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Thema: Angst vor tödlicher Krankheit (Krebs)

  1. #1
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    Standard Angst vor tödlicher Krankheit (Krebs)

    Hallo Ihrs,

    es wird sich ein etwas länger Text, trotzdem versuche ich mich kurz zufassen.

    Kurz zu meiner Person, ich bin 34 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Hunde.
    Im Jahr 2004 wurde bei mir eine mittelschwere Depression diagnostiziert mit suzidalen Gedanken, welches in zwei stationären Aufenthalten behandelt und aufgearbeitet wurde. Im gleichen Atemzug wurde ich Medikamentös eingestellt , früh hatte Paroxetin (Anti Depressivum) und Abends Risperidon (Neuroleptikum) eingenommen. Im Jahr 2011 hatte war ich dann kurze Zeit Rezidiv (Rückfall) da ich meine Medikamente in dem Fall Paroxetin nur unregelmäßig einnahm.

    Bis ins Jahr 2017 habe ich dieses dann auch weitergenommen, bis ich Sie wieder unbeachsichtigt unregelmäßig und irgendwann dann garnicht mehr eingenommen hatte. Meine Ärztin war informiert, sie hatte keine Probleme damit das ich abgesetzt hatte.

    Im September 2018 verstarb dann ein "Bekannter" mit dem ich viel in der Kindheit zutun hatte, nicht viel aber immer mal am Wochenende durch ein gemeinsames Hobby. Dejenige Person ist an Leukämie gestorben, als ich das erfuhr ging es mir schlagartig schlechter. Ich hab sehr hohen Bludruck gehabt und innerlichen Stress/Angst, bin darauf 3 Wochen krank geschrirben wurden. Da meine innerliche Unruhe nicht weniger wurde, wusste ich das ich es ohne ein Medikament nicht schaffen werden ruhiger zu werden. Ich wollte aber vermeiden das ich wieder ein chemisches Medikament einnehmen muss.

    So bin auf das pflanzliche Mittel Pascoflair (Passionsblume) gestossen was bei innerlicher Unruhe und Stress hilft und auch bei depressiven Verstimmungen (was wissenschaftlich aber nicht belegt ist). Diese Medikament hat mehr sehr geholfen, seit diesem Zeitpunkt war ich nicht einmal mehr krankgeschrieben weder wg. körperlichen noch seelischen Beschwerden. Was mich veranlasst eigentlich zu sagen, mein Immnunsystem funktioniert supi. Und jetzt kommt das große ABER:

    Seit dem die Person an Leukämie verstarb, mach mich sehr viele Gedanken über tödliche Krankheiten. Ich habe das Gefühl seit dem lese ich nur noch Krebs dort, Krebs hier, Krebs da. Jeden Tag ließt man eine Meldung darüber, mir ist schon bewusst das es diese Krankheit nun einmal gibt, was mir Angst macht ist das es auch Menschen in meinen Alter oder nicht viel Älter trifft. Und diese Menschen dann halt auch lt Zeitungsartikeln verstorben sind.

    Aus dem Grund befasse ich mich auch mit einem Leben nach dem Tod, gibt es ihn, gibt es ihn nicht? Tröstlich wäre für mich es gäbe einen, gibt ja auch gute Fachbücher über dieses Thema. Im ZDF lief letztens auch sehr schöne Doku über dieses Thema. Nahtoderfahrung etc.

    Ich bin dadurch nicht Hyporodrisch oder wie man das sagt, bin ja wie gesagt seit 2018 "Krankheitsfrei". Aber die Gedanken an ein frühes Ableben durch Krankheit drückt meine Stimmung enorm.
    Ich nehme am Leben teil, verliere auch keine Interessen die mir Spass machen, was mir zeigt das ich an sich nicht schwer Depressiv bin. Aber durch die kreisenden Gedanken das man schnell schwer krank werden kann und verstirbt, dämpft meine Stimmung extrem. Ich führt manchmal sogar dahin das ich mir Traueranzeigen ansehe, um zusehen in welchen Alter Personen in meiner Region versterben. Daran sehe ich halt das mich das Thema extrem beschäftigt.

    Einschränkungen habe ich nicht, soweit wie das beurteilen kann. Aber meine Stimmung wird halt hierdruch gedrückt, ich kann mich freuen und auch Lachen aber eben nicht unbeschwert und befreit mit diesen kreisenden Gedanken seit September 2018.

    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen bzw Tipps wie ich mein Leben wieder unbeschwerter ohne diese Gedanken Leben kann?
    Geändert von siddhi (07.05.2020 um 18:17 Uhr) Grund: Medikament durch Wirkstoff ersetzt

  2. #2
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    Mh.....du hattest ebenfalls eine Krankheit, die häufig tödlich verläuft.......

    Sind das (Krebs bzw. Depressionen) gedanklich für dich komplett verschiedene “Schubladen“?

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Mirjam,

    Danke erstenmal für deine Antwort und an mich gestellte Rückfrage. :-)

    Für mich sind sie tats. in verschiedenen Schubladen.

    Krebs stellt für mich persönlich eine "härtere" Krankheit dar, da man hier wenn man die Krankheit hat es nicht wirklich selber in der Hand hat ob man es überlebt oder ob man daran stirbt.

    Bei Depressionen hat man es in gewisserweise auch ein wenig selbst in der Hand, da der Suizid schon das eigene Handeln darstellt, auch wenn "gesundes Denken" in dieser Phase natürlich total verloren ist und die Krankheit einen in den Tot treibt.

    Vllt. hilft es dir wenn ich dazu noch sage das es mir Angst macht bei dem Gedanken Krebs zu haben man austherapiert ist und man den Tod ins Auge blickt und man nichts dagegen machen kann.

  4. #4
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Hattest du in der Vergangenheit schon mal andere Ängste und Gedanken, die derart hartnäckig waren?

  5. #5
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    Zitat Zitat von Mirjam Beitrag anzeigen
    Hattest du in der Vergangenheit schon mal andere Ängste und Gedanken, die derart hartnäckig waren?
    So hartnäckig nein. Ich find es absolut auch anders, wie zu meiner Akutphase in 2004. Wobei damals der Auslöser absolut anders war, ganz anderes Thema wie das jetzige.
    Damals wollt ich ja auch aus dem Leben scheiden.

    Wenn man es mit heute vergleicht, hab ich ja Angst zu sterben, in 2004 wollte ich es unbedingt.

    Oh man echt skurril wenn man so drüber nachdenkt über die Gegensätze.

  6. #6
    Verleger Avatar von Mirjam
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    Meine Gedanken gehen eher in die Richtung, dass Depressionen und Ängste häufig in Kombination auftreten . Nicht unbedingt beides zeitgleich. Bei manchen ist außerdem eher die Angst(störung) im Vordergrund, bei anderen die depressiven Symptome.

    Ob das bei dir der Fall ist/sein könnte, kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Ich selbst hatte Depressionen und eine Angststörung. Ängste sind, was ich so mitbekommen habe, sehr individuell. Ein Bekannter beispielsweise, hat große Ängste zu verarmen, obwohl dies aufgrund seiner finanziellen Situation extrem unwahrscheinlich ist.

  7. #7
    Neuling
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    Naja eine Kombination dahingehend wie du es beschreibst, gibt es schon denke ich.

    Als die Person starb, war ich depressiv ohne wenn und aber. Vermutlich durch extrem starke Trauer verbunden.

    Nach dem es dann wieder bergauf ging mit Einnahme der Passcoflair Tabletten gingen dann die Gedanken "Leben nach dem Tod" los. Und das zieht sich jetzt schon sehr lange hin in Verbindung mit einer schlimmen Erkrankung die man bekommen könnte.

  8. #8
    Neuling
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    Hallo ihr alle!

    Ich finde, Angst um das eigene Leben zu haben ist grundsätzlich eine gute Sache. Aber deine Schwierigkeit in der gesteigerten Angst kenn ich auch. Bei mir war es nach dem Krebstod meines Vaters. Das hat mich zwar Gefühlstechnisch überhaupt nicht beeinflusst, aber eine Art Angst ums überleben in mir geweckt. Ich habe daraufhin aber keine Angst vor tödlichen Krankheiten entwickelt.

    Bei mir ist es so, dass diese Angst dazu geführt hat, dass sich alles andere in der Wahrnehmung verstärkt hat. Habe ich etwas gelesen, habe ich es am Körper nachfühlen können. In der Folge haben sich weitere Ängste entwickelt oder auch verändert. Heute ist mir der Tod wieder "egal". Dafür sind es alltägliche ansteckende Krankheiten, die mir unangenehm begegnen.

    Meine Empfehlung lautet daher Tagesklinik. Das Sport- und Ergoprogramm ist gut für die Gedankenkontrolle. Mitmenschen und Therapeuten bieten ein offenes Ohr. am hilfreichsten ist dort in dem Angstbereich die Wahrnehmungsschule oder auch Achtsamkeitsgruppe genannt. Dort legt man den Fokus auf andere Dinge und relativiert so den eigenen Bezug auf Katastrophisierung von Ereignissen, die eventuell niemals passieren werden.

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