Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Alltagsintelligenz oder generelles Mitdenken verbessern

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    01.07.2012
    Beiträge
    3
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Alltagsintelligenz oder generelles Mitdenken verbessern

    Hallo zusammen,

    ich stelle mir in letzter Zeit häufiger die Frage, ob und wie es möglich ist, sein eigenes Denken konsequenter und zielgerichteter auf Logik auszurichten und die Auffassungsgabe zu steigern, vor allem im Alltag, also praxisnah. Reichen da so abstrakte "Spielchen" wie Farben schätzen oder gibt es da vielleicht spezifische Lösungen?

    Hintergrund: Probleme in der Beziehung.

    Ich stell mich im Alltag einfach doof an, agiere nicht logisch, was meine Partnerin schlicht zu Weißglut treibt. Ich möchte eine Verbesserung anstreben. Hat jemand Tipps?

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Sebastian1984
    Registriert seit
    26.04.2012
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    188
    Danke
    3
    35 mal in 28 Beiträgen bedankt

    Standard

    du stellst dich doch nicht doof an. du bist halt so.

    Dein Partner sollte dafür mehr Verständnis haben.
    Wer denkt oder sagt: "Ich kann nicht!", setzt sich nur selbst Grenzen. Denke an die Hummel. Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimeter, bei 1,2 Gramm Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Flugtechnik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das nicht. Sie fliegt einfach.

  3. #3
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.07.2012
    Beiträge
    3
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Sebastian1984 Beitrag anzeigen
    du stellst dich doch nicht doof an. du bist halt so.

    Dein Partner sollte dafür mehr Verständnis haben.
    Ja, ich bin halt so. Aber das ist... schlecht.

    Es sind eben diese Kleinigkeiten, die einen offensichtlichen Mangel an Logik aufzeigen.

    Nehmen wir mal den gestrigen Tag als Beispiel:

    Der Plan war, ein Konzert zu besuchen.

    Ziel: Max-Schmeling-Halle in Berlin
    Wir kommen mit der Straßenbahn am U Eberswalder Straße an
    Da steht ein Schild, wo dick und fett "Max-Schmeling-Halle" steht, rechts abbiegen reicht.

    Ich verfolge trotzdem stur den Weg, welchen ich mir ausgemalt habe, zwischen Mauerpark und der Sportanlage. Ergebnis: Umweg. Nicht logisch.
    Das Konzert ist vorbei, wir laufen zurück. Aber anstatt Richtung Eberswalder laufe ich mit ihr Richtung Schönhauser Allee. Gedankengang: wir könnten ja Ringbahn fahren oder in die U2 einsteigen, da kommen wir wieder an der Eberswalder Straße vorbei.

    Unlogisch, da wir mit der Straßenbahn gekommen sind und wir so eine beinahe direkte Verbindung zu mir oder zu ihr hätten.
    Da nach dem schweißtreibenden Abend Hunger und Durst bemerkbar waren, wollten wir noch ins Kaiser's, das hat bis 24 Uhr offen, war aber komplett voll. Der Spätverkauf wäre da sinnvoller gewesen.
    Angestellt, aber ich achte wieder auf 1000 andere Dinge, anstatt auf die offensichtliche: die Kasse neben uns ist viel schneller und es stehen weniger Leute an.

    Solche Kleinigkeiten bringe ich ständig, was sie als rational denkenden Menschen echt wütend macht. Auch schweifen meine Gedanken oft ab, wodurch ich ihr nicht mehr zuhöre und meist eine stumpfsinnige oder unpassende Antwort bringe, weil ich den Kontext nicht erfasst habe.

    Ich würde gerne daran arbeiten, mein kognitiven Fähigkeiten zu steigern, kenne aber keine gute Methode dafür.
    Geändert von Maverick404 (01.07.2012 um 15:35 Uhr)

  4. #4
    Aurelius
    Gast

    Standard

    Du schreibst immer von "wir"? Ihr habt das also alles zusammen erlebt, aber du und nur du hast immer die (Fehl-) Entscheidungen getroffen? Wieso überlässt du dann nicht einfach solche Entscheidungen eine Freundin treffen, oder sonst jemand, der grad da ist?

    Wieso hat sie all deine Fehlentscheidungen brav mitgemacht? Gibt es bei euch kein Korrektiv, dass der eine übernimmt, wenn der andere "versagt"? Wird da einfach weitergemacht, komme was wolle?

  5. #5
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.07.2012
    Beiträge
    3
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Aurelius Beitrag anzeigen
    Du schreibst immer von "wir"? Ihr habt das also alles zusammen erlebt, aber du und nur du hast immer die (Fehl-) Entscheidungen getroffen? Wieso überlässt du dann nicht einfach solche Entscheidungen eine Freundin treffen, oder sonst jemand, der grad da ist?

    Wieso hat sie all deine Fehlentscheidungen brav mitgemacht? Gibt es bei euch kein Korrektiv, dass der eine übernimmt, wenn der andere "versagt"? Wird da einfach weitergemacht, komme was wolle?
    Das war eine Ausnahmesituation. Sie war an dem Abend ziemlich gerädert - die letzten beiden Nächte ca. 3-4 Stunden geschlafen, dazu schwer gearbeitet. Zudem bin ich es, der in dem Stadtteil wohnt, nicht sie.

    Und nein, ein Korrektiv existiert nicht und soll es auch nicht. Jeder hat mitzudenken.

    Zudem: warum sollte ich dies einer anderen Person überlassen? Selbständigkeit und der Wille und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen und logisch anzugehen ist ja das erklärte Ziel.
    Geändert von Maverick404 (01.07.2012 um 16:46 Uhr)

  6. #6
    Aurelius
    Gast

    Standard

    Das war eine Ausnahmesituation. Sie war an dem Abend ziemlich gerädert - die letzten beiden Nächte ca. 3-4 Stunden geschlafen, dazu schwer gearbeitet. Zudem bin ich es, der in dem Stadtteil wohnt, nicht sie.
    Also wart ihr beide ziemlich verpeilt?

    Und nein, ein Korrektiv existiert nicht und soll es auch nicht. Jeder hat mitzudenken.
    aha. Also wenn sie umfällt, weil sie einen Herzanfall hat, dann tust du nichts, weil sie könne ja mitdenken und wenn man mitdenkt, fällt man nicht um, ist ja logisch?

    Naja, Scherz beiseite.

    Man kann in einer Beziehung nicht ununterborchen mitdenken und auch nicht alles ausdiskutieren. Eine gewachsene Beziehung lebt davon, dass bestimmte Vorgänge eben nicht immer wieder neu durchdacht und diskutiert werden müssen. Ist wie mit allem im Alltag. Würde sich nicht 90 % des Alltags mit der Zeit automatisieren, wäre das Bewusstsein des Menschen sofort radikal überlastet.

    Vielleicht ist das ja der Grund für dein Problem. Vielleicht versuchst du eben nicht einfach dahin zu leben, sondern permanent nachzudenken, wie du leben sollst. Deswegen suchst du vielleicht dann auch Umwege oder Abkürzungen. Du scheinst deinem Wissen nicht zu vertrauen, auch nicht Hinweisen von aussen Schilder, die den Weg anzeigen).

    Also, meine Einschätzung ist die, dass du zuviel denkst und alles, was eigentlich ohne dein spezielles Zutun ablaufen könnte, dadurch störst, dass du was spezielles, besseres draus machen willst.

    Lässt man das Leben laufen und nimmt auch Hilfen von aussen an (Schilder), dann hat man plötzlich sehr viel mehr freie Kapazitäten. Ich denke, du bist einfach zu kompliziert gestrickt und versuchst mit "mehr desselben" Probleme zu lösen, die dadurch nur schlimmer werden.

    Tiefere Gründe hierfür können mangelndes Vertrauen und Selbstbewusstsein sein. Aber manche Menschen sind halt einfach auch so veranlagt, dass sie auch beim 100. mal Wäsche waschen die Anleitung für die Maschine lesen müssen. WIe auch immer, meist ist das alles nicht weiter der Rede wert, weil der Mensch meist einfach im Laufe der Zeit lernt, damit umzugehen, es kompensiert. Gelingt dies nicht, dann muss man halt damit leben und es mit Humor nehmen oder eben eine Therapie in dieser Richtung anstreben, daran arbeiten.

    Als einfache Hilfestellung kann ich dir das Prinzip "Vorbereitung anbieten". Ich habe für mich gelernt, dass dann alles super läut, wenn ich mich auf solche Events innerlich und äusserlich vorbereite. Ausserdem hilft es, wenn man solche Sachen gerne macht, also nicht nur, weil jemand anders es will, oder weils halt angesagt ist usw. Ich nehme an, dass du eher wenig vorbereitet bist, sondern immer versuchst spontan in der Situation wichtige Entscheidungen zu treffen, was dir dann aber kaum gelingt?

    Sollte ich halbwegs richtig liegen, ist es verständlich, dass du in solchen Situationen oft überfordert bist. Wenn du deine Einstellung und dein Verhalten änderst, kannst du das aber zumindest deutlich abmildern. Was dann noch bleibt an Scheitern im Alltag, das solltest du mit humor nehmen und immer daran denken, dass anderen Leuten oft noch viel schrägere Sachen passieren, auch wenn du wahrscheinlich denkst, dass "sowas" nur dir passieren kann?

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Aurelius für den sinnvollen Beitrag:

    Semiramis (01.07.2012)

  8. #7
    Schreibkraft Avatar von Sebastian1984
    Registriert seit
    26.04.2012
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    188
    Danke
    3
    35 mal in 28 Beiträgen bedankt

    Standard

    und? dann fehlt dir halt der orientierungssinn. Ich bin mit straßennamen nicht gerade freund aber kann mir dafür genau merken wie sie aussehen. jeder hat fehler.
    Wer denkt oder sagt: "Ich kann nicht!", setzt sich nur selbst Grenzen. Denke an die Hummel. Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimeter, bei 1,2 Gramm Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Flugtechnik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das nicht. Sie fliegt einfach.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 26.09.2012, 11:13
  2. Freundeskreis oder Alkoholproblem? Oder doch Manie?
    Von Dale_Cooper im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.10.2010, 15:07
  3. Frau oder Mann? oder Beides? oder nichts?
    Von Kussi88 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 31.12.2009, 11:40
  4. Selbstbewusstsein verbessern - Doku sucht
    Von KölnTV im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.02.2008, 16:18
  5. Belastbarkeit (verbessern?)
    Von mys im Forum Stress ohne Ende?
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 04.10.2006, 12:45

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •