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Thema: An Menschen festhalten

  1. #1
    Bestseller Autor Avatar von Steinchen.im.Schuh
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    Standard An Menschen festhalten

    Hallo

    Ich lese hier sehr häufig den Rat, Menschen loszulassen, getrennte Wege zu gehen, Kosten-Nutzen-Berechnungen in Bezug auf Beziehungen zu tätigen. Ich gab sicher selbst auch schon so manches Mal einen Rat in diese Richtung.
    Aber ich bin mir sehr unsicher wie ich dazu stehen. Es gibt für mich Konstellationen, da ist für mich ganz klar, dass ein Miteinander nicht geht. zB wenn einer den anderen körperlich bedroht/ verletzt und teilweise nicht mal Einsicht gezeigt wird. Auch bei anderen Konstellationen, in denen das Verhältnis sehr stark im Ungleichgewicht ist und ein Mensch dem anderen großen Schaden zufügt, kann ich derlei Rat/ Vorgehen verstehen.
    In anderen Konstellationen, z.B. sehr ambivalenten Beziehungen bin ich mir hingegen unsicher, wie ich zu solchen Ratschlägen stehe. Macht das rationale Aussortieren von Menschen, aufgrund von Pro-Contra-Listen den Mensch nicht irgendwie zur Ware? Beinhaltet solches Vorgehen nicht den Gedanken, dass Veränderung nicht möglich ist? Gehen nicht starke Normvorstellungen von einer "guten Beziehung" damit einher? Ist es sinnvoll, die schlechten Eigenschaften darüber entscheiden zu lassen, ob eine Beziehung weiter besteht, ihnen mehr Macht zu geben, als den guten? Beinhaltet das wirklich Lerneffekte?

    Was ich mich gerade frage ist, ob schnelle Abbrüche von intimen, nahen Beziehungen, ob nun Freundschaft oder Beziehung, ein "Phänomen unserer Zeit" sind. Ich bin sicher kein Mensch, der die Vergangenheit verklärt romantisch sieht und was nun besser oder schlecht ist, bleibt erst mal dahin gestellt. Ebenso das starke Einfordern der Verantwortungsübernahme für eigene Probleme erscheint mir als eher modernes Phänomen. Für mich geht das ein wenig in die Richtung der Individualisierung von Problemen, was evtl. auch mit politischen Tendenzen, Abbau des Sozialstaats, hin zur Logik "ein jeder ist seines Glückes Schmied" einhergeht.
    Wird die Verantwortung dann nicht nach dieser Logik übernommen, fällt das aussortieren manchem vielleicht leicht.
    Was ist unsere Funktion hier als Forennutzer? Reproduzieren wir nicht oft gesellschaftliche Normen und Standards, ohne uns wirklich bewusst darüber zu sein, in welche Systeme diese Normen eingebettet sind und ob sie Menschen wirklich gut tun?

    Im Hinblick auf den zweiten Absatz interessiert mich vor allem, ob Menschen, die schon etwas älter sind als ich (bin Mitte 20) , Veränderungen diesbezüglich feststellen konnten und wie sie diese selbst bewerten.

    Was mir noch wichtig ist zu sagen, ist, dass ich sicher auch keine Freundin bin, eine Beziehung oder Freundschaft nur deswegen aufrechtzuerhalten, "weil es sich so gehört", wie es vielleicht vor einige Zeit noch war.

    Ich selbst hatte in meinem leben sehr, sehr viele Kontaktabbrüche. Und gerade stehe ich an einem Punkt, an dem ich sie sehr hinderlich für meine Entwicklung sehe. Gerne wäre ich zusammen mit einem Menschen gewachsen, anstatt immer nur phasenweise.

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    Blase (11.07.2018),Ibwh1968 (12.07.2018),seelen (12.07.2018),Tomate79 (12.07.2018),Un-sichtbar (11.07.2018)

  3. #2
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    Zitat Zitat von Steinchen.im.Schuh Beitrag anzeigen
    Im Hinblick auf den zweiten Absatz interessiert mich vor allem, ob Menschen, die schon etwas älter sind als ich (bin Mitte 20) , Veränderungen diesbezüglich feststellen konnten und wie sie diese selbst bewerten.
    Naja, mir persönlich sind von früheren Freundschaften heute keine geblieben. Früher war es aber auch anders in der Kommunikation. Selbst wenn man sich nicht oft gesehen hat, blieb die Freundschaft durch gemeinsame Unternehmungen und Gespräche bestehen. Heute regen sich manche schon darüber auf, wenn jemand nicht schnell genug auf etwas sinnloses antwortet. (um das mal etwas zugespitzter auszudrücken )

    Zu deinem Hauptanliegen.
    Manchmal kommt auch mir es so vor, als leben wir nicht nur materiell in einer Wegwerfgesellschaft.
    Man muss bei Ratschlägen, ob ein Abschied bei Freundschaften oder Beziehungen, die Situation betrachten in der sich der Ratsuchende befindet. Sicherlich nicht einfach. Aber frag dich selber, kommen Menschen in ein Forum und beschreiben, wie es ihnen geht, um von allen zu hören, bleib bei dem was du hast? Bei manchen Dingen denke ich, die Personen haben sich bereits mit dem Gedanken der Trennung gedanklich auseinander gesetzt. Sind aber noch unschlüssig. Andere haben eine unemotionale Sicht von Außen oder ähnliches selber schon erlebt. Vielleicht hilft das beim Abwägen.

    Betrachte ich meine persönliche Geschichte, die zum Gang in dieses Forum führte, da hatte ich mich ja dazu entschlossen, eine Freundschaft zu beenden, die mir viel bedeutet hatte, aber für mich nicht mehr tragbar war. Vollzogen hatte ich die Trennung also bereits, hab aber darunter gelitten, dass es überhaupt soweit kommen musste.
    Aber wenn ich vor der Trennung die Geschehnisse geschildert hätte, dann hätten mir sicherlich 10 verschiedene User gesagt, mach dich frei und verabschiede dich. Demnach wäre das auch nur eine Bestätigung meines Ursprungsgedankens gewesen. Wohl aber nicht einfacher.
    Das Ergebnis wäre das selbe gewesen.

    Wir spielen ja nicht Richter, bloß weil wir Jemanden der Rat sucht eine persönliche Einschätzung geben. Entscheiden werden sie immer selber. Wohl aber mit erweiterten Denkansätzen durch uns.

    Ob das aber ein Phänomen unserer Zeit ist? Ich denke es ist heute einfacher, durch die ganze Flut anderer Möglichkeiten. Hat man im Privatleben keinen einzigen guten Freund bietet das Internet so viele Möglichkeiten. Dass viele damit eventuell unbedacht umgehen liegt wohl daran, dass es schnelle Austauschmöglichkeiten gibt.
    Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch.
    (Shakespeare)

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  5. #3
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    Wenn die Chemie stimmt und BEIDE Seiten den Kontakt wollen,muss keiner an irgendwas "festhalten".
    Wenn mich jemand "festhalten" will und ich keinen Bock mehr auf den Kontakt habe, sieht man von mir nur noch den Kondensstreifen...
    Echte Freundschaft hat sich auch durch das Internet nicht geändert.
    Man hat halt mehr Auswahl und kann Verlegenheitslösungen schneller kippen, was aber nichts mit Freundschaft zu tun hat.

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  7. #4
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    Hallo Steinchen,

    interessantes Thema....
    Ich denke Kontaktabbrüche gab es schon immer, aber es ist häufiger geworden.
    Ausdruck dessen, auch für die "Vereinsamung" vieler ist für mich auch der Umstand dass es seit einiger Zeit sehr viele Singlehaushalte gibt.
    "Das Umfeld formt den Menschen" - das sehe ich als eine der Ursachen dafür.
    Allein in der Arbeitswelt kommt man ohne eine gewisse Portion Egoismus nicht weit, aus meiner Jugend (in der DDR) kenne ich das noch anders.
    Frauen sind unabhängiger geworden, und das ist gut so!
    Hat aber trotzdem auch den Nachteil dass bspweise "Familie" für nicht wenige nicht mehr den Wert hat der vernünftig wäre.
    Es ist gut dass man seit einiger Zeit ohne gesellschaftliche Nachteile (vom Ehegattensplitting abgesehen) auch ohne zu heiraten eine solche gründen kann.
    Der Nachteil ist allerdings auch dass das "Entsorgen" einer Familie allzu leicht vonstatten gehen kann.
    Der Wille zu Verantwortungsübernahme ist, tendenziell, so mein Eindruck, gesunken.
    Beständigkeit kann in ungünstigem Fall sicher lähmen und Nachteile bringen, kippt es allerdings und Unbeständigkeit wird zur Norm halte ich das für keine gute Basis für die Lebensgestaltung.
    Ich denke dass da auch viele Menschen das, was sie in der Gesellschaft erleben aufs Persönliche übertragen.
    Und ich finde da so einiges ungesund was da an (geforderten) Verhaltensweisen/Erfahrungen übertragen wird.
    Dass viele Bausteine unserer Gesellschaft ungesund sind meine ich z.B. auch darin zu erkennen dass unsere Gesellschaft schrumpft, ich seh das als Folge einer Art Dekadenz.
    Du hast ganz treffend davon geschrieben, dass Menschen zur Ware werden.
    Das ist ja die Basis unserer Ökonomie und scheint ganz kräftig Einzug in das Denken vieler gefunden zu haben, auch in ganz persönlichen Bereichen.
    Ich halte es für möglich dass diese Denkart zum "Untergang" unserer Gesellschaft führen könnte.
    Und das eig zurecht.
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  9. #5
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    Hallo Steinchen, toller Beitrag!

    Jeder der schon mal in einer Beziehung stand, stellt sich irgendwann die Frage, ob die Beziehung die Richtige ist. Plötzlich sind Gedanken da und man fragt sich, was gebe ich, was gibt mein Partner usw. Ich glaube das ist normal. Aber eine Beziehung ist mehr als nur das aufwiegen von Soll und Haben. Es sind Blicke, Gefühle, Gedanken die man teilt und die kann man nicht aufwiegen. Manchmal ist ein Lächeln oder eine zarte Berührung mehr wert als jede Goldkette dieser Erde. Der besorgte Blick des Partners bei Krankheit ist mit nichts aufzuwiegen. Wie will man das verrechnen? Jeder haut mal in einer Beziehung ins Fettnäpfchen und manchmal sind auch diverse Versuchungen da, welche man widerstehen muss. Manchmal ist Eifersucht gut. Manchmal ist auch Wut gut und sich anbrüllen. Manchmal muss man während einer Beziehung heulen wie ein Schlosshund, das gehört dazu. Dann sucht man sich Luft in einem Forum.

    Und jetzt betrete ich mal ein ganz heißes Pflaster. Selbst in Beziehungen die gewalttätig sind, ist es nicht leicht einfach mal „Tschüss“ zu sagen. Wo fängt Gewalt an? Bei der Demütigung vor Freunden? Wenn der Partner aus dem Nahkästchen plaudert und peinliche Dinge rum erzählt oder ist es erst die handfeste Vergewaltigung in der Ehe?
    Sicherlich sollte man eine Notbremse bei Gewalt ziehen, aber ist es wirklich so einfach, wie manchmal hier geraten wird?

    Ich lese so oft, „ich würde mich trennen“ oder „er ist ein Ars.h“ oder ähnliches. Das geht meiner Meinung nach gar nicht so einfach. Gerade in langen Beziehungen, wo vielleicht noch Kinder sind, Vermögen, Familienkonstellationen, Wohnverhältnisse -aber auch Ängste- geht es nicht so einfach! Sonst würden doch diese User hier nicht darüber schreiben.
    Ich halte es oft für sehr fahrlässig, jemanden einen so radikalen „Tip“ zu geben, den man erstens nicht kennt und zweitens nur die Spitze des Eisbergs von der realistischen Situation erfährt. Häufig kommen erst nach hartnäckigen Nachfragen plötzlich Dinge ans Licht, welche das eine oder andere relativieren.

    Nochmal, das bedeutet nicht, Gewalt zu befürworten, es bedeutet nicht Demütigungen hinzunehmen, aber ich wünsche mir manchmal mehr Fingerspitzengefühl. Der User der sein Leben hier offenbart, kann man doch „ganzheitlich“ wahrzunehmen, wertschätzen, das er den Mut gefunden hat zu schreiben. Im „zuhören“ erst mal verstehen. Und nicht sein ganzes Leben einfach abzutun, mit dem lapidaren Satz, „Trenn dich! Dein Partner ist ein Ars.h!“ Und ihm dadurch nur zu signalisieren, "schau her, ich hätte es besser gemacht als du“. Denn strenggenommen urteilt man dann über den der schreibt. Schließlich ist dieser User mit diesem „Ars.h" zusammen. Und Strenggenommen, weiß man nicht, ob der Ars.h überhaupt ein Ars.h ist. Vielleicht sprach da beim User einfach nur die Wut und zwei Tage später ist diese Wut plötzlich vorbei. Das habe ich oft erlebt.

    Ich denke nicht, dass man seine Probleme einfach mal so wegwischen kann, denn wie Steinchen sagt, der Mensch und seine Beziehungen ist keine Ware über die man einfach mal so 5 Sterne vergibt. Dafür sind Beziehungen viel zu komplex und beileibe nicht so oberflächlich.

    Menschen einfach mal mit einem Fingerschnipp loslassen, das kann ich nicht. Denn keine Beziehung ist einfach nur "irgendwas", da steckt viel mehr dahinter.

    Neulich habe ich folgendes Zitat gelesen:

    Menschen werden vergessen was du sagtest.
    Menschen werden vergessen was du getan hast.
    Aber Menschen werden niemals vergessen,
    was du ihnen für ein Gefühl gegeben hast.

    -Maya Angelou
    Geändert von Ibwh1968 (12.07.2018 um 11:15 Uhr)

    Der Mensch ist nicht, was er denkt, er ist, was er verbirgt. André Malraux

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    seelen (12.07.2018),Steinchen.im.Schuh (12.07.2018)

  11. #6
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    "Urteile über niemanden, in dessen Schuhen Du nicht gelaufen bist"
    (nordamerikan. Indianersprichwort)
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  13. #7
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    Hallo Steinchen,

    grundsätzlich sind Beziehungen für mich zu einem großen Teil Herzensangelegenheiten.
    Ob eine Beziehung funktioniert oder nicht, entscheidet sich meiner Meinung nach an der Chemie und der Einstellung der "Partner" zu grundlegenden Themen.
    Die grundlegenden Themen sind mMn unabhängig vom sozialen System und verändern sich über die Zeit nicht.
    Daher sehe ich eine oberflächliche rationale Begutachtung einer Beziehung eher kritisch.
    Ich habe auch eine Vergangenheit in der DDR und habe erlebt, dass es Interesse nur dann gab, wenn man im Gegenzug etwas bieten konnte, was der andere nicht hatte. Ich vertrete daher die Meinung, dass Mangel (egal welcher Art) Egoismus besonders stark schürt.

    In der heutigen schnelllebigen Zeit ist man darauf angewiesen, die wichtigen von den unwichtigen Informationen zu unterscheiden - "die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen" heißt es schon in Grimms Märchen.
    Vor diesem Hintergrund sind Pro-/Contra-Listen sicherlich hilfreich. Die zu bewertenden Themen sollten aus unserem Herzen kommen, das geht heute in der Informationsflut aus Werbung/Social Media/Online-Magazinen/... leider häufig sang- und klanglos unter.

    Verantwortungsübernahme für das eigene Handeln ist sicherlich kein Phänomen unserer heutigen Zeit, das gibt es schon so lange es die Menschheit gibt.
    Schon die frühen Siedler mussten das Korn rechtzeitig säen, um ihre Sippe über den Winter ernähren zu können. Ebenso die Jäger und Sammler waren für ihr Handeln verantwortlich, damit sie nicht getötet werden.
    Die Samurai im alten Japan waren ihrem Herrn bis in den Tod verpflichtet. Versagten sie, ihren Herrn zu schützen, mussten sie den Ehrenfreitod wählen.
    Der Spruch "jeder ist seines Glückes Schmied" stammt aus dem Lateinischen, damit gibt er schon einen Hinweis auf sein wahres Alter.

    Ich habe eine Freundschaft, die seit nunmehr 20 Jahren währt. Sie war im Laufe der Jahre mal enger mal lockerer, was auf beiden Seiten respektiert und akzeptiert wird. Freundschaft heißt für mich, dem anderen den nötigen Freiraum zu lassen, vom anderen auch selbst den nötigen Freiraum zu bekommen.
    Jeder Mensch braucht Luft zum Atmen.
    Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als nur über die Dunkelheit zu schimpfen! (Konfuzius)

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    Steinchen.im.Schuh (12.07.2018)

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    Danke für eure Beiträge! Ich bin gerade selbst auf emotionaler Basis sehr stark in das Thema involviert und sehr verletzlich, ich werde dann in den nächsten Tagen etwas dazu schreiben, wenn ich mich dazu in der Lage fühle.

  16. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Steinchen.im.Schuh für den sinnvollen Beitrag:

    mops (12.07.2018)

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