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Thema: Angst vor Menschen, vor der Zukunft, vor dem Leben

  1. #1
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    Standard Angst vor Menschen, vor der Zukunft, vor dem Leben

    Ich weiß nicht richtig, wo ich anfangen soll und ob das hier überhaupt der richtige Ort ist, um so viel zu erzählen. Ich bin 23 Jahre alt (männlich) und habe mich nie wirklich wohl in meiner Haut gefühlt. Rückblickend hatte ich nie das Gefühl, dass ich gerne lebe oder in der Welt "zuhause" bin. Jedes Zusammentreffen mit anderen Menschen macht mir Angst, mein ganzer Körper wehrt sich dagegen und will fliehen. Ich fühle oft nur Panik und Distanz und Entfremdung und würde am liebsten in völliger Abgeschiedenheit im Wald wohnen. In den letzten Monaten bin ich in eine Phase gerutscht, in der ich einfach keine Hoffnung und Kraft mehr habe und mich nur noch ängstlich und instabil fühle. Als würde sich jede meiner Erinnerungen gegen mich richten, obwohl eigentlich nie irgendwas Schlimmes passiert ist.

    Im Grunde war ich schon immer so. Ich weiß noch, dass ich die gesamte Kindergartenzeit über alleine an einem Regal stand und die anderen Kinder beobachtet habe und dass ich in der Grundschule als einziges Kind während der großen Pause drinnen bleiben durfte. Von der Grundschule bis zum Abitur hab ich mich buchstäblich kein einziges Mal im Unterricht gemeldet - ich konnte es einfach nicht. Ich hatte oft Tränen in den Augen und hab unkontrolliert gezittert, wenn mir von Lehrern im Unterricht Fragen gestellt wurden. Das Problem dabei ist, dass ich mich seither nicht ernsthaft von der Stelle bewegt habe. Ich fühle mich eigentlich immer noch wie dasselbe zittrige, passive Kind, das panisch vor jeder Interaktion flieht. Ich hab gar nicht das Gefühl, eine richtige erwachsene Person zu sein, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht.

    Ich merke, dass ich immer mehr an meiner Einsamkeit leide. Ich studiere seit fünf Jahren, und bislang hab ich keine einzige Person kennengelernt. Ich komme und gehe wie ein Gespenst, und es tut mir weh, immer alleine zu sein. Ich will das eigentlich nicht, auch wenn meine Freundschaften größtenteils mit Distanz- und Fremdheitsgefühlen verbunden waren. Nach dem Abitur hatte ich eine kurze Phase, in der ich offener war, mit Freunden im Park gesessen und zum ersten Mal Alkohol getrunken habe - aber nach einer Weile hat es mich nur noch belastet und ich wollte wieder weg. Aus dieser Zeit habe ich eine einzige wirklich gute Freundin, an der mir viel liegt und deren Nähe mir nie Entfremdungsgefühle bereitet hat. Aber zugleich muss ich anerkennen, dass sie ihr eigenes komplexes Leben hat, in dem ich nach langer Kontaktpause nicht einfach Platz beanspruchen kann.

    Die Leute haben Jobs, eigene Haushalte, führen Beziehungen, kennen ihre engsten Freunde schon seit Jahren. Ich bräuchte auch ein solches "eigenes Leben". Ich leide zunehmend darunter, völlig ohne Bindungen und Nähe zu leben, es fühlt sich an, als gäbe es überhaupt kein Sicherungsnetz für mich, als könnte ich immer weiter fallen. In letzter Zeit hab ich immer mehr das Gefühl, dass ich meine Einsamkeit körperlich spüre. Manchmal wünsch ich mir, dass mich jemand umarmt, mir über den Kopf streicht und sagt, dass alles gut wird. Aber sowas gibt es einfach nicht in meinem Leben, und im Zweifelsfall würde ich eh nur zurückschrecken - bis ich 18 war, wusste ich nichtmal, wie Umarmungen überhaupt genau funktionieren. Sobald fremde Leute anwesend sind, nehme ich mich gar nicht mehr als Teil der Situation wahr, ich beobachte das Geschehen wie auf einem Fernseher oder hinter Glas und hab gar nicht das Gefühl, dabei zu sein.

    Eine Zeit lang ging es mir ganz gut, ich hab meditiert und Sport gemacht. Aber inzwischen bin ich innerlich so versumpft, dass ich gar nicht mehr an den Punkt komme, an dem ich mit sowas wieder anfangen könnte. Ich muss dieses Semester zum ersten Mal mit anderen Leuten gemeinsam Referate halten - und ich weiß einfach nicht wie ich das schaffen soll. Ich bin jetzt schon weit über die Regelstudienzeit hinaus, und wenn ich die Referate nicht halte, müsste ich nochmal ein ganzes Jahr warten... wie soll das weitergehen? Außerdem muss ich nächstes Jahr wahrscheinlich für den Master in eine andere Stadt ziehen. Ich wohne im Moment noch zuhause bei meiner Mutter und habe mein ganzes Leben in diesem Kokon gelebt, aber jetzt rückt der Punkt näher, an dem ich ausziehen MUSS und vermutlich der große Zusammenbruch kommt, weil ich viel zu instabil und ängstlich bin, um alleine klarzukommen.

    Hinzu kommt, dass mein Vater vor zwei Monaten überraschend nach kurzer, ziemlich schwerer Krankheit gestorben ist - und ehrlich gesagt fühle ich bei dem Gedanken daran nicht besonders viel. Ich hatte kein schlechtes Verhältnis zu meinem Vater, er war immer total nett und verständnisvoll , aber trotzdem hatte ich zu ihm und meiner Mutter ein völlig entfremdetes, distanziertes Verhältnis. Ich konnte meine Eltern schon als Kind nie Mama und Papa nennen, es wäre einfach zu intim gewesen. Und jetzt, wo mein Vater tot ist, spür ich irgendwie gar nichts. Am ehesten fühlt es sich so an, als würde ich oft einfach vergessen, dass es ihn jemals gegeben hat.

    Generell komme ich mir zunehmend toxisch und destruktiv vor. Früher dachte ich immer, ich wäre ein sehr empathischer Mensch. Ich hab eine Zeit lang ziemlich ambitioniert versucht, ein kritischer, politischer Mensch zu sein - aber ich hatte immer mehr das Gefühl, dass das nur ein Mantel war, den ich mir anziehe, um den Anschein der Menschlichkeit zu wahren. Alles an mir fühlt sich unauthentisch und defizitär an. Ich bin völlig passiv. Jede Situation, in der ich eigenständig denken, werten oder handeln muss, lähmt mich, jegliche Interaktion mit der Welt tut mir weh und macht mir Angst. Ich fühle mich niemandem zugehörig und mit niemandem solidarisch. Alles ist wie hinter einem Schleier. Ich husche durch die Welt wie ein Geist und spüre die Menschen gar nicht, bis sie mir zu nahe kommen und ich halb ohnmächtig werde vor Angst.

    Außerdem hab ich den Verdacht, dass der Tod meines Vater irgendwie dazu geführt hat, dass es mir auf einmal seltsam normal vorkommt, einfach zu sterben. Ich hab ihn dabei gesehen, wie er beschlossen hat, die Behandlungen abzubrechen und dann binnen weniger Tagen einfach verschwunden ist. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will und werde mich nicht umbringen und erst recht nicht selbst verletzen. Ich bin mir absolut sicher, dass ich da nicht ernsthaft gefährdet bin. Aber wenn ich morgens aufwache, fühl ich mich inzwischen oft wie ein schutzloses, verängstigtes, lebensunfähiges kleines Kind und es gibt in mir einen mutlosen Anteil, der einfach nur betäubt sein und sterben will. Manchmal liege ich nachts im Bett und höre in meinem Kopf den Satz "Ich will sterben" oder flüstere den unter der Bettdecke. Nur fühlt sich dieser Gedanke selbst wiederum gar nicht authentisch an, so als würde mein Körper das von selbst sagen, wie ein Reflex oder mentaler Automatismus. Ich schätze, das ist ein Warnsignal.

    Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass das Leben so schön sein könnte, wenn ICH mich nur ändere. Ich wollte so viel von der Welt sehen, auf Island durch die Wildnis laufen, freundliche Tiere streicheln, endlich mal sexuelle Erlebnisse haben ... aber es fühlt sich zunehmend inkompatibel mit meiner Existenz an. Meine automatische Reaktion auf die banalsten Belastungen besteht inzwischen darin, das Bewusstsein verlieren zu wollen. Die Augen zu machen, mich auf den Fußboden legen und warten bis das Haus über mir zusammenbricht. Ich dachte immer, solche Gedanken würden sich verzweifelt anfühlen, aber es ist eher so, wie wenn man von einer sehr geliebten Person so richtig fest umarmt wird und sie füstert, dass alles gut wird.

    Na ja. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendwer das hier alles liest. Aber ich brauch irgendwie das Gefühl, nicht immer nur vor einer imaginären Person in meinem Kopf rumheulen zu können. Ich weiß ja, dass mir niemand irgendwas Sinnvolles sagen kann, außer dass ich eine Therapie machen muss. Aber das Problem ist, dass mich der Grund, aus dem ich eine Therapie bräuchte, zugleich davon abhält, tatsächlich in Therapie zu gehen: Ich hab Angst vor zwischenmenschlicher Interaktion und kann kein Vertrauen aufbauen - aber genau das müsste ich in der Therapiesituation tun, um es zugleich erst zu lernen. Keine Ahnung, vielleicht erkennt sich jemand ein bisschen darin wieder. Ansonsten hab ich immerhin mal alles halbwegs kohärent aufgeschrieben. Einen schönen Abend Euch allen

  2. #2
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    Hallo anaxagoras,

    ich mag die Art, wie du von dir schreibst, auf mich wirkt es sehr zart und sensibel.

    Ja, ich erkenne mich in einigen Teilen wieder, zum Beispiel:

    Zusammentreffen mit anderen Menschen macht mir Angst, mein ganzer Körper wehrt sich dagegen und will fliehen
    (...)
    Generell komme ich mir zunehmend toxisch und destruktiv vor. Früher dachte ich immer, ich wäre ein sehr empathischer Mensch. Ich hab eine Zeit lang ziemlich ambitioniert versucht, ein kritischer, politischer Mensch zu sein - aber ich hatte immer mehr das Gefühl, dass das nur ein Mantel war, den ich mir anziehe, um den Anschein der Menschlichkeit zu wahren
    (...)
    Alles an mir fühlt sich unauthentisch und defizitär an. Ich bin völlig passiv. Jede Situation, in der ich eigenständig denken, werten oder handeln muss, lähmt mich, jegliche Interaktion mit der Welt tut mir weh und macht mir Angst.
    (...)
    Bei mir ist das Erleben von solchen Wahrnehmungszuständen nicht dauerhaft aber es kommt auch nicht selten vor. Auch ich fühle mich oft sehr entfremdet, wie in Watte gepackt, weit weg von allem.

    Ich hätte ein paar Gedanken, die ich dir mitgeben könnte, quasi "Tipps" aber ich weiß nicht, ob du das überhaupt möchtest?

    Hast du eine Vermutung, weshalb dein Verhältnis zu deinen Eltern so ist/war?

    Liebe Grüße
    Steinchen
    Ihr braucht keine Angst zu haben, es gibt keinen Boden.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Steinchen.im.Schuh für den sinnvollen Beitrag:

    anaxagoras (23.10.2019)

  4. #3
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    Hallo Steinchen,

    sorry, ich bin etwas spät dran - ich konnte mich zuerst gar nicht überwinden und nachsehen, ob irgendjemand zurückgeschrieben hat. Da schreibe ich schon so viel über mich und will dann lieber gar nicht wissen, was die Leute dazu sagen... Danke jedenfalls für deine nette Antwort Hat mir irgendwie gut getan.

    Was das Verhältnis zu meinen Eltern angeht... gute Frage. Das war irgendwie schon immer so. Als kleines Kind ging es noch einigermaßen, da hat mein Vater mit mir z.B. immer lange Ausflüge durch die Stadt gemacht. Das waren so richtige kleine Abenteuer und ich mochte das total. Aber ich weiß auch noch, dass ich schon damals nicht Mama und Papa sagen konnte und mir total viel vor meinen Eltern peinlich war. So als dürften sie nicht sehen, dass ich ja noch ein Kind bin, und als könnte ich jederzeit durchschaut werden. Und ab der Pubertät wurde es dann richtig schlimm und ich hab versucht, mich komplett zu verbarrikadieren. Weil es mir zu intim gewesen wäre, wenn sie irgendwas von mir sehen oder über mich wissen. Als würde ich dann irgendwie "zerfließen" oder in meiner Existenz bedroht.

    Na ja. Klingt alles irgendwie seltsam, wenn ich das so aufschreibe. Was hast du denn für Gedanken oder Tipps? Würde mich tatsächlich freuen, die zu hören - schaden kann's ja nicht

    Liebe Grüße,
    anaxagoras

  5. #4
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    Hallo Interdezendend,

    danke für deine ausführliche Antwort! Du hast vermutlich recht: In mancher Hinsicht bin ich ein sehr reflektierter Mensch (zumindest bekomme ich das immer wieder gesagt) - allerdings scheint mir all die Reflexion bislang nicht besonders viel gebracht zu haben... Übrigens studiere ich Philosophie und Psychologie, insofern hast du mit Fromm und Schopenhauer bei mir ins Schwarze getroffen.

    Mal überlegen. Fromms Überlegungen passen in gewisser Weise tatsächlich auf meine Situation. Einerseits war ich immer ziemlich eindeutig ein "Mamakind", habe mich als Kind ängstlich an meine Mutter als Bezugsperson geklammert, und sie hat im Grunde immer alles für mich erledigt (was natürlich bedeutet, dass ich selbst nie irgendwas machen musste). Andererseits haben wir uns schon damals oft heftig gestritten, und ich habe sie spätestens seit der Pubertät als sehr besitzergreifend wahrgenommen. Ich weiß nur leider nie, inwieweit dieses Empfinden realistisch ist oder ob ich da irgendwas auf meine Eltern projiziere und ihnen mit meiner paranoiden Abwehrhaltung letzlich Unrecht getan habe. Jedenfalls scheint bei der Ablösung von meiner Mutter wirklich etwas schiefgelaufen zu sein, ja. Gerade früher hatte ich oft das Gefühl, dass ich mit aller Kraft kämpfen muss, um mir Freiräume zu schaffen. Meine Mutter verbringt noch heute oft Stunden damit, im Internet nach Klamotten für mich zu suchen - und so marginal das auch erscheinen mag, es fühlt sich für mich jedes Mal so an, als hätte ich keine Kontrolle über mein Leben, und entfacht in mir eine völlig übertriebene, irrationale Wut. Als würde mein Leben von jemand anderem programmiert. Daher kommt vielleicht auch das Gefühl, dass ich zur Gemeinschaft anderer Menschen nicht dazugehöre, weil ich ja "nur ein Kind" bin.

    Ob ich nicht genügend väterlicher Liebe erlebt habe, weiß ich gar nicht so genau. Mein Vater war kein kalter Mensch, und als Kind habe ich ihn tatsächlich mit "Erforschen und Entdecken" assoziiert, aber das hat dann irgendwann aufgehört. Im Grunde hatten wir, seit ich zwölf/dreizehn Jahre alt war, gar kein Verhältnis mehr zueinander. Kein schlechtes Verhältnis, sondern eben gar keins. Mein Vater war generell eine eher passive, genügsame Person und hat eigentlich die meiste Zeit über in seinem Zimmer gesessen und gelesen oder Musik gehört - von daher war es damals leicht, mich von ihm abzukapseln und die Distanz aufzubauen, die ich brauchte...

    Na ja. Ich fand noch diesen Satz interessant:

    Meistens fühle ich mich überreizt, dann wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, der in regelrechtem Hass mündet. Ich werde dann zum heimlichen Zyniker, als ob sich ein düsterer Schleier über meine Wahrnehmung legt.
    Ich habe Phasen, in denen ich sehr motiviert bin, ein fürsorgliches, soziales, moralisches Wesen zu sein - und dann wieder kippt in mir alles und ich finde mich plötzlich in einem Zustand völliger Isolation, Distanz und Fremdheit wieder und begreife gar nicht, was am Leid anderer Menschen eigentlich so schlimm sein soll. Als würde ich gar nicht zur gleichen Spezies gehören und als ginge mich das alles gar nichts an. Aber das ist natürlich eine unsinnige Haltung...

    In den Schopenhauer-Vortrag habe ich gestern schonmal reingeschnuppert, bin aber noch nicht dazu gekommen, mich zu vertiefen. Das hole ich dann am Wochenende mal nach. Danke jedenfalls für die Empfehlung!

  6. #5
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    Hallo anaxagoras,
    Danke dafür, dass du dich geöffnet hast! Mich hat dein Text sehr berührt und ich möchte gerne wissen, wie es bei dir weitergeht.
    Dieses Gefühl, keine beständigen Beziehungen zu haben, kenne ich auch. Ich kann sie einfach nicht halten und gebe vielleicht einfach nicht genug. Ich bin sehr schnell von Menschen, gerade Frauen, verunsichert und habe Angst, dass ich in der Beziehung untergehe, weil ich meine Bedürfnisse nicht äußere und meine Grenzen nicht ziehe, oder sollte ich dies tun, sie mich nicht mehr mögen.
    Eine Bindungsstörung ist das wohl. Bei dir klingt es ähnlich. Ich mache eine Therapie bei einer Heilpraktikerin mit EMDR-Technik. Das hilft mir extrem gut.
    Ich habe gelernt, dass ich zwar als Kind dieses bindungsproblem bekommen habe, ich aber dafür sorgen kann, dass es besser wird.
    Vielleicht macht dir das ja Mut. Es gibt Menschen, die dir genau erklären können, was du hast und dir weiterhelfen. Wenn nicht im ärztlichen Bereich, dann bei einem Heilpraktiker. Die haben häufig Methoden, die toll helfen.
    Ich finde es toll, dass du so mutig bist und dich hier meldest. Du bist damit nicht allein.
    Liebe Grüße, Hörnchen

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Hörnchen für den sinnvollen Beitrag:

    anaxagoras (14.11.2019)

  8. #6
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    Hallo Hörnchen,

    freut mich, dass mein Text dir gefallen hat. Und danke, dass du sagst, dass ich nicht alleine bin - im Prinzip weiß ich das natürlich, aber es tut einfach immer gut, es zu hören.

    Du hast recht, es kann sein, dass es sich bei mir auch um eine Bindungsstörung handelt. Vor allem, weil ich eben nicht nur Angst vor Fremden habe, sondern auch Personen, zu denen ich schon längst eine Beziehung aufgebaut haben sollte/könnte, oft nicht richtig an mich heranlasse. Du sprichst ja auch von deiner Angst, in der Beziehung "unterzugehen" - das kenne ich auch ziemlich gut. Hast du denn Vermutungen, was die Ursachen für deine Bindungsprobleme sein könnten? (Da fällt mir noch am Rande ein, dass eine der wenigen engeren Freundschaften, die ich bislang hatte, tatsächlich so ähnlich war, wie du es beschreibst: Ich war sozusagen in der "unterlegenen" Position und die Person hat immer wieder sehr deutlich gemacht, dass sie mir jederzeit ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung entziehen kann, wenn ich mich nicht ihrem Willen beuge. Vielleicht wittere ich auch deshalb in jeder Bindung erstmal ein potenzielles Machtverhältnis.)

    Von EMDR-Technik habe ich bislang nur flüchtig gehört. Wie funktioniert das denn genau? Erzähl gerne mehr, wenn du magst. Du scheinst ja ziemlich gute Erfahrungen damit gemacht zu haben (das nimmt mir schonmal etwas die Angst vor der Therapiesituation).

    Du fragst, wie es mit mir weitergeht... Ehrlich gesagt weißt ich es nicht genau. Auf jeden Fall muss sich bald etwas ändern.

    Liebe Grüße,
    anaxagoras

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