nach von alleine weg.

    PS: Die Blockade hemmt dich ja, so wie ich das sehe, weil du an das Ziel denkst (und die Hindernisse), und nicht an den Weg dahin. Der Weg ist das, was du selbst dabei machst, nicht die Geräte oder beim Schwimmen das Wasser. Die sind nur ein Hilfsmittel, damit du die Bewegung ausführen kannst.
    Geändert von Solene (18.03.2018 um 09:26 Uhr)

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Solene für den sinnvollen Beitrag:

    prkda (18.03.2018)

  8. #15
    Shakespurr
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    Ich habe den Salto z.B erst auf einem großen Trampolin geübt und gelernt. Da fängt man z.B eher mit einem Purzelbaum in der Luft an und steigert sich dann. Sobald man die Bewegung drin hatte kam dann das kleine Trampolin mit einer sehr weichen Matte damit man sich nicht verletzen kann bis schlussendlich dann die harten Matten dran waren. Bei uns war das auch so dass nicht jeder den Salto vom kleinen Trampolin machen durfte weil einfach nicht die nötige Technik/Körperspannung vorhanden war. Das hat nichts mit scheitern zu tun sondern mit den eigenen körperlichen Grenzen.
    Extremsportler üben viel und lange um zum einen die Bewegungen drin zu haben aber dadurch auch die nötige Sicherheit zu erlangen.
    Du darfst deine Angst nicht als Feind sehen, sie ist ein natürlicher und berechtigter Schutzmechanismus.

    Muss es denn der Salto vom Trampolin sein? Oder der Sprung über den Kasten? Es gibt doch sicher Alternativen?

  9. #16
    Schreibkraft
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    Naja, das war nur ein Beispiel:

    Die Ängste hat man in allen Bereichen: soziale Angst um fremde Menschen anzusprechen, selbst wenn es Verkäufer/innen im Geschäft sind, um nachzufragen, wo das Produkt XY liegt, oder man gerne eine fremde Person kennenlernen möchte.
    Warum man es nicht mehr macht:
    - Abweisungen

    So hindert unser Unterbewusstsein erneut fremde Menschen anzusprechen.

    Verkäufer-Typen, die täglich etwas verkaufen möchten, müssen damit leben, dass sie keinen Verkaufsabschluss erzielen können, egal welche Verkaufstechniken sie anwenden, trotzdem haben diese ein Ziel: Finanziell unabhängig zu werden, mehr Geld im Monat zu haben, dafür nehmen sie ganzen Absagen (die freundlich oder unfreundlich sind) im Kauf.

    Eine Angst habe ich bereits überwunden gehabt, mehrere Jahre für eine Ausbildung beworben und trotz mehrere Absagen (nach Probearbeiten, Vorstellungsgespräche), die auf das Geld gingen, habe ich immer weiter gemacht. Das waren keine 10, 30, 50 Absagen sondern über hundert, schließlich hab ich es doch geschafft.
    Welche Angst hatte ich dort: mehr Geld zu verlieren, als man hat, weil alles eh nichts bringt zusätzlich Zeitverschwendung, noch eine größere Lücke im Lebenslauf zu haben.
    Doch, wenn man mehrere Jahre dafür gekämpft hat, will man seinen Traum auch nicht aufgeben, egal wieviele Niederschläge man erlitten hat. Angst, für immer perspektivlos zu sein, wenn man es nicht geschafft hat.

    Ängste schränken uns ein, auch wenn diese uns nur schützen wollen.
    Unser Gehirn baut sich dann Brücken auf: "Jetzt mach ich das,... ABER dann passiert das.... dann das.... und am Ende bist du nur unglücklich, weil du es gemacht hast" - es denkt nicht rational, welche Vorteile ich dadurch habe.

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