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Thema: Angst/Panik vor etwas eigentlich ganz normalem...hilfe

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst/Panik vor etwas eigentlich ganz normalem...hilfe

    Hallo an alle,

    erstmal möchte darum bitten, mein Problem aus ernster Sicht zu sehen und mich nicht als Unmensch oder so abzustempeln, ich möchte auf gar keinen Fall jemanden verletzten oder zu Nahe treten, aber dieses Problem quält mich.

    Ich habe folgendes Problem:
    Ich selbst bin eine Frau. Allerdings ekel ich mich vor Schwangeren und vor Schwangerschaft allgemein extrem…
    Ich finde den Gedanken, dass da etwas in meinem Bauch heranwächst total unangenehm. Auch die Veränderungen im Körper, die Gewichtszunahme, der immer dicker werdende Bauch, das verrückt spielen der Hormone…und die Geburt, die Schmerzen, vor schmerzen Schreiend dazuliegen und da unten ein Baby herauspressen…nein…ich könnte mich da gar nicht drauf freuen, ich hätte viel zu viel Panik.
    Obwohl das doch eigentlich so vorgesehen ist und eine Frau die dafür vorgesehenen Organe und alles hat.
    Ich habe schon ein paar mal von Frauen gelesen die genauso denken wie ich. Aber umso mehr Gedanken ich mir darüber mache und auch die Panik/Angst vor Schwangerschaft und Geburt in mir hochkommt, umso mehr macht es mich fertig und muss sogar weinen.
    Es tut mir irgendwie Leid das ich so denke…wo es doch so viele Frauen gibt die sich freuen wenn sie Schwanger sind. Wenn ich durch die Stadt laufe und eine Schwangere Frau sehe ekelts mich an und ich denke „Oh man dir steht die Hölle bevor mit der Geburt und den Schmerzen“ und mache mir Gedanken, das die ihr ganzes Leben nur noch auf das Kindchen einstellen muss…
    Ich habe schon immer behauptet, dass ich keine Kinder will. Von den Erwachsenen hörte ich damals aber nur Sprüche wie „Ach in ein paar Jahren denkst du anders darüber“ und sowas in der Art. Als ich 18 Jahre alt wurde, dachte ich ernsthaft darüber nach, mir da unten im Bauch operativ etwas machen zu lassen, was mir das Kinder bekommen unmöglich macht. Heute bin ich 27 Jahre alt, ohne Kinder und denke nicht anders als damals darüber. Sex mit einem Mann ohne Kondom ist für mich fast unmöglich, vor Sperma ekel ich mich auch, weil mir da immer der Gedanke in den Sinn kommt das dabei ein Kind entstehen könnte…diese Panik ist auch trotz Verhütung (Kondom, Pille) da. Der Sex mit einer Frau ist da wesentlich entspannter habe ich jedoch gemerkt und da ekel ich mich auch nicht vor Körperflüssigkeiten.

    Was ist nur mit mir los? Ist in meinem Kopf etwas nicht in Ordnung? Oder ist das ein Zeichen, das man im falschen Körper steckt? Oder bin ich einfach nur lesbisch (nie Bi wie ich immer dachte) ?

    Dieser Text ist absolut ernst gemeint, ich würde mich über Meinungen freuen.

  2. #2
    nadum
    Gast

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    Zitat Zitat von kätzchen30 Beitrag anzeigen
    Was ist nur mit mir los? Ist in meinem Kopf etwas nicht in Ordnung?
    Schwer zu sagen.
    Ich frage mich, ob das alles nicht Anzeichen von Selbsthass sein kann. Und/oder Ausdruck davon, dass du dich selbst ablehnst.

  3. #3
    Ursel
    Gast

    Standard

    Natürlich kann es sein, dass du lesbisch bist. Aber selbst Lesben wünschen sich ja doch oft ein Kind.
    Das eine dürfte mit dem anderen nichts zu tun haben.
    Kannst du dich an ein Schlüsselerlebnis erinnern, das dich zu dieser Einstellung brachte? Gab es bei deiner eigenen Geburt Probleme?

  4. #4
    Schreibkraft
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    Hi Kätzchen,

    Du musst doch kein Kind bekommen, oder? Was andere machen und wollen ist doch deren Sache. Eine Operation hast du nicht machen lassen. Fühlst du dich irgendwie zu Kindern verpflichtet?

  5. #5
    Neuling
    Themenstarter

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    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Antworten und das man deswegen nicht angegriffen wird. Aber nach so langer Zeit und so vielem Nachdenken musste das nun mal raus…

    An ein Schlüsselerlebnis kann ich mich nicht erinnern, bei meiner Geburt ist alles gut und normal abgelaufen. Ich bin ein Einzelkind und hatte eine unbeschwerte Kindheit (wenn auch vielleicht etwas „zu sehr“ behütet aber das ist wohl bei Einzelkindern normal).

    Nein, ich muss kein Kind bekommen. Aber es ärgert mich extrem, dass es von einem regelrecht „erwartet“ wird. Wenn die Leute anfangen mit „Ja, du willst doch auch mal ein Kind….“ Würde ich am liebsten sagen „Halt, wie kommst du drauf das ich überhaupt welche will?“
    Und das automatisch davon ausgegangen wird, das man Mutter werden will.
    Die Operation habe ich nie machen lassen, weil es jemand mitbekommen hätte (meine Eltern zum Beispiel) und das hätte ich nicht gewollt. Wenn ich so etwas machen lassen würde, dann heimlich für mich und niemandem was sagen, weil es ja sowieso versucht werden würde einem auszureden (nach dem Motto „Du bist doch noch jung, das bereust du später!“). Ich denke heute aber noch immer drüber nach…

    Letztens war eine Freundin meiner Mutter zu besuch und hielt mir plötzlich ein Packen Fotos von ihrem Enkelkind (noch ganz klein) unter die Nase und war ganz stolz…ich sah sie mir zwar an aber fühlte dabei Panik, Abscheu, Unwohlsein, und Wut…ließ es mir aber nicht anmerken.

    Es ist…als wenn ich mich mit diesen Organen, die mich zur Geburt fähig machen, total unwohl fühle, als wenn das nicht so ganz richtig ist. Bis auf diese Sache bin ich allerdings gerne eine Frau, eine sehr weibliche Frau.

    Ich kann mich auch nicht freuen, wenn jemand Bekanntes Schwanger ist oder mit einem Baby ankommt. Sofort macht sich in meinem Kopf die Abneigung breit und ich denke, dass die Person nun das ganze Leben nur noch auf das Kind abstimmen muss und nichts anderes mehr machen kann.
    Dann tut mir mein Denken wiederum Leid…weil eigentlich freut man sich ja für die Leute…

    Ich frage mich warum ich dagegen so eine Abscheu habe.

  6. #6
    Schreibkraft
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    hallo,
    Ich finde du kannst schon sagen, dass du keine Kinder möchtest. Sie werden schon irgendwann aufhören zu nerven.
    Die Abneigung hattest du schon als Kind oder? Wenn Kinder vor etwas Angst haben, ist mein erster Gedanke, dass sie irgendwelche Horrorgeschichten gehört haben. In vielen Märchen werden die Kiinder den Eltern lästig. Im Film "Aliens" zum Beispil gib's da böse Szenen, wie so ein Vieh geboren wird. Ich knn mir vorstellen, wenn man soetwas in jungen Jahren sieht, dann kann das schon Ängste auslösen.

  7. #7
    Neuling
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    Hallo,
    also die Abneigung war zumindest im Alter zwischen 12-15 schon da, das weiß ich auf jeden Fall. Ich kann mich erinnern, das wenn ich spät Abends mal zu meinen Eltern ins Wohnzimmer ging weil ich nicht schlafen konnte das ab und zu schon mal diese „Alien“ Filme liefen, wo die Vicher den Leuten aus der Brust/aus dem Bauch kamen. Ich erinnere mich an einen Film, da hat ein „Außerirdischer“ Mann mit Frauen geschlafen, die dann kurz darauf in ein paar Minuten die komplette Schwangerschaft erlebten, einen dicken Bauch bekamen und da dann das „Kind“ rausplatzte und die Frauen starben…

    Allerdings hörte ich auch schon recht viel über die elenden Schmerzen bei der Geburt, wenn ich die Frauen da mit Schmerzverzerrtem Gesicht liegen sehe und die am schreien sind, vergehts mir gleich (ich meine dabei nicht nur „Filme“ sondern z. B. auch die Dokus, wo Mädchen/Frauen kurz vor und bei der Geburt begleitet werden. Mir sagten zwar auch schon welche, das die Schmerzen nach der Geburt wieder vergessen sind wenn das Baby dann da ist, aber das mag ich nicht glauben.

    Es gibt ja auch diese sogenannten Transgender…

    Ich frage mich seit gestern ob es auch sein kann, das man gar nicht seinen Körper komplett ablehnt, sondern nur gewisse „Funktionen oder Organe“ (in meinem Fall Gebärmutter, Eierstöcke ect.)

  8. #8
    Neuling
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    Hallo Kätzchen,

    ich kann Dich sehr gut verstehen .. . . ich kann diese Abneigung schwanger zu werden. ich habe die Natur nie so ganz verstanden. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Geburt angenehm ist.
    Ich finde auch , DU BIST NICHT VERPFLICHTET kINDER ZU BEKOMMEN.
    Ich habe oft Druck seitens meiner Familie empfunden , so nach dem Motto , ich bin erst jemand, wenn ich Kinder habe.
    Habe mich oft gefragt woher das kommt . . .Meine Mutter hat mit mir vier Kinder bekommen. Und ich kann mich erinnern, dass Sie mich angeekelt hat als Sie mit meiner Schwester und ein paar Jahre später mit meinem Bruder schwanger war.

    Auch finde ich es in der heutigen Zeit sehr schwierig .. .in finanzieller Hinsicht, den richtigen Partner etc .. .

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